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Er ist wieder da: Yuya Osako feierte am Sonntagabend im Borussia-Park sein Comeback für den SV Werder.

Das Comeback des Japaners macht große Hoffnung

Osako ist selbst überrascht

Mönchengladbach – Yuya Osako war fast schon erschrocken. Dass er in der 52. Minute für Johannes Eggestein ins Spiel kam, hatte er so nicht erwartet. Eigentlich habe er die Luft noch nicht für einen Einsatz über beinahe eine ganze Halbzeit, sagte er später zu japanischen Journalisten.

Aber am Ende wussten alle bei Werder, wie gut es war, dass Osako nach zehn verpassten Spielen endlich sein Comeback gefeiert hatte. Denn es war seine Flanke gewesen, die Davy Klaassen zum 1:1 einköpfte. „Ich denke, jeder hat heute gesehen, weshalb wir immer wieder betont haben, wie schwer sein Ausfall für uns wiegt“, erklärte Werder-Coach Florian Kohfeldt anschließend. 

Auch Osako selbst zeigte sich im Nachklang der Partie glücklich, endlich wieder dabei sein zu können: „Die letzten zwei Monate waren schon sehr frustrierend für mich. Ich bin sehr froh, endlich wieder auf dem Platz stehen zu können. Trotz allem hat es mich überrascht, dass ich so lange spielen durfte.“ Werders Japaner habe nach der langen Pause lediglich mit zehn bis 15 Minuten Einsatzzeit gerechnet. 

Die zweimonatige Fehlzeit hatte man Osako, der aufgrund der Geburt seiner Tochter das Abschlusstraining verpasst hatte und erst am Morgen des Spiels zur Mannschaft gestoßen war, dann auch angemerkt - er hatte zunächst Anlaufschwierigkeiten. Nach der langen Pause wegen des Asien-Cups und der von dort mitgebrachten Rückenverletzung musste er erst mal wieder das Bundesliga-Tempo für sich annehmen. Und die Bundesliga-Härte gleich mit dazu. 

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Baumann: „Osako ist Top-Spieler, der sich perfekt in den Räumen bewegt“

Nur fünf Minuten stand er auf dem Feld, als ihn Gladbachs Denis Zakaria übelst von hinten umsenste. Kohfeldt bangte um Osako und wunderte sich ganz offensichtlich, dass es für das Foul nur Gelb gab: „Ich will zu der Schiedsrichter-Entscheidung nichts sagen. Aber ich bin froh, dass Yuya gesund wieder aufgestanden ist.“

Eine neue Verletzung bei dem Offensivmann wäre bitter gewesen. Denn Osako kann im Saisonendspurt für Werder noch enorm wichtig werden. Sportchef Frank Baumann: „Er ist ein Top-Spieler, der sich perfekt in den Räumen bewegt.“ Und den Kohfeldt nun fit machen muss für mehr als 40 Minuten: „Wir bringen ihn jetzt sukzessive auf 60 Minuten – und dann ist er auch ein Kandidat für die Startelf.“

Dahin zurückkehren will auch Osako, der auf weitere Einsätze brennt: „Es war gut, dass ich der Mannschaft mit einer Torbeteiligung helfen konnte. Da ich der Mannschaft zwei Monate gefehlt habe, muss ich jetzt umso mehr zeigen, was ich kann und mich empfehlen.“ 

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