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Milot Rashica kam als letzter Profi auf den Platz, weil er noch Selfies mit den Fans machte.

So präsentierten sich die Neuzugänge

Sympathische Rashica-Premiere - Langkamp-Tor im Abschlusstraining

Bremen - Zu seinem ersten öffentlichen Training kam Milot Rashica erst mal zu spät, aber nicht aus böser Absicht, sondern aus reiner Höflichkeit.

Der Neuzugang des SV Werder schrieb am Freitagmittag auf dem Weg zum Platz fleißig Autogramme und machte Selfies mit den Fans. Über 200 waren gekommen, um sich den nicht gerade günstigen Wintereinkauf anzuschauen. Und Rashica überzeugte am Tag vor dem Bundesligaspiel auf Schalke nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz. Wenngleich ihm ein anderer Neuer ein kleines bisschen die Show stahl: Sebastian Langkamp.

Rashica macht ordentlichen Eindruck

„Das war schon gut fürs Selbstvertrauen“, meinte Langkamp auf dem Rückweg in die Kabine und grinste. Das war natürlich nicht ganz ernst gemeint vom Ex-Berliner, der 30-Jährige hat als Profi schon so viel erlebt, da braucht er kein Tor im Training, um sich viel besser zu fühlen. Aber sein Treffer hatte schon Eindruck gemacht, von den Fans gab es viel Beifall. Nach einer Hereingabe von Max Kruse stieg der Innenverteidiger am höchsten und wuchtete die Kugel ins Netz.

Angreifer Rashica traf dagegen nicht. Einmal war er ganz dicht dran gewesen, doch mit seinem schwächeren linken Fuß setzte er den Ball neben das Tor. Insgesamt ließ der 21-Jährige, der für eine Ablöse von geschätzten acht Millionen Euro an die Weser gewechselt ist, einen ordentlichen Eindruck. Er wirkte locker, aber zugleich auch konzentriert. Seine Ballbehandlung war gut, seine Übersicht ebenfalls. Konsequent hielt er seine Position auf der rechten Außenbahn. Und hin und wieder ließ er auch mal seine schnellen Beine in den feuerroten Schuhen von der Leine. Ein bisschen mehr Mut hätte ihm vielleicht noch ganz gut getan, aber dafür überdrehte der junge Außenstürmer aus dem Kosovo auch nicht und ordnete sich lieber ins Bremer Spiel ein.

Nach dem Training diskutierte er noch einige Minuten mit Trainer Florian Kohfeldt. Beide lachten dabei viel. Sehr wahrscheinlich wird Rashica auf Schalke in der Startelf stehen. Langkamp eher nicht, wenngleich er beim Abschlussspiel an der Seite von Niklas Moisander im Abwehrzentrum verteidigte. Und mit seinen 1,91 Metern Körpergröße würde er bei Standards auch besser zum Schalker Kopfballungeheuer Naldo passen als Milos Veljkovic (1,87). Aber der Serbe dürfte nach seiner bislang guten Saison eigentlich gesetzt sein, Moisander ist das sowieso.

Für Rashica war nach dem Training noch lange nicht Schluss. Bei den Fans stand er natürlich wieder hoch im Kurs. Doch mit einem Lächeln im Gesicht erfüllte er jeden Wunsch und rundete damit seinen sympathischen Auftritt ab.

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