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Nach dem Spiel gegen den FC Bayern herrschte bei Werder Bremen mal wieder Enttäuschung.

1:2-Niederlage gegen Bayern

Ein Team am Limit

Bremen - Eigentlich war es wie immer: Werder hat gegen den FC Bayern verloren, zwar nur knapp mit 1:2 (1:1), aber eben zum 16. Mal in Folge. Allerdings gingen die Meinungen über das Zustandekommen und die Folgen dieser Pleite, der vierten in den letzten fünf Bundesliga-Spielen, bei Werder auseinander. Nur in einem waren sich alle einig: Am Freitag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf zählt nur ein Sieg.

„Das ist ein Spiel, das wir gewinnen wollen, müssen und auch werden“, kündigte Florian Kohfeldt an. Der Werder-Coach hatte eigentlich auch gegen die Bayern einen Dreier landen wollen, doch das sei gegen diese Gegner nicht möglich gewesen. „Wir sind auf eine sehr, sehr gute Mannschaft getroffen“, sagte Kohfeldt über die Bayern, die in den vergangenen Wochen so geschwächelt hatten, aber offenbar durch den 5:1-Erfolg am Dienstag gegen Benfica Lissabon zu alter Stärke zurückgefunden haben. „Wir waren heute am Limit unserer Möglichkeiten, das muss man auch realistisch sagen“, betonte der Werder-Coach. Er wies aber zugleich darauf hin, „dass wir trotzdem Fußball gespielt und uns nicht hinten reingestellt haben. Es gab auch die Momente, da kann die Partie kippen.“

Wäre da nicht die Bilanz von nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen, hätte Kohfeldt sogar von einem Schritt nach vorne gesprochen, meinte er. Der Coach war sichtlich bemüht, zu verhindern, dass die Stimmung rund um den Club total ins Negative kippt. Aber wird ihm das gelingen? Sebastian Langkamp hatte da längst festgestellt, „dass keine Hektik, aber Unruhe aufgekommen ist“. Der eingewechselte Abwehrspieler forderte: „Wir dürfen uns jetzt nicht in die Tasche lügen, wir hinken ein bisschen hinterher und müssen uns zusammenraufen. Wir sind nicht da, wo wir vor ein paar Wochen waren. Da haben wir druckvoll nach vorne gespielt.“

Osako kontert Gnabry-Führung

Gegen die Bayern standen die Bremer dagegen von Beginn an selbst gewaltig unter Druck. Der Rekordmeister agierte so forsch, als wolle sich das Team endgültig rehabilitieren und Trainer Niko Kovac vollends aus der Kritik nehmen. Werder-Keeper Jiri Pavlenka verhinderte gegen Robert Lewandowski den frühen Rückstand (7.), parierte zunächst auch glänzend gegen Serge Gnabry, doch bei dessen Nachschuss war er machtlos – 0:1 (20.). Der Nationalspieler feierte seinen Treffer mit Rücksicht auf seine Bremer Vergangenheit eher leise.

Das passte zur Atmosphäre im Stadion. Die Ultras in der Ostkurve hatten ihren Stimmungs-Boykott durchgezogen, um gegen die Zerstückelung der Bundesliga-Spieltage zu demonstrieren. Der Protest war just nach dem Gegentor vorbei, genauso wie die Bremer Zurückhaltung auf dem Rasen. Endlich agierte Werder mutiger, ließ den Ball laufen. Der Ausgleich durch einen Kopfball von Yuya Osako (33.) nach feiner Hereingabe von Max Kruse war nicht unverdient. Dann aber auch wieder schmeichelhaft, weil Lewandowski die nächste hundertprozentige Chance ausließ (39.).

Einzelkritik mit Noten: Was ist bloß mit Klaassen los?

Die Pause tat Werder gar nicht gut – wie so oft in der Vergangenheit. „Darüber werden wir sprechen“, kündigte Kohfeldt an. Sein Team agierte lethargisch, bettelte quasi um den nächsten Treffer und bekam ihn auch: Thomas Müller ließ Nuri Sahin schlecht aussehen, passte in die Mitte, wo Werders Abwehrchef Niklas Moisander den Ball unglücklich an Gnabrys Knie lenkte – und von dort landete die Kugel im Netz (50.). Ein richtig ärgerliches Tor, das seinen Ursprung in einem unkonzentrierten Spielaufbau hatte. Kurios: In seiner Saison im Werder-Trikot hatte Gnabry nur einmal im Weserstadion getroffen. Nun traf er für Bayern doppelt.

Die Bremer Aufholjagd war maximal eine Annäherung. Nur einmal kamen die Gastgeber noch gefährlich vor das Bayern-Tor, doch Kruse schoss nach guter Pizarro-Vorarbeit knapp neben das Tor (77.). Kohfeldts Umstellung auf Dreierkette nach der Verletzung von Innenverteidiger Milos Veljkovic (Adduktorenprobleme) brachte nicht wirklich viel. Werder konnte an diesem Nachmittag nicht die nötige Wucht entwickeln.

Kohfeldt rechnet fest mit Sieg gegen Düsseldorf

Das lag natürlich auch an den starken Bayern. „Wir haben ein außerordentlich gutes Spiel gemacht“, schwärmte Kovac. Aber bei Werder schaffte es auch kaum ein Profi ans Limit, Top-Einkauf Davy Klaassen war gegenüber seinen guten Auftritten im ersten Saison-Viertel kaum wiederzuerkennen. Genauso wie Maximilian Eggestein. „Wir hatten oft einen Spieler, der den Unterschied gemacht hat, wie zum Beispiel Maxi mit seinen Toren“, meinte Langkamp. Diese Extraklasse fehle der Mannschaft nun.

Genauso wie im nächsten Spiel Abwehrchef Moisander, der sah für ein taktisches Foul in der Nachspielzeit noch Gelb-Rot und ist gegen Düsseldorf gesperrt. An der Zielsetzung für die Partie gegen den Aufsteiger ändert das nicht, Kohfeldt rechnet fest mit drei Zählern: „Dann sind wir wieder in der Bahn.“

Fotostrecke: Gnabry schießt Bayern zum Sieg gegen Werder

Werder Bremen gegen Bayern München
Werder Bremen gegen Bayern München © gumzmedia
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SV Werder Bremen - FC Bayern München
SV Werder Bremen - FC Bayern München © dpa
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