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Werders 12. Mann im Weserstadion.

Für das DFB-Pokal-Halbfinale

Feurig auch ohne Bengalos - so wünscht sich Kohfeldt die Fans

Bremen – Den Matchplan für die Mannschaft gibt es erst in der Abschlussbesprechung vor dem Spiel. Erstmals hat Florian Kohfeldt jetzt aber auch einen Matchplan für die Fans erstellt. Was er sich für das DFB-Pokal-Halbfinale gegen die Bayern erhofft?

Absolut faire Unterstützung („Wir brauchen keine Bengalos“), eine gewisse Frusttoleranz, wenn es nicht so laufen sollte wie gewünscht, und ansonsten die gleiche Leidenschaft wie vor drei Jahren im Saisonendspurt, als sich Werder mit Hilfe der Fans in der Liga hielt. „Der Riesenunterschied zu den Vorjahren ist aber: Jetzt geschieht nichts mehr aus Existenznot, sondern aus purer Freude“, so Kohfeldt.

Von der (Vor)Freude sind die meisten Bremer Fans schon seit Wochen infiziert, die Aussicht auf das elfte Pokalfinale der Club-Geschichte setzt sie unter Strom. Bayern-Coach Niko Kovac spürt das sogar aus der Ferne, nennt Bremen „die elektrisierte Stadt“.

Und so ist es tatsächlich, vermutlich wird es am Mittwoch gewaltig knistern rund ums Weserstadion. Die Menschen hängen bereits Fahnen an die Balkone und Trikots an die Fenster. Bremen wird immer grün-weißer – alles für den SV Werder, alles für das große Ziel, das Finale und in letzter Konsequenz den internationalen Wettbewerb zu erreichen. „Wir nehmen das wahr. Und die Mannschaft kann stolz darauf sein, dass sie sich das erarbeitet hat“, meint Kohfeldt, der zu Zeiten der Greenwhite-Wonderwall als Co-Trainer dabei gewesen war.

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Ein überwältigendes, beeindruckendes Erlebnis war es damals, aber auch ein beklemmendes. Kohfeldt verrät, wie es in ihm ausgesehen hatte: „Ich habe gedacht: Oh, Mann, die ganzen Fans sind auch noch da, wenn wir verloren haben sollten.“ Da war Angst dabei. Doch das ist diesmal anders. „Dieses Gefühl habe ich diesmal nicht.“ Denn es geht am Mittwochabend um etwas Gutes, nicht gegen etwas Schlechtes.

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Fans stehen gegen Bayern wieder Spalier für den Bus

Dass die Fans vor dem Stadion wieder ein Spalier für den Mannschaftsbus bilden, ist bereits unter den einzelnen Fan-Gruppen verabredet worden. Und dann im Stadion soll das Team zum Sieg über den großen FC Bayern getrieben werden. Kohfeldt freut sich auf die Unterstützung, hat aber einen Wunsch an alle: „Jetzt der Matchplan für die Fans: Es kann im Spiel auch einFrusterlebnis geben. Das kann ein Gegentor sein. Das kann aber auch sein, dass es uns nicht gelingt, so Druck auszuüben, wie wir es wollen. Ich verspreche jedem, dass wir es versuchen werden, das wird immer der Plan sein. 

Wenn es aber trotzdem nicht funktioniert, dann bitte nicht das Gefühl entwickeln: Die wollen ja gar nicht. Nein, gerade dann wäre es geil, wenn alle da wären. Dann könnte es ein Riesenvorteil für uns werden.“ Denn dieses Vertrauen, „dass da jemand hinter dir steht und dir Energie gibt, das kann gar nicht zuviel sein. Es ist wirklich dieses Empfinden, dass da einer mehr auf dem Platz steht als sonst.“

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