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Werder-Profis Zlatko Junuzovic und Marco Friedl.

Bei Werders Heimspiel gegen Leipzig steht das Nachbarland wieder besonders im Fokus

Unter österreichischem Einfluss

Bremen. Es war die Premiere von Marco Friedl, und der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt werden können. Zum ersten Mal saß der 20-Jährige am Freitag mit auf dem Podium im Medienraum des Weserstadions und beantwortete dort Fragen während der Pressekonferenz.

Da der Linksverteidiger in Werders kommendem Heimspiel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder zum Einsatz kommen und den verletzten Ludwig Augustinsson vertreten wird, passte das ganz hervorragend. Aber nicht nur deswegen, denn Marco Friedl stammt aus Österreich, wodurch er während der Partie gegen RB Leipzig einen Teil zum großen „Austria-Treffen“ an der Weser beiträgt.

Rückblende, 18. März 2017: Werder feiert einen klaren 3:0-Heimsieg gegen Leipzig, die Torschützen heißen Zlatko Junuzovic, Florian Grillitsch und Florian Kainz – und stammen allesamt aus der Alpenrepublik, ebenso wie der am Ende geschlagene Leipzig-Coach Ralph Hasenhüttl. „Kaiserschmarrn-Sieg“, „Werders optimalen Österreicher“, lauten später die Schlagzeilen – und auch das kommende Duell in Bremen steht wieder unter großem Einfluss aus Österreich.

„Eine gewisse Sympathie“ für RB Leipzig

Friedl, dazu Junuzovic und Kainz – Werder hat auch nach dem Abgang von Grillitsch nach Hoffenheim noch drei Profis aus dem Nachbarland im Kader. Dazu kommen Sportpsychologe Andreas Marlovits und Athletiktrainer Günther Stoxreiter. Bei Leipzig ist Hasenhüttl noch im Amt, er coacht die Ösi-Profis Stefan Ilsanker, Konrad Laimer (Friedl: „Ein guter Freund von mir“) und Marcel Sabitzer. 

RB-Gönner und Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz kommt ebenfalls aus der Alpenrupublik. „Eine gewisse Sympathie“ empfindet Friedl deshalb für RB Leipzig, noch mehr allerdings für den anderen Red-Bull-Club RB Salzburg, der gerade erst ins Halbfinale der Europa-League eingezogen ist. „Dieser Mannschaft muss man gratulieren“, findet Friedl, der sicher nichts dagegen hätte, wenn auch ihm am Sonntagabend gratuliert werden würde.

Marco Friedl in der Werder-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen RB Leipzig.

„Für mich geht es darum, dass ich möglichst erfolgreich spiele und der Mannschaft damit helfe“, sagte Friedl. Eine Kampfansage an Augustinsson war das nicht. Bayern-Leihgabe Friedl weiß, dass er hinter dem Schweden in der Rolle des Herausforderes bleiben wird. 

Und noch etwas weiß der 20-Jährige – nämlich wie der offizielle Sprachgebrauch bei Werder funktioniert: „Wir stecken noch im Abstiegskampf und schauen nicht nach oben.“ Ein Sieg im Österreich-Duell gegen Leipzig könnte das schnell ändern.

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