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Ishak Belfoldil verpasst das Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Vor dem Wolfsburg-Spiel

Wegen Schneechaos in Paris: Belfodil muss auf die Tribüne

Bremen - Sachen gibt's! Weil er beinahe zwei Tage am Flughafen in Paris festhing, steht Ishak Belfodil am Sonntag nicht im Werder-Kader für das Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Der Angreifer, der mit Erlaubnis von Trainer Florian Kohfeldt seine Familie besucht hatte, war laut Vereinsmitteilung im Pariser Schneechaos gefangen. Am Mittwochnachmittag war Belfodil nach Paris geflogen. Er wollte den trainingsfreien Donnerstag nutzen, er hatte artig gefragt, er hatte das Okay bekommen und er wollte zum Training am Freitagnachmittag wieder zurück sein. Was aber nicht klappte.

Der Schnee in Paris war schuld. Flüge fielen aus, Züge standen still, Straßen waren gesperrt. Zwar hoben einige Maschinen ab, wenige wohl auch nach Hannover oder Hamburg, doch Belfodil blieb in Paris sitzen. Kohfeldt beteuert: „Wir haben alles probiert, dass er es nach Bremen zurückschafft, haben auch den Thalys (Schnellzug von Paris nach Köln, d. Red.) gecheckt.“ Aber nichts ging oder hätte gereicht, um den Spieler pünktlich nach Bremen zurückzubringen. „Für dieses Schneechaos kann niemand etwas“, sagt Kohfeldt, der sich im Nachhinein dennoch ärgert, Belfodil den Trip erlaubt zu haben.

Jojo Eggestein rückt für Belfodil nach

„Normalerweise bin ich in einer englischen Woche auch kein Freund solcher Aktionen. Aber familiäre Gründe sind okay, finde ich. Und wir hatten von Mittwochmittag bei Freitagnachmittag die maximale Zeit zwischen den Trainingseinheiten.“ Er weiß allerdings: Gut sieht das Ganze nicht aus. „Wenn man fragt, ob das fahrlässig war, ist das berechtigt. Ja, vielleicht war es das“, sagt Kohfeldt. Belfodil verpasste nach der Einheit am Freitag auch das Abschlusstraining am Samstag. Am Abend sollte er aber zurück sein und danach noch individuell trainieren.

Zwar richtet niemand einen Vorwurf an Belfodil, gegen Wolfsburg wird der Angreifer trotzdem auf die Tribüne müssen. „Wir haben uns in den Tagen, in denen er nicht da war, auf das Spiel vorbereitet. Das hat Ishak verpasst“, begründet Kohfeldt. Für Belfodil rückt Johannes Eggestein in den Kader: „Ich habe ja immer gesagt, wie nahe er dran ist.“ Und es wäre ein schlechtes Zeichen an den jungen Stürmer gewesen, wenn Belfodil trotz seiner Schneepause in Paris den Vorzug bekommen hätte. „Das“, so Kohfeldt, „kann ich nicht machen“.

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