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Werder-Trainer Florian Kohfeldt dürften die Personalentscheidungen gegen Mainz 05 besonders schwer fallen.

Trainer vor harten Personalentscheidungen

Wen streicht Kohfeldt gegen Mainz?

Bremen - Das Wort Luxusproblem ist eine im Fußball arg strapazierte Vokabel. Es beschreibt die aktuelle Situation von Florian Kohfeldt aber einfach auch ziemlich gut. Der Werder-Trainer hat für das Spiel gegen Mainz 05 zu viele formstarke Stürmer und zu wenige offensichtliche Streichkandidaten.

„So, wie ich hier sitze, weiß ich noch nicht, wer in der Startelf und wer im Kader ist“, erklärte Kohfeldt glaubhaft bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mainz 05 am Sonntag (18 Uhr, bei uns im Liveticker). „Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass Max Kruse beginnt.“ Die Folge werden harte Personalentscheidungen sein, die Spieler enttäuschen werden, die zuletzt gute Leistungen gezeigt haben.

Nur 18 Mann haben im Kader Platz, neben den Langzeitverletzten fällt keiner aus, Philipp Bargfrede und Niklas Moisander kehren außerdem wieder ins Team zurück. Das könnte schwere Zeiten bedeuten für einen wie Kevin Möhwald, der bei Vollbesetzung schon häufiger auf der Tribüne Platz nehmen musste. Allerdings hatte Kohfeldt ihn in den letzten vier Pflichtspielen immer eingewechselt.

Am schwierigsten werden aber die Entscheidungen in der Offensive. Zuletzt hatte Kohfeldt meist sechs Angreifer im Kader - drei in der Startelf und drei auf der Bank. Sieben sind derzeit fit. Und das Pokalspiel gegen Weiche Flensburg hat Kohfeldt die Entscheidung sicher nicht einfacher gemacht, wer spielen soll und wer nicht. In Abwesenheit der bisher in der Saison gesetzten Kruse und Yuya Osako erzielten Florian Kainz und Claudio Pizarro je ein Tor, Martin Harnik sogar zwei. Zumindest Kainz und Harnik sind in dieser Saison die ganz klassischen Pendler zwischen Startelf und Bank.

Zu dem Pendlerkreis könnte fortan auch Johannes Eggestein gehören, der bei seinem Debüt in der Anfangsformation gegen Flensburg „seine Sache sehr gut gemacht“ hat, sagte Kohfeldt. Ein Anspruch für das Spiel gegen Mainz ließe sich daraus aber nicht ableiten: „Er ist eine Option, wie er das aber auch schon die ganze Saison war.“

Rashica wieder auf der Tribüne?

Claudio Pizarro, vor der Saison noch als erster Streichkandidat in der Offensive gehandelt, hat sich mit guten Leistungen und zwei Toren in den letzten zwei Spielen inzwischen unverzichtbar gemacht. „Ich will keine Garantie aussprechen, aber Claudio bringt Merkmale mit, die wir sonst nicht im Kader haben“, lobte Kohfeldt.

Also erwischt es wieder Milot Rashica wie schon vor einigen Wochen? Nicht so schnell! „Nach einem kleinen Tief hat er wieder einen guten Eindruck hinterlassen“, betonte Kohfeldt und lobte dessen verbessertes Defensivverhalten. Florian Kohfeldt hat derzeit definitiv ein Luxusproblem.

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