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Das dicke Grinsen kommt nicht von Ungefähr: Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat Bock auf die Crunch-Time der Bundesliga-Saison.

Werder will auch Berlin überraschen

Mit den richtigen Schlüsseln in die schönste Zeit der Saison

Bremen - Florian Kohfeldt könnte es kaum besser gehen. Okay, die Tabelle präsentiert sich noch nicht nach Wunsch des Werder-Trainers, sein Team rangiert nur auf Platz zehn, will aber unter die ersten sechs, um nach Europa zu kommen. Aber es gibt mehr als nur Hoffnung, um die „schönste Zeit der Saison“, wie Kohfeldt die nun anstehende Phase nennt, optimistisch in Angriff zu nehmen.

„Wir haben Schlüssel gefunden, um Spiele auch ohne unsere eigentliche Spielidee zu gewinnen. Damit haben wir unser Repertoire erweitert“, sagt Kohfeldt und bedankt sich bei seiner Mannschaft: „Sie hat mir vertraut und sich getraut, entgegen unseres eigentlichen Ansatzes gegen Dortmund auch mal 70 Minuten lang fast nur zu verteidigen.“ Gegen Augsburg sei dann der Konter ein wichtiger Teil des Matchplans gewesen, und die Mannschaft habe im Spiel zudem entschieden, dass eine defensivere Haltung diesmal die bessere Option sei. 

Werder jetzt noch unberechenbarer

Also weg vom Ballbesitzfußball, auch mal den Gegner machen lassen, um dann eiskalt zuzuschlagen. In Dortmund brachte es den Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals, gegen Augsburg einen 4:0-Heimsieg. Beides sollen Ausnahmen bleiben, denn von seiner Grundidee will Kohfeldt nicht abweichen, aber er freut sich, breiter aufgestellt zu sein.

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Was also am Samstag ab 18.30 Uhr in Berlin passieren wird, keiner kann sich sicher sein – schon gar nicht der Gegner. Und das macht Kohfeldt natürlich Spaß, er will mit seiner Mannschaft nicht ausrechenbar sein, so wie es irgendwann in der Hinrunde ein bisschen wirkte. Werder befindet sich in der nächsten Entwicklungsstufe und will dabei gleichzeitig punkten. „Jetzt beginnt die Zeit im Fußball, in der die Entscheidungen fallen“, sagt Kohfeldt und grinst zufrieden: „Das ist die schönste Zeit. In dieser Phase willst du einfach nur noch in einen Flow rein und spielen, spielen, spielen." Und anders als in den vergangenen Jahren muss Werder nicht um den Klassenerhalt bangen, bei 15 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz ist das unnötig. 

Kohfeldt: „Wir werden fokussiert und aggressiv sein“

Jetzt kann wirklich etwas erreicht werden, die internationalen Plätze warten darauf, von Werder erobert zu werden. Berlin ist dabei eine große Hürde, aber keine unüberwindbare. Das Hinspiel gewannen die Bremer mit 3:1. Es dürfte also richtig spannend werden im Olympiastadion. Und in Sachen Motivation hat Kohfeldt dabei offenbar leichtes Spiel: „Es ist in der Kabine zu spüren, dass die Mannschaft weiß, worum es jetzt geht. Ich muss da nicht eigens auf etwas hinweisen. Wir werden fokussiert und aggressiv sein."

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