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Yuya Osako (hier beim DFB-Pokalspiel gegen Flensburg) saß gegen Gladbach erstmals in der Bundesliga nur auf der Werder-Bank.

Kohfeldt lobt Einstellung des Japaners

Osako hält sich selbst für nicht frisch genug

Bremen - Wenn Yuya Osako gesund war, dann hat er in der Bundesliga auch immer für Werder gespielt – und zwar jeweils von Beginn an.

Gegen Mönchengladbach war das nun anders. Erstmals saß der Japaner nur auf der Bank und wurde bei der 1:3-Pleite nicht mal mehr eingewechselt. Was war da los?

„Ich habe mit Yuya unter der Woche gesprochen“, berichtete Trainer Florian Kohfeldt: „Wir waren uns einig, dass bei ihm im Moment die letzte Frische nicht da ist.“ Kohfeldt begründet dies mit Osakos WM-Teilnahme und seiner Länderspielreise im Oktober. Das sei anstrengend gewesen, das habe Osako durchaus in den Knochen gesteckt. Und der Kader lasse es zu, in so einem Moment zu reagieren. „Wir haben ja die Alternativen, das aufzufangen“, sagt Kohfeldt, der gegen Gladbach Martin Harnik für Osako brachte.

Osako reist wieder zur Nationalmannschaft

„Das stellt aber Yuyas grundsätzlichen Status bei uns überhaupt nicht infrage. Er ist ein sehr wichtiger Spieler“, betont Kohfeldt, der lediglich in Augsburg auf den Angreifer wegen einer Magen-Darm-Grippe verzichten musste. Er ist ein Osako-Fan, wollte ihn unbedingt aus Köln loseisen. Das klappte schließlich auch für eine Ablöse von sechs Millionen Euro. Sportlich konnte der 28-Jährige durchaus überzeugen, wenngleich die Ausbeute von zwei Tore für einen Angreifer durchaus ausbaufähig ist.

Fotostrecke: Das ist Yuya Osako

Osako wurde in Japan bei Kashima Antlers Profi. Im Januar 2014 verließ er seine Heimat Richtung Deutschland.
Osako wurde in Japan bei Kashima Antlers Profi. Im Januar 2014 verließ er seine Heimat Richtung Deutschland. © imago
Sein erster Club in Europa war 1860 München. Beim damaligen Zweitligisten blieb er bis Sommer 2016.
Sein erster Club in Europa war 1860 München. Beim damaligen Zweitligisten blieb er bis Sommer 2016. © imago
Danach schloss sich Osako dem 1. FC Köln an, spielte 108 Mal in der Bundesliga und erzielte 15 Tore.
Danach schloss sich Osako dem 1. FC Köln an, spielte 108 Mal in der Bundesliga und erzielte 15 Tore. © imago
Nach dem Abstieg der Kölner wechselt Osako zu Werder Bremen.
Nach dem Abstieg der Kölner wechselt Osako zu Werder Bremen. © imago
Nicht ganz unschuldig am Osako-Coup war Claudio Pizarro. Die Werder-Legende spielte eine Saison mit Osako bei Köln und riet dem 27-Jährigen zum Transfer.
Nicht ganz unschuldig am Osako-Coup war Claudio Pizarro. Die Werder-Legende spielte eine Saison mit Osako bei Köln und riet dem 27-Jährigen zum Transfer. © imago
Der Japaner hat seinen Medizincheck am Bremer Krankenhaus Links der Weser absolviert.
Der Japaner hat seinen Medizincheck am Bremer Krankenhaus Links der Weser absolviert. © Lenhart
Der Osako-Wechsel wurde kurz nach Saisonende 2017/2018 bekanntgegeben.
Der Osako-Wechsel wurde kurz nach Saisonende 2017/2018 bekanntgegeben. © gumzmedia
Der Japaner posiert erstmals im Bremer Weserstadion.
Der Japaner posiert erstmals im Bremer Weserstadion. © gumzmedia
Yuya Osako spielt aktuell für den SV Werder Bremen.
Yuya Osako spielt aktuell für den SV Werder Bremen. © imago
Yuya Osako ist japanischer Nationalspieler. Bei der WM 2014 schied er nach der Vorrunde aus.
Yuya Osako ist japanischer Nationalspieler. Bei der WM 2014 schied er nach der Vorrunde aus. © imago
Bei der WM 2018 in Russland führten die Japaner schon mit 2:0 gegen Belgien im Achtelfinale, mussten sich aber am Ende 3:2 geschlagen geben.
Bei der WM 2018 in Russland führten die Japaner schon mit 2:0 gegen Belgien im Achtelfinale, mussten sich aber am Ende 3:2 geschlagen geben. © imago
Yuya Osako trifft beim Asien-Cup 2019 viermal und ist Top-Torschütze für Japan - am Ende wird er nach einer 1:3-Finalniederlage gegen Katar Zweiter mit seiner Nationalmannschaft.
Yuya Osako trifft beim Asien-Cup 2019 viermal und ist Top-Torschütze für Japan - am Ende wird er nach einer 1:3-Finalniederlage gegen Katar Zweiter mit seiner Nationalmannschaft. © imago

Kohfeldt ist trotzdem zufrieden und hebt die menschliche Komponente noch hervor: „Ich bin froh, dass man mit ihm ein so offenes und ehrliches Gespräch führen kann, und er auch selbst sagt, dass der letzte Tick geistige Frische nicht da ist.“

Das Problem an der Geschichte: Besserung ist nicht in Sicht. Osako reist in dieser Länderspielpause erneut in seine Heimat. Und im Januar wird er Werder wegen seiner Teilnahme an der Asienmeisterschaft gar nicht zur Verfügung stehen.

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