Martin Harnik und Davy Klaassen im Fokus: Beenden die Bremer die Sieglos-Serie gegen Bayern?

Zehn Jahre sieglos gegen Bayern – wer kann das ändern?

Werder sucht die „Serien-Killer“

Bremen - Es war der 20. September 2008, ein Tag, der viele stolze Bremer hervorbrachte. Sie hießen Markus Rosenberg, Mesut Özil, Naldo, Claudio Pizarro, und sie waren die Torschützen beim 5:2-Sieg des SV Werder beim FC Bayern. Bis heute ist dieser Sieg das letzte Glanzstück, das den Bremern gegen die Münchner geglückt ist.

Seither gab es keinen Sieg mehr. Am Samstag treten wieder elf Männer in Grün und Weiß an, um diese Sieglosphase endlich zu beenden. Doch wer ist bei Werder aktuell wirklich in der Lage, gegen den Rekordmeister zum „Serien-Killer“ zu werden? Max Kruse steckt im Leistungsloch, andere müssen es reißen. Wer? Diese Vier!

Davy Klaassen

Er ist als Mittelfeldspieler so torgefährlich wie kaum ein anderer. Der Niederländer hat dieses Gespür eines Stürmers, wo im Strafraum der Ball landet – und dann fackelt er nicht lange. Bei Ajax Amsterdam schwärmen sie noch immer davon, bei Werder gab es davon bislang nur Kostproben zu sehen. Aber wenn Klaassen trifft, dann gewinnen die Bremer auch – wie gegen Wolfsburg und in Augsburg. Der 25-Jährige kann dem Werder-Spiel – gerade mit seiner Handlungsschnelligkeit – noch mehr seinen Stempel aufdrücken. Und wenn er es wirklich zurück in die holländische Nationalmannschaft schaffen will, dann kann dieses Bayern-Spiel die perfekte Bewerbung werden.

Nuri Sahin

„Er erweitert unsere Möglichkeiten“, hatte Sportchef Frank Baumann bei Sahins Verpflichtung gesagt. Gemeint waren vor allem die Pässe hinter eine Abwehrkette, die Sahin im Trikot des BVB so famos zu spielen vermochte. Bei Werder hat er dieses Können zwar noch nicht so oft gezeigt. Doch gegen die Bayern könnte der 30-Jährige mit seinem feinen Füßchen sehr wichtig werden. Fortuna Düsseldorf knackte die Münchner beim 3:3 am vergangenen Wochenende gleich zweimal mit langen Pässen über die aufgerückten Verteidiger. Und Werder-Coach Kohfeldt hat bereits angedeutet, dass sein Team auf diese Situationen lauern wird: „Konter werden mit Sicherheit ein Teil unseres Spiels sein.“

Fotostrecke: So lief das Abschlusstraining vor dem Bayern-Spiel

Werder beim Abschlusstraining am Freitag.
Werder beim Abschlusstraining am Freitag. © gumzmedia
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Werder beim Abschlusstraining am Freitag.
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Werder beim Abschlusstraining am Freitag. © gumzmed ia
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Werder beim Abschlusstraining am Freitag.
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Werder beim Abschlusstraining am Freitag.
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Niklas Moisander

Keine Frage: So wackelig wie zuletzt darf sich Werders Abwehr gegen die Bayern nicht präsentieren. Wenn doch, wird’s übel ausgehen für die Bremer. Moisander ist derjenige, der eine Abwehrkette organisieren muss, von der noch nicht klar ist, mit wie vielen Spielern Florian Kohfeldt sie bestücken wird. Probiert es der Trainer gegen die schnellen Bayern-Außen trotz schlechter Vorerfahrungen in dieser Saison erneut mit einer Dreierkette, die zu einer Fünferkette aufgeblasen werden kann? Oder belässt er es bei einer Viererkette? Wie auch immer: Moisander ist der entscheidende Mann, der Kommandogeber, der Routinier und Kopf der Bremer Defensive. Sein Hauptauftrag: Einen Drahtseilakt zu vollführen, der nur den wenigsten Teams gelingt. Entweder den schnellen Außen den Weg versperren oder aber das Zentrum verbarrikadieren – eins geht nur. „Du musst dich immer entscheiden, was du tust“, sagt Trainer Florian Kohfeldt, der darauf hofft, dass Moisander jeweils das richtige Gespür für die Situation hat.

Martin Harnik

„Kruse und ich – das passt einfach“, hat Harnik im Sommer noch geschwärmt. Doch nur einmal baten die beiden Jungs vom Dorf bislang im Weserstadion zum Tanz – beim 3:1 gegen Hertha BSC. Harnik gelang dabei sein bislang einziger Saisontreffer. Das ist viel zu wenig für einen Stürmer. In Freiburg war er aber zwei Mal schon wieder ganz nah dran. Jetzt sollte der 31-Jährige endlich wieder liefern oder zumindest Tore vorbereiten. Das ist er allein schon seinem Kumpel Max schuldig. Gegen Bayern soll er bei Kontern in die Räume stoßen, die Nuri Sahin (oder Klaassen oder Kruse) anspielen wird.

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