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Lamine Sane kann gegen RB Leipzig auflaufen.

Hält die Bremer Serie auch in Leipzig?

Nouri: "Viele Aufgaben zu lösen"

Bremen - Als die Werder-Profis um kurz nach zwei zum Abschlusstraining aus der Kabine kamen, wurde das letzte Fragezeichen durch ein Ausrufezeichen ersetzt: Ja, Lamine Sane war dabei. Ja, Lamine Sane kann gegen RB Leipzig (Sonntag, 15.30 Uhr, Red-Bull-Arena) auflaufen. Werder-Trainer Alexander Nouri könnte somit die gleiche Elf aufbieten, die am vergangenen Spieltag auch den 2:1-Sieg gegen Bayer Leverkusen auf den Weg gebracht hatte.

Die selben Spieler, das selbe Ergebnis – so in etwa stellen sich die seit drei Spielen ungeschlagenen Bremer den Nachmittag in Leipzig vor. Allerdings wissen alle in Grün und Weiß, was Werder-Sportchef Frank Baumann in wenigen Worten formuliert: „Leipzig ist kein normaler Aufsteiger. Sie stehen nicht zu Unrecht dort oben.“ Auf Rang drei nämlich. Powerfußball, über den die Liga staunt, hat die „Bullen“ dorthin gebracht. „Ich kenne diese Mannschaften“, sagt Innenverteidiger Sane, „die steigen auf und fühlen sich dann erstmal unbesiegbar.“

Bisher hat sich tatsächlich noch kein Team gefunden, dass die Leipziger in die Niederlage gezwungen hat. Dabei ist das Spiel des Liga-Neulings längst dechiffriert – jeder kennt das leidenschaftlich vorgetragene Angriffspressing, die schnellen Attacken auf den ballführenden Spieler. Und doch ist es so schwer, sich dem zu entziehen. Alexander Nouri sagt, es gibt „viele Aufgaben, die wir lösen müssen“. Im Wesentlichen sind es diese: „Wir müssen mit wenigen Ballkontakten aus der eigenen Hälfte kommen.“ Und: „Das Leipziger Spiel eröffnet auch Räume. Die müssen wir nutzen.“ Beides zusammen bedeutet: Kein Kleinklein, sondern lange, klare Bälle dorthin, wo die Leipziger nicht sind.

Vor allem muss aber die Einstellung wieder die sein, die die Bremer in den vergangenen drei Partien zu sieben Punkten geführt hat. Oder wie Lamine Sane es sagt: „Wir müssen jetzt zusammenbleiben, um in Leipzig vielleicht das nächste Erfolgserlebnis zu feiern.“ Gelinge dies, wäre der Schritt raus aus dem Tabellenkeller erstmal geschafft. „Dann“, so Sane, „können wir ein bisschen aufatmen.“

csa

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