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Jubelnde Leipzig-Profis

Vor dem achten Bundesliga-Spieltag

RB Leipzig im Schnellcheck

Bremen – Nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Bayer Leverkusen muss Werder Bremen am Sonntag (15.30 Uhr) erstmals in einem Pflichtspiel beim Aufsteiger RB Leipzig antreten. „Die Roten Bullen“ sind nach sieben Spieltagen noch ohne Niederlage.

Aktuelle Form (USS)
15 Punkte stehen bisher auf dem Konto der Leipziger – davon sieben Zähler aus den letzten drei Partien. Nachdem sich RB beim Auswärtsspiel in Köln mit einem 1:1-Remis zufrieden geben musste, folgten zwei knappe Siege. Das Team von Ralph Hasenhüttl schlug den FC Augsburg im eigenen Wohnzimmer mit 2:1. Am vergangenen Spieltag holten die „Bullen“ einen 1:0-Sieg beim VfL Wolfsburg.

Star der Mannschaft
Mit Emil Forsberg, Willi Orban und Yussuf Poulsen lassen sich gleich mehrere Akteure beim Aufsteiger hervorheben. Forsberg war in der vergangenen Saison RBs bester Scorer. Acht Mal traf er selbst ins Eckige, sieben Mal legte er einen Treffer vor. Auch aktuell ist der 24-Jährige mit drei Toren und zwei Assists die stärkste Offensivkraft bei Leipzig. Orban, der hingegen dafür zuständig ist, Tore zu verhindern, gibt in der Abwehrreihe den Ton an. Der Innenverteidiger verpasste in der aktuellen Saison noch keine Spielminute, führte das Team zudem drei Mal als Vertreter des etatmäßigen Kapitäns Dominik Kaiser auf den Rasen. Ein weiterer wichtiger Baustein im RB-Team ist Angreifer Poulsen. Der 1,93 Meter große Strafraum-Stürmer ist in der Spitze absolut gesetzt und sucht stets den schnellen Zug zum Tor.

Hasenhüttls Himmelsstürmer

Der Trainer
Als Ex-Coach von FC Ingolstadt galt Hasenhüttl in der vergangenen Spielzeit als Retter vor dem Abstieg. Heute lautet sein neuer Arbeitgeber RB Leipzig. Mit den „Bullen“ steht der Nachfolger von Ralf Rangnick aktuell im oberen Tabellendrittel – weit weg von der Abstiegszone. Das kommt nicht von ungefähr. Der Chefcoach lässt in einem 4-2-2-2-System spielen und baut auf Pressing sowie Konter – bisher mit großem Erfolg. Leipzigs Doppelspitze lässt sich bei gegnerischem Ballbesitz fallen, um das Zentrum eng zu machen, sodass der Gegner schon im Spielaufbau Schwierigkeiten bekommt. Eine klassische Manndeckung gibt es dabei nicht und ein Pass ins Zentrum soll durchaus mal zugelassen werden, um dann in Überzahl den Ballführenden zu umkreisen. Bei eigenem Ballbesitz fordert Hasenhüttl Flexibilität. Im Angriffsspiel sind den Offensivkräften keine Grenzen gesetzt. Das aktuelle Sturm-Duo – bestehend aus Poulsen und Timo Werner – kann sich frei bewegen: mal das Zentrum und mal die Außen besetzen. Die Mittelfeldakteure rücken dementsprechend auf die freien Positionen im Zentrum oder Rückraum. Somit gehen die Flügelspieler auch problemlos als Zehner durch.

Verletzte und gesperrte Spieler
Marcel Sabitzer zog sich im letzten Spiel einen Außenbandriss im rechten Sprunggelenk zu und fällt aus. Bereits seit Mitte September müssen die Leipziger auf Linksverteidiger und Olympia-Teilnehmer Lukas Klostermann verzichten, der sich im Training einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte und ebenfalls noch über einen längeren Zeitraum fehlen wird. Ken Gipson muss aufgrund einer Sprunggelenksfraktur aussetzen.
kso

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