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Florian Kainz oder Jerome Gondorf? Einer von den Beiden könnte den verletzten Katitän Zlatko Junuzovic ersetzen.

So könnte Werder gegen Leipzig spielen

Aufstellung: Spielt nun Kainz für Junuzovic – oder Gondorf?

Bremen - Als die erste echte Übung beim Abschlusstraining begann, da waren sie am Freitagmittag wieder vereint: Kohfeldts elf Freunde.

Es sah ganz danach aus, als würde der neue Werder-Coach Florian Kohfeldt auch in seinem dritten Spiel am Samstag bei RB Leipzig auf dieselbe Startformation vertrauen. Doch das Thema hatte sich nach dem Training erledigt: Überraschend verkündete Werder den Ausfall von Zlatko Junuzovic, der die komplette Einheit absolviert hatte. Der Kapitän klagt über muskuläre Probleme und reist nicht mit nach Leipzig.

Und nun? Die naheliegendste Variante wäre, wenn Florian Kainz auf der linken Außenbahn Junuzovic ersetzen würde. Dann müsste Kohfeldt sein System nicht ändern, das beim 4:0 gegen Hannover 96 so gut funktioniert hat. Aber Kainz ist ein ganz anderer Spielertyp als Junuzovic, er kommt über die Dribblings, geht gerne in ein risikoreiches Eins-gegen-Eins. Kann sich das Werder in Leipzig wirklich erlauben? Es ist durchaus denkbar, dass Jerome Gondorf in die Startelf rückt und Kohfeldt dafür im Mittelfeld etwas umbaut.

Bargfrede muss Belastungssteuerung fahren

Wer im Tor stehen wird, ist dagegen klar: Jiri Pavlenka, der zahlenmäßig gerade beste Keeper der Bundesliga. Davor dürfte es die bekannte Viererkette mit (von links) Ludwig Augustinsson, Niklas Moisander, Milos Veljkovic und Theodor Gebre Selassie geben. Moisander hatte unter der Woche noch von der Viererkette geschwärmt und betont, dass diese Formation auch viel besser zum Kollegen Augustinsson passen würde. Der Schwede hatte unter Nouri, der eine Dreierkette bevorzugte, im Mittelfeld auf dem linken Flügel gespielt.

Vor der Abwehr war zuletzt Philipp Bargfrede gesetzt. Einziges Problem: Der Sechser hält meistens nur gut eine Stunde durch, dann geht ihm die Puste aus. Möglicherweise eine Folge seines geringeren Trainingspensums. Bargfrede muss aufgrund seiner Kniegeschichte (mehrere Operationen) eine spezielle Belastungssteuerung fahren.

Kruse im Angriff die Nummer eins

Als Achter liefen zuletzt Maximilian Eggestein und Thomas Delaney auf. Das funktionierte vor allem gegen Hannover ziemlich gut. Delaney hatte dabei auch noch den Extrajob, gelegentlich in den Sturm zu rücken. Diesmal dürfte er seine Rolle sicher etwas defensiver interpretieren. Nach Trainingsschluss wirkte der Däne ein wenig besorgt, sprach erst mit einem Physiotherapeuten, dann mit Kohfeldt. Zehenprobleme hatten ihn Anfang der Woche zu einer Trainingspause gezwungen. Doch Kohfeldt gab sogleich Entwarnung: „Thomas kann und wird in Leipzig spielen.“

Im Angriff ist natürlich Max Kruse die Nummer eins – flankiert von Fin Bartels und vielleicht nun Kainz. Das ist schon ziemlich offensiv. Kohfeldt mag es zwar gerne mutig, aber riskiert er das wirklich in Leipzig? Durch den Ausfall von Junuzovic wird es nun richtig spannend, wen der neue Coach aufs Feld schicken wird.

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