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Florian Kohfeldt ist überzeugt, dass Werder Bremen nicht aus der Bundesliga absteigt.

Pressekonferenz vor Spiel gegen Leipzig

Kohfeldt verspricht den Klassenerhalt

Bremen - Den ersten Saisonsieg gegen Hannover 96 hatte er im Vorfeld angekündigt - Florian Kohfeldt sprach nicht davon, dass Spiel gewinnen zu wollen, sondern zu werden.

Damit behielt der Werder-Trainer bekanntlich Recht. Vor dem schweren Auswärtsspiel beim Tabellendritten RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr) ging der 35-Jährige am Donnerstag sogar noch einen Schritt weiter - und versprach den Klassenerhalt. „Am Ende werden wir den Nicht-Abstieg haben. Davon bin ich absolut überzeugt“, sagte Kohfeldt.

„Klassenerhalt nicht vor April unter Dach und Fach“

Zwar habe er keine hellseherischen Fähigkeiten, aber eben doch aus zweierlei Gründen die feste Überzeugung an den Klassenerhalt. „Zum einen ist das die Überzeugung in die Qualität des Kaders“, erklärte Kohfeldt, der die Mannschaft nach der Entlassung von Alexander Nouri Ende Oktober übernommen hatte. „Und zum anderen der Charakter des Teams. Beides gibt mir die Sicherheit, dass wir da unten rauskommen.“

Wann genau dieses Ziel in der laufenden Saison erreicht sein soll, das sagte Kohfeldt nicht. Dafür gab Sportchef Frank Baumann einen Zeitpunkt an, der für Mannschaft, Verantwortliche und Fans ein weiteres Mal Zittern bis (fast) zum Schluss bedeuten würde. „Wir werden den Klassenerhalt mit Sicherheit nicht vor April unter Dach und Fach haben“, sagte der 42-Jährige. Angesichts von Werders derzeitigen acht Punkten aus zwölf Spielen eine ziemlich realistische Einschätzung.

Leipzig? „Da kann man schon mal ins Schwärmen geraten“

Die nächste Gelegenheit, ihr Punktekonto aufzustocken, haben die Bremer nun beim Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. „Jeder bei uns ist voll fokussiert auf das Spiel“, berichtete Kapitän Zlatko Junuzovic, der sich über die „große Herausforderung“ mehr als bewusst ist: „So wie Leipzigs Kader bestückt ist, haben sie viele Optionen. Jeder von uns schaut die Spiele in der Champions League. Da kann man schon mal ins Schwärmen geraten.“ Für Werder gehe es aber darum, „dass wir uns auf unsere eigene Philosophie konzentrieren“.

Unter Kohfeldt sieht diese vor, dass Werder mutig spielt, in der Offensive versucht, hinter die Kette des Gegners zu kommen und dass die Defensive dort beginnt, wo der Ball verloren gegangen ist. „Da haben wir systemunabhängig dran gearbeitet“, sagte der Coach - und lobte: „Die Jungs setzen das super um.“ Für das Leipzig-Spiel gab der Trainer übrigens weder Prognose noch Versprechen ab. Er sagte nur: „Es gehört zu unserer Grundphilosophie, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen. Es wird eine riesige Herausforderung, aber wir sollten uns nicht unnötig kleinreden.“

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