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Jede Menge Kultfaktor: Christian Streich ist seit mehr als sechs Jahren Trainer des SC Freiburg.

Star in Zahlen

Christian Streich: Kultiger Kauz

Freiburg - Christian Streich ist schon eine ganz eigene Marke. Der 52-Jährige beeindruckt als Trainer des SC Freiburg und als geerdeter Gesellschaftskritiker. Der Star in Zahlen vor dem Spiel gegen Werder Bremen.

1 Trainer hat der SC Freiburg in seiner gesamten Bundesliga-Geschichte erst entlassen. Marcus Sorg traf es nach erfolgloser Hinserie am 29. Dezember 2011. Christian Streich, zuvor Co-Trainer, wurde sein Nachfolger und wandelt mittlerweile auf den Spuren des ewigen Volker Finke (16 Jahre Cheftrainer).

6 Jahre 1 Monat 16 Tage - Christian Streich ist unter den aktuellen Bundesliga-Trainern der Coach mit der mit Abstand längsten Amtszeit – mehr als doppelt so lange wie der Zweitplatzierte Pal Dardai von Hertha BSC (3 Jahre, 12 Tage).

10 Spiele hat Christian Streich selbst in der Bundesliga bestritten. Das war in der Saison 1989/90 für den FC 08 Homburg. Dazu kommen 64 Spiele in der Zweiten Bundesliga für Homburg, den SC Freiburg und die Stuttgarter Kickers. Aber Fußball-Profi war Streich nicht. Er ist ausgebildeter Industriekaufmann, holte mit 25 das Abitur nach und studierte Germanistik, Sport und Geschichte auf Lehramt.

48,7 Prozent der Stimmen erhielt Christian Streich bei der Umfrage des „kicker“ zum Trainer der Saison 2012/2013. Damit stach er sogar Jupp Heynckes mehr als deutlich aus (23,7 Prozent), der in der Saison das Triple mit dem FC Bayern geholt hatte. Was an Streich so beeindruckend war: Er hatte einen Abstiegskandidaten sensationell in die Europa League geführt.

52 Spieler haben laut „transfermarkt.de“ ihr Debüt in der Fußball-Bundesliga unter Christian Streich als Trainer gefeiert. Der 52-Jährige war selbst jahrelang Jugendtrainer in Freiburg, die Ausbildung von Talenten ist ihm aber nicht nur ein persönliches Anliegen, sondern für die Wettbewerbsfähigkeit der Freiburger unentbehrlich.

222 Millionen Euro für Neymar? Christian Streich hält das für irre, sogar für irreal. „Der Gott des Geldes verschlingt alles“, befand der Freiburger Trainer vergangenen Sommer und hielt eine Grunsatzrede über die Macht des Geldes. Einer von Streichs vielbeachteten fußball- und gesellschaftskritischen Beiträgen. Zuvor hatte er etwa in der Debatte über die Flüchtlingspolitik kleine Plädoyers für die Menschlichkeit gehalten.

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