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Maximilian Philipp ließ im Hinspiel beim Tor zum 1:0 gleich mehrere Werder-Verteidiger alt aussehen...

Vor dem Spiel gegen Werder – der Star in Zahlen

Maximilian Philipp: Früher zu klein, aber heute oho

Freiburg - Maximilian Philipp hat den Durchbruch in den Profi-Fußball längst geschafft, sein Weg geht aber weiter steil nach oben. Von Hertha BSC in der Jugend aussortiert, startet der 23-Jährige beim SC Freiburg richtig durch.

1,55 Meter klein war Maximilian Philipp mit 14 Jahren, ein bisschen schwach auf der Brust und nicht allzu schnell - für seinen damaligen Trainer bei Hertha BSC genügend Gründe, um den gebürtigen Berliner in der U15 auszusortieren. „Da ging für mich zunächst schon eine Welt unter. Ich wusste ja nicht einmal, ob es mit dem Fußball weitergeht. Ich dachte, dass für mich der Traum zu Ende ist“. Mit Unterstützung seiner Eltern ging es aber weiter und über TeBe Berlin und Energie Cottbus zum SC Freiburg, bei dem er zum Profi wurde.

5,5 Millionen Euro betrug Anfang 2017 laut transfermarkt.de der Marktwert des 23-Jährigen, der ihm selbst allerdings etwas unangebracht erscheint:„Ich schäme mich dafür ein wenig, ehrlich gesagt. Ich finde, ich bin keine 5,5 Millionen Euro wert. Ich bin einfach nur ein Mensch, der seine Arbeit macht. Dass da solche hohen Summen aufgerufen werden, finde ich nicht angemessen. Der Markt ist momentan schon ganz schön aufgeheizt.“ Mittlerweile ist Philipps Wert bereits auf sieben Millionen Euro angestiegen.

...und überwand auch Torwart Felix Wiedwald.

14 Spiele benötigte der Stürmer der Breisgauer, um seinen Premieren-Treffer in der Ersten Bundesliga zu erzielen – und das ausgerechnet gegen den Verein, der ihn in der Jugend verstoßen hatte. Am 21. Spieltag der Saison 2014/15 war der SC Freiburg im Berliner Olympiastadion zu Gast und führte gegen Hertha bereits mit 1:0, als der mittlerweile 1,83 Meter große Stürmer in der 52. Minute eine Ecke per Flugkopfball ins Tor wuchtete und das Spiel damit entschied - „mit abartiger Überzeugung“, wie SC-Sportvorstand Jochen Saier sich erinnert. Es sollte Philipps einziger Saison-Treffer bleiben.

18 Jahre war der Wahl-Freiburger alt, als er sich sein erstes Tattoo stechen ließ. „Da konnte ich selbst entscheiden, was ich mit meinem Körper mache. Ich weiß noch, dass meine Mutter nicht begeistert war. Sie fand die Idee trotzdem cool. Es waren die drei Ringe an meinem Arm, die die Geburtsdaten und Namen meiner Eltern drin stehen haben" - und den Spruch „Lebe dein Leben“ im dritten Ring. „Dann habe ich da noch den Spruch ,Hope is not a dream, but a way of making dreams reality.' Übersetzt: ,Hoffnung ist kein Traum, aber eine Möglichkeit, Träume wahr werden zu lassen'. Da habe ich mich von dem Boxerfilm ,South Paw' inspirieren lassen.“

197 Minuten braucht der Freiburger Stürmer im Schnitt für ein Tor in der Bundesliga. Diese Saison erzielte er bislang acht Tore in 20 Spielen und traf auch im Hinspiel gegen Werder zum 1:0. Mit einem „kicker“-Notenschnitt von 3,22 ist Philipp der zweitbeste Feldspieler der Freiburger nach Vincenzo Grifo und wurde in dieser Saison vom Sportmagazin aufgrund seiner Leistungen schon zwei Mal in die „Elf des Tages“ berufen.
fmi

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