+
Domenico Tedesco ist seit Saisonbeginn Trainer bei Schalke 04.

Werder gegen Schalke - Es wird taktisch

Kohfeldt gegen Tedesco: Das Duell der Jahrgangsbesten

Bremen - Es könnte das Taktikduell dieser Bundesliga-Saison werden: Denn am Samstagnachmittag stehen sich zwei ganz besondere Trainer mit ihren beiden Mannschaften gegenüber.

Sowohl Werders Florian Kohfeldt als auch Schalkes Domenico Tedesco haben ihren jeweiligen Lehrgang zum DFB-Fußball-Lehrer 2015 beziehungsweise 2016 als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Die Aussagen der beiden jungen Trainer lassen eine vor allem taktisch hoch interessante Partie erwarten.

„Das wird nicht einfach. Aber wir haben eine klare Idee, wie wir dieses Spiel gewinnen können. Und das ist unser Ziel – auch auf Schalke“, betont Kohfeldt. Der 35-Jährige hat Werder Ende Oktober von Alexander Nouri übernommen und ein ganz anderes Gesicht verpasst. Die Bremer spielen viel offensiver und vertrauen dabei auf die Stärke der ganzen Mannschaft und nicht nur einzelner Spieler.

Kohfeldt mit viel Respekt vor der Klasse des Gegners

„Wir werden auf jeden Fall mit sehr viel Überzeugung mit dem Ball spielen“, kündigt Kohfeldt an. Ansonsten könnte er diesmal aber von seiner Marschroute etwas abrücken – und das liegt an der Taktik des Gegners. „Wir müssen sehr darauf achten, dass Schalke ein sehr hohes, aggressives Pressing spielt. Sie wollen den Ball früh erobern, um kurze Wege zum Tor zu haben“, erklärt der Bremer Fußball-Lehrer und verrät: „Es kann sein, dass unsere grundsätzliche Idee der letzten Wochen, sehr, sehr hoch zu spielen, diesmal nicht sinnvoll ist.“

Das klingt nach hohem Respekt vor der Klasse des Gegners. Doch Kohfeldt wäre nicht Kohfeldt, wenn er nicht noch einen Ausweg aufzeigen würde: „Alles hat seine Kehrseite. Jedes System hat positive Dinge, aber auch Risiken. Die wollen wir ausnutzen.“ Das hohe Pressing des Gegners muss dafür geschickt überspielt werden, um dann die Dreierkette mit Kontern unter Druck zu setzen. Zumindest wäre das ein Plan.

Tedesco: „Werder macht es zurzeit supersupergut“

Tedesco, der Schalke seit Sommer betreut und im oberen Tabellendrittel etabliert hat, weiß natürlich, dass ihm eine knifflige Aufgabe bevorsteht. „Werder macht es zurzeit supersupergut. Mit ein bisschen Glück hätten sie gegen Hertha gewinnen können. Sie haben eine technisch hochversierte Mannschaft“, lobt der erst 32-Jährige seinen nächsten Gegner.

Und der Schalker Fußball-Lehrer geht dabei genauso wie sein Bremer Kollege ins Detail: „Sie geraten nie in Stress. Wenn der Gegner wieder besser steht, kappen sie den Angriff, verlagern noch mal das Spiel und fahren den Konter einfach etwas langsamer.“ Das würde sich Tedesco auch von seiner Mannschaft wünschen: „Wir brauchen Geduld und dürfen den Kopf nicht verlieren.“ Möglicherweise passt auch Tedesco seine Taktik an, lässt nicht so früh pressen wie sonst. Und dann wird möglicherweise sogar noch interessanter, wie die Bremer darauf reagieren und das Spiel letztlich verläuft.

Schon gelesen?

Mögliche Aufstellung: Werder mit Rashica und Viererkette

Naldo im Interview: „Vielleicht kommen wir nach Bremen zurück“

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare