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Josh Sargent (l.) steht gegen Fortuna Düsseldorf erstmals im Werder-Bundesliga-Kader.

Vor Werder-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf

Mögliche Aufstellung: Mit Sargent im Kader und einer Flügelzange auf dem Platz

Bremen - Was steckt hinter der Nominierung von Josh Sargent? Verfolgt Florian Kohfeldt für die Partie gegen Fortuna Düsseldorf einen größeren Plan mit dem US-Stürmer?

Zumindest einen größeren, als den 18-Jährigen gegen den Tabellenletzten nur auf die Ersatzbank zu setzen? Der Werder-Coach hat den ohnehin schon spannenden Personal-Spekulationen vor dem bedeutungsschweren Spiel mit der erstmaligen Sargent-Berufung in den 18er-Kader noch mehr Würze gegeben.

Bisher hat Josh Sargent nur in der U23 spielen dürfen, für die Profis war er lediglich in Testspielen im Einsatz. Doch heute nimmt er eine Klippe, klettert in den Bundesliga-Kader. „Ich bin der Meinung, dass Josh jetzt so weit ist“, erklärt Kohfeldt, der Sargent lange hatte zappeln lassen. Zuletzt hieß es, dass das Talent in der Rückrunde fester Bestandteil des Bundesliga-Teams werden soll. Nun darf er schon mal reinschnuppern.

Florian Kainz kehrt in den Kader zurück

Allerdings ist es auch nicht völlig auszuschließen, dass Kohfeldt jetzt mehr will von Sargent. Für das Sturmzentrum hat Werder im Moment keine Idealbesetzung zu bieten. Max Kruse agiert lieber als hängende Spitze, Martin Harnik sucht seine Form, Claudio Pizarro war zuletzt ein wenig krank und ist mit 40 Jahren auch kein Mann mehr für 90 Minuten. Und ob Yuya Osako überhaupt spielen kann, entscheidet sich erst am Morgen vor dem Spiel. Der Japaner hatte sich einen leichten Infekt eingefangen, absolvierte zwar das Abschlusstraining, gilt aber als unsicherer Kandidat. Wieso also nicht Sargent ausprobieren? Muss ja nicht von Anfang an sein.

Er könnte im 4-3-3 der Adressat für die Flanken sein, die sich Kohfeldt von den Flügeln erhofft. Abgefeuert von Milot Rashica (links) und Johannes Eggestein (rechts). Oder gar von Florian Kainz? Der Österreicher steht erstmals seit drei Spielen wieder im Kader, zwischen ihm und Rashica fällt wohl die Entscheidung über die Besetzung der linken Außenbahn.

In der Abwehr muss Kohfeldt die Stamm-Innenverteidiger Milos Veljkovic (Muskelfaserriss) und Niklas Moisander (Gelb-Rot-Sperre) ersetzen. Dass Sebastian Langkamp und Marco Friedl einspringen werden, ist bekannt. Unklar ist dagegen, was Kohfeldt machen wird, falls im Laufe des Spiels weiteres Personal aus der Viererkette wegbrechen könnte. Als Innenverteidiger-Alternative böte sich Theodor Gebre Selassie an. Der Rechtsverteidiger hatte diese Rolle schon im Finale der vergangenen Saison beim 2:1 in Mainz gespielt – als Notlösung, aber mit Erfolg.

Als möglich Ersatz-Rechtsverteidiger hatte Kohfeldt zuletzt Maximilian Eggestein ins Gespräch gebracht: „Er hat das in der U23 schon gespielt.“ Und links, falls der zuletzt ebenfalls kränkelnde Augustinsson schlapp machen sollte? Friedl müsste auf Außen verschoben werden, Gebre Selassie in die Mitte rücken, der Rest ist bekannt. „Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die ich durchdacht habe. Ich wünsche mir aber, dass keine davon zur Anwendung kommen muss“, sagt Kohfeldt.

Im Mittelfeld bleibt es vermutlich bei der Besetzung Nuri Sahin, Maxi Eggestein und Davy Klaassen. Es ist das Stammpersonal, an dem Kohfeldt nicht rütteln möchte, so lange es nicht dringend nötig ist.

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