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Hat Claudio Pizarro nach seinem Tor gegen Hertha BSC eine realistische Chance auf die Startelf gegen den VfB Stuttgart?

Vor Spiel gegen VfB Stuttgart

Voraussichtliche Werder-Aufstellung: Pizarro - ein Flirt oder mehr?

Bremen – Nimmt man die Unzufriedenheit, die Florian Kohfeldt aus Berlin mit nach Bremen getragen hat, als Basis aller Handlungen, dann könnte für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart gleich mit einer ganzen Reihe an personellen Änderungen gerechnet werden.

Der Werder-Coach hatte seinem Team vorgehalten, beim glücklichen 1:1 die abgesprochene taktische Linie verlassen zu haben – und individuell ging bei den meisten Spielern auch nicht viel an diesem Tag. Doch dass Kohfeldt deshalb seine Startelf für Stuttgart durcheinanderwirbelt, bleibt sehr unwahrscheinlich. Vermutlich wird der 36-Jährige sogar das gleiche Team auf den Platz schicken wie in Berlin und zuvor beim überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg.

Welche sinnvollen Möglichkeiten hätte Kohfeldt auch, etwas zu ändern? In der Offensive fallen Marnik Harnik (Muskelverletzung) und Yuya Osako (Rückenprobleme) aus. Mit einem Einsatz von Claudio Pizarro von Beginn an hat der Coach zwar geflirtet („Die Wahrscheinlichkeit ist immer da“), doch im gleichen Atemzug auch erklärt, dass so ein Spiel erstmal von anderen weichgekocht worden sein muss, bevor Pizarro es verschlingen kann. Also: Die Offensive bleibt wohl mit Milot Rashica, Johannes Eggestein und dem Spiritus Rector Max Kruse besetzt. Pizarro bleibt die Option für neue Impulse, ebenso Josh Sargent.

Kohfeldt lobt Stuttgart - trotz aller Negativ-Statistiken

Das Mittelfeld dahinter stellt sich mit den Stammkräften Maximilian Eggestein und Davy Klaassen auf den Außenpositionen auch weitgehend von alleine auf. Allenfalls könnte Kohfeldt in einem Tausch Nuri Sahin für Philipp Bargfrede einen sinnvollen Zuschnitt für Stuttgart sehen – aber nur dann, wenn er die Offensivpower des Gegners so gering einschätzt, wie es die bislang nur 18 Saisontore des VfB aussagen. Dann wäre Sahin die offensiv-stärkere Möglichkeit. Allerdings will sich der grün-weiße Cheftrainer nicht von bislang erzielten Toren blenden lassen, lobt stattdessen die hohe individuelle Qualität, mit der das Stuttgarter Team besetzt ist, und erwartet angriffslustige Gäste. „Das Spiel bietet eine gute Ausgangslage, viele Torszenen zu sehen“, sagt er.

In der Abwehr wird die zuletzt erprobte Kette mit Theo Gebre Selassie, Sebastian Langkamp, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson versuchen, dass die Stuttgarter nicht die Mehrzahl dieser Chancen bekommen werden. Mit nur vier Gegentoren stellt Werder nach fünf Spielen die drittbeste Defensive der Rückrunde – und Stuttgart mit 15 übrigens die schlechteste. „Für mich ist es eine große Überraschung, dass diese Mannschaft im Abstiegskampf steckt“, sagt Kohfeldt über die Schwaben, deren Abwehrschwäche er aber gnadenlos nutzen möchte: „Wir müssen mit viel Tempo spielen, das ist sehr wichtig.“

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