+
Zwei, die sich verstehen. Ex-Werderaner Nils Petersen (l.) und Vincenzo Grifo.

Vor dem neunten Bundesliga-Spieltag

SC Freiburg im Schnellcheck

Bremen – Nach der 1:3-Pleite bei Bundesliga-Neuling RB Leipzig trifft der SV Werder am Samstag (15.30 Uhr) auf den nächsten Aufsteiger – SC Freiburg. Die Breisgauer reisen noch ohne Punktgewinn auf fremdem Rasen ins Weserstadion. Reißt die negative Auswärtsbilanz gegen Bremen?

Aktuelle Form (SNS)

Das Team von Trainer Christian Streich holte sechs Zähler aus den vergangenen drei Bundesliga-Partien. Auf den 1:0-Sieg über Eintracht Frankfurt folgte bei der TSG Hoffenheim eine 1:2-Pleite. Am vergangenen Spieltag feierten die Freiburger gegen den FC Augsburg einen 2:1-Erfolg. Es war der vierte Saisonsieg. Zwölf Punkte stehen vor dem neunten Spieltag auf dem Konto der Freiburger. Bemerkenswert bei der bisherigen Punkteausbeute: Alle Zähler holte der SCF im eigenen Stadion. Allerdings verlor Freiburg das Pokalspiel im eigenen Wohnzimmer am Dienstag gegen Zweitligist SV Sandhausen nach einem echten Torspektakel mit 6:7 nach Elfmeterschießen.

Star der Mannschaft

Im Aufgebot der Freiburger Mannschaft lässt sich der Star schlechthin nur schwer finden. Dennoch stechen einige Akteure etwas hervor. Zum einen wäre da Vincenzo Grifo, der mit vier Treffern und sechs Assists nach zehn Pflichtspielen (Liga und DFB-Pokal) Freiburgs bester Scorer ist, zum anderen stürmt mit Nils Petersen ein Olympia-Teilnehmer für die Breisgauer, der sogar die Silbermedaille in Rio holte. Zwar kam der 27-Jährige beim SCF bisher fast ausschließlich als Joker zum Einsatz, brachte aber stets neuen Schwung ins Spiel der Freiburger. Trifft Petersen in einem Bundesliga-Spiel, springt in dieser Saison bisher immer ein Dreier für den Sport-Club dabei heraus.

Streichs Stützen

Der Trainer

Seit Januar 2012 steht Streich als Cheftrainer beim SCF unter Vertrag. Der 51-Jährige hat in seiner fast fünfjährigen Amtszeit als leitender Coach der Profis turbulente Jahre hinter sich. 2013 erreichte er das Halbfinale im DFB-Pokal. 2015 stieg er mit den Freiburgern in die zweite Liga ab, schaffte zur aktuellen Saison aber den direkten Wiederaufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse. In der jetzigen Spielzeit ist Freiburg für den Gegner nur schwer zu durchschauen, da der Coach an keinem klaren System festhält. Im Gegenteil. Streich baut auf eine flexibel ausgerichtete 4-4-2-Formation – mit einer Doppelsechs oder Raute im Zentrum. Letzteres lässt sich in ein offensiveres 4-1-3-2 umfunktionieren. Die Breisgauer agieren dabei aus einer disziplinierten Abwehr heraus und machen es dem Gegner mit ihrer hohen Laufbereitschaft extrem schwer.

Verletzte und gesperrte Spieler

Definitiv verzichten müssen die Freiburger auf Marc-Oliver Kempf, der aufgrund einer Meniskusverletzung ausfällt, und auf Havard Nielsen, der nach einer Leistenoperation ebenfalls weiterhin pausieren muss. Die Einsätze von Amir Abrashi und Florian Niederlechner sind derweil fraglich. Abrashi war im Spiel gegen den FC Augsburg umgeknickt und Niederlechner erlitt im Pokalaus am Dienstag eine Oberschenkelprellung.

So lief das letzte Aufeinandertreffen

Am 24. Spieltag der Saison 2014/15 standen sich der SC Freiburg und Werder Bremen zum bisher letzten Mal gegenüber. Im Breisgau setzten sich die Grün-Weißen mit 1:0 (1:0) durch. Damaliger Torschütze war der heutige Schalke-Stürmer Franco Di Santo.
kso

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare