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Freiburgs Vincenzo Grifo ist gefährlich – bei Standards, bei Vorlagen, bei eigenen Abschlüssen. 

Freiburgs Vincenzo Grifo in Zahlen

„Service-Spieler“ mit Faible für Roberto Baggio

Freiburg - Der Star schlechthin ist beim SC Freiburg schwer auszumachen. Um den Mann der Stunde zu finden, reicht hingegen ein kurzer Blick. Vincenzo Grifo (23) gehört in der laufenden Saison zu den besten Scorern der Bundesliga. Der offensive Mittelfeldspieler ist Vollblutitaliener, schlief als Kind in Roberto-Baggio-Bettwäsche – und lässt zumindest in einer Statistik Weltstar Cristiano Ronaldo ganz alt aussehen.

1 Mal hat Vincenzo Grifo bisher gegen Werder Bremen gespielt. Das war Anfang Dezember 2012 im Weserstadion, noch ganz zu Beginn seiner Profikarriere. Damals spielte er bei der TSG Hoffenheim und wurde bereits in der 37. Minute eingewechselt, als Werder schon mit 2:0 in Führung lag. Am Ende gewann Werder mit 4:1.

2 Mal hat Grifo nach Fußballspielen geweint. „Ich war sehr ehrgeizig“, schrieb er in einem Fan-Chat bei der „Badener Zeitung“. „Mein Name heißt auf Deutsch übersetzt ,gewinnen’. Ich habe das einfach so im Blut. Wer nicht ehrgeizig ist, erreicht seine Ziele nicht.“ Deswegen sind ihm die

4 Spiele für Italiens U 20-Nationalmannschaft, die er bestritten hat, noch zu wenig. „Das ist mein absoluter Traum, mal für die A-Nationalmannschaft zu spielen“, erzählte Grifo.

6 Freistöße hat der Standardspezialist in der vergangenen Saison direkt verwandelt. Damit verdiente er sich den Spitznamen „Ronaldo der zweiten Liga“. Für Grifo eine Ehre: Cristiano Ronaldo ist eines seiner großen Idole. Dabei könnte er den Vergleich auch als Beleidigung auffassen: Ronaldos Freißstoß-Ausbeute ist im Vergleich lausig. Der Star von Real Madrid hat im gleichen Zeitraum nur einen Freistoß in der Liga und zwei in der Champions League direkt verwandelt – die Hälfte von Grifo, der auch in dieser Saison per Freistoß getroffen hat (im Pokal gegen Babelsberg).

10 Scorerpunkte hat Grifo bereits in dieser Saison gesammelt – in zehn Einsätzen. In der Bundesliga (acht Spiele) kam er auf ein Tor und fünf Assists, im Pokal (zwei Spiele) auf drei Tore und eine Vorlage. Werder-Coach Alexander Nouri warnt deshalb vor den Standards und Assists des 23-Jährigen: „Er ist ein sehr guter Service-Spieler.“

14 Tore und 14 Vorlagen standen in der vergangenen Saison in der zweiten Liga bei Grifo auf dem Konto. Damit war er ligaweit bester Vorbereiter und insgesamt zweitbester Scorer hinter Simon Terodde.

32 Die Rückennummer. „Die wurde mir in Hoffenheim zugeteilt“, erklärt Grifo. „Ich fand sie einfach cool und habe sie beibehalten. Damit bin ich Profi geworden und hatte eine gute Zeit. In jedem Verein, in dem ich die 32 hatte, lief es gut.“ Damit meint er Hoffenheim, den FSV Frankfurt und jetzt Freiburg.

40 Vor rund 40 Jahren sind Mama und Papa Grifo von Sizilien nach Deutschland gekommen. Vincenzo wurde in Pforzheim geboren und lernte dort das Fußballspielen. Grifo wuchs als Fan von Inter Mailand auf, schlief in Roberto-Baggio-Bettwäsche.

4 000 000 Vier Millionen Euro beträgt der Marktwert von Grifo laut transfermarkt.de. Das macht ihn neben Maximilian Philipp zum wertvollsten Freiburger Spieler. Keine schlechte Zahl für einen, der 2015 für eine Million Euro aus Hoffenheim in die zweite Liga zum SCF ging und erst 20 Bundesliga-Einsätze auf seinem Konto hat. 

han

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