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Vincenzo Grifo erzielte das 2:0 für Freiburg per Elfmeter.

Bremen verliert gegen SC Freiburg mit 1:3

Werder macht sich mit eklatanten Abwehrfehlern alles kaputt

Bremen - Der SV Werder steckt wieder mitten im Abstiegskampf: Am Samstag hat die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri im Weserstadion mit 1:3 (0:2) gegen den SC Freiburg verloren.

Werder fällt zurück in alte Muster. Am 41. Geburtstag von Sportchef Frank Baumann verteilten die Bremer Geschenke - allerdings an die Gäste aus Freiburg. Den Grün-Weißen unterliefen in den entscheidenden Situationen eklatante Abwehrfehler. Beim 1:0 dribbelte sich Freiburgs Stürmer Maximilian Philipp durch die gesamte Abwehr (29.). Das 2:0 erzielte Vincenzo Grifo per Elfmeter, völlig unnötig verursacht von Ousman Manneh (39.). Den Anschlusstreffer von Santiago Garcia (67.) konterte Amir Abrashi (75.). Zu allem Überfluss verlor Werder verletzungsbedingt auch noch Abwehrchef Lamine Sane. Werder bleibt auf Platz 15 der Tabelle - und mitten im Abstiegskampf.

Vor den Augen der Pokalsieger von 1991 und 41.500 Zuschauern setzte Werder-Trainer Alexander Nouri auf dieselbe Startelf, die bereits gegen Bayer Leverkusen gewonnen und bei RB Leipzig verloren hatte. Überraschend nicht im Kader war Stürmer Aron Johannsson. Auch Janek Sternberg und Lukas Fröde fehlten. Stattdessen berief Nouri wieder Lennart Thy und Thanos Petsos ins Aufgebot. Bei Freiburg saß der Ex-Bremer Nils Petersen zunächst nur auf der Bank.

Werder begann das Spiel zunächst mit viel Schwung und hatte die ersten Chancen im Spiel. Izet Hajrovic zog von der rechten Seite nach innen und schloss aus 20 Metern ab. Freiburgs Keeper Alexander Schwolow parierte (4.). Bei der nachfolgenden Ecke kam Ousman Manneh aus kurzer Distanz und spitzem Winkel zum Kopfball - wieder war Schwolow zur Stelle.

Philipp düpiert die ganze Bremer Abwehr

Im weiteren Verlauf der Halbzeit wurde Freiburg stärker, drängte Werder zunehmend hinten rein. Nach einer unglücklichen Kopfball-Vorlage von Werder-Verteidiger Santiago Garcia hielt Freiburgs Mittelfeldmann Mike Frantz drauf, doch der Ball ging klar vorbei. Danach passierte auf beiden Seiten wenig nach vorne.

Und so musste für das erste Tor eine Einzelaktion her - bei der sich die Bremer Defensive völlig düpieren ließ: Maximilian Philipp zog von der linken Seite nach innen, ließ nahezu die gesamte Bremer Abwehr hinter sich und schoss aus rund 18 Metern flach ein - nichts zu halten für Werder-Keeper Felix Wiedwald. Für Philipp war es das fünfte Saisontor.

Wenig später der nächste kapitale Fehler bei den Bremern: Nach einer Ecke von Freiburg hielt Manneh den Freiburger Angreifer Karim Guede im Strafraum - völlig unnötig, weil Guede mit dem Rücken zum Tor stand. Schiedsrichter Guido Winkmann zeigte auf den Punkt. Der Strafstoß von Vincenzo Grifo war dann zu platziert für Felix Wiedwald, der noch mit den Fingerspitzen am Ball war. 

Jubelnde Freiburger, hadernde Bremer

Mit 0:2 ging es in die Kabine - und da war Lamine Sane schon nicht mehr dabei. Werders Abwehrchef hatte sich noch vor der Pause am rechten Knie verletzt und musste vom Feld getragen werden. Der nächste Nackenschlag für die Bremer. Für Sane kam Milos Veljkovic (42.).

Nach dem Seitenwechsel startete Werder mit viel Energie. Ousman Manneh spritzte in einen geschickten Pass von Serge Gnabry und knallte den Ball ans Außennetz (50.). Danach gelang es Freiburg aber schnell wieder, das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Tatsächlich hätten die Freiburger ihre Führung noch weiter ausbauen können: Grifo setzte mit einem Pass in die Schnittstelle der Innenverteidigung den eingewechselten Ex-Bremer Nils Petersen genial in Szene, doch der scheiterte frei vor Felix Wiedwald. Den Nachschuss setzte Maximilian Philipp daneben (64.).

Werder gab sich nicht auf. Santiago Garcia und Zlatko Junuzovic hebelten mit einer tollen Kombination die Freiburger Abwehr aus, und Bremens Linksverteidiger schoss volley zum 1:2-Anschlusstreffer ein (67.). Die Bremer wollten danach mehr, kamen aber nicht durch. Stattdessen war Freiburg zur Stelle: Mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze erzielte Amir Abrashi das 3:1 für die Gäste (75.). Werder lief in der Schlussphase noch einmal an, sollte aber zu keinem Tor mehr kommen. Auf zwei Heimsiege folgte also jetzt wieder eine Niederlage.

han

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