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Kerem Demirbay (Mitte) grüßt bei einem Torjubel einen speziellen Menschen.

Star in Zahlen

Kerem Demirbay: Ein Familienmensch eckt an

Sinsheim - Kerem Demirbay ist der Lenker im Offensivspiel des kommenden Werder-Gegners TSG 1899 Hoffenheim. Neben dem Platz sorgte der Familienmensch aber auch schon für Negativschlagzeilen.

1 Tor für die Mutti: Beim 5:3-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach im April traf Demirbay zur wichtigen 3:2-Führung. Beim anschließenden Jubel küsste der Torschütze sein Arm-Tattoo, formte ein Herz und zeigte es Richtung Tribüne. Da saß Mutter Tülay. „Ich habe ihren Namen seitlich auf meinem Arm tätowiert, da ich ein sehr enges Verhältnis zu meiner Mama habe“, erklärte Demirbay gegenüber der „Bild“. „Diesen Jubel mache ich sehr selten. Aber in dem Moment nach dem Tor wollte ich ihr unbedingt zeigen, wie wichtig sie mir ist.“ Mama und Papa Demirbay besuchen jedes Heimspiel - und reisen auch auswärts mit, wenn der Weg nicht zu weit ist: „Es gibt nichts Wichtigeres im Leben als die Familie.“

2 Mal stand der 24-Jährige bisher für die deutsche A-Nationalmannschaft auf dem Platz. Sein Debüt gab der Hoffenheimer am 6. Juni 2017 im Freundschaftsspiel gegen Dänemark (1:1). Beim Confederations Cup feierte er nur drei Wochen später sein Startelfdebüt - und erzielte gleich seinen ersten Treffer beim 3:1-Sieg gegen Kamerun.

5 Minuten entfernt vom Stadion in Gelsenkirchen wohnte Demirbay als Kind. „Dort habe ich das Kicken gelernt und erste Erfahrungen in den Jugendmannschaften gemacht. Mit 14 Jahren bin ich dann schon zur C-Jugend von Borussia Dortmund gewechselt“, sagte er im Interview mit „Spox“. Über den Hamburger SV, den 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf kam Demirbay nach Hoffenheim.

6:0 endete das Mädchen-Fußballspiel zwischen SSVg 06 Haan und Blau-Weiß Langenberg - mit Schiedsrichter Kerem Demirbay. Das Spiel hatte ihm der DFB als Strafe aufgebrummt: Nachdem der Angreifer im Zweitliga-Spiel im November 2015 mit seinem Ex-Club Fortuna Düsseldorf beim FSV Frankfurt mit Gelb-Rot vom Platz musste, sagte der Deutsch-Türke zu Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus: „Ich finde, Frauen haben im Männerfußball nichts zu suchen.“ Später entschuldigte sich Demirbay für seine Aussage.

1.264 Follower bei Twitter - aber die hat nicht etwa Kerem Demirbay selbst, sondern sein Vater Ercan, der speziell im Sommer gefühlt alles gepostet hat, was es über seinen Sohn im Internet zu finden gab. Der Junior ist selbst allerdings kein großer Fan von den Social-Media-Kanälen: „Ich halte generell nicht viel von Facebook, Twitter und Co.. Ich habe schlichtweg gemerkt, dass mir das nicht gut tut. Mein Privatleben möchte ich für mich behalten“, meint der Hoffenheimer.

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