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Werder-Coach Kohfeldt hat gegen den VfB alle Optionen.

Werder Bremen am 6. Spieltag

Voraussichtliche Aufstellung gegen den VfB: Kohfeldt mit allen Optionen

Bremen - Nach nicht einmal einer Stunde erklang das etwas langgezogene „Jaaa, okaaay“ des Trainers – was gleichbedeutend war mit dem Abpfiff des Abschlusstrainings. Arbeit getan, ab in die Kabine. Und kurz darauf auf nach Stuttgart!

Mit einem eher lockeren Spielchen ohne großes Konkurrenzknistern hat sich Werder Bremen am Freitagnachmittag final auf die Auswärtspartie beim VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) eingestimmt. Weil Coach Florian Kohfeldt dabei 21 Spieler auf dem Platz hatte, hat er die Aufstellung betreffend auch die Qual der Wahl. Drei Spieler musste er streichen, aus dem Rest elf für die Startelf herausfiltern. Nicht in Stuttgart dabei sind Milot Rashica, Kevin Möhwald und Felix Beijmo.

Junge, du bist wieder nicht dabei

Für ihn seien die Entscheidungen, wen er für ein Spiel nominiert und wen nicht, immer die unangenehmsten Momente – das hat Kohfeldt schon oft betont. Und tatsächlich wird es Woche für Woche, Spiel für Spiel schwerer, den noch besseren Spieler herauszufiltern, die noch bessere Lösung zu finden. Die Trainingsformationen der Mannschaftsteile – auch wenn sie im Vergleich zu den vergangenen Partien sehr durcheinandergewürfelt waren – hätten jeweils alle das Potenzial, so auch in der Bundesliga bestehen zu können. Vielleicht abgesehen von einer Viererkette mit Felix Beijmo, der es bislang noch nie in den Kader geschafft hat und auch nach dem Abschlusstraining am Freitag von Kohfeldt väterlich die Hand auf die Schulter gelegt bekam. Das sah schon sehr nach Übermittlung der schlechten Nachricht aus: Junge, du bist wieder nicht dabei. Rashica und Beijmo bekamen die Info später in der Kabine.

Aber sonst? Jeder kann spielen, jeder will spielen, jeder würde spielen, wenn er dürfte. Und spräche wirklich grundsätzlich etwas gegen ein Mittelfeld mit Nuri Sahin, Davy Klaassen, Milot Rashica und Johannes Eggestein, so wie es das eine Team zu bieten hatte? Oder wie im anderen Team eines mit Philipp Bargfrede, Maximilian Eggestein, Kevin Möhwald und Florian Kainz? Natürlich ist keine dieser Zusammensetzungen die Wahl für Stuttgart, aber Angst müsste man bei keiner dieser Formationen haben. Das allein zeigt, wie vielfältig derzeit Kohfeldts Auswahlmöglichkeiten und wie unmöglich Prognosen sind. Auch für den Gegner.

Gegen Hertha BSC hatte Kohfeldt am Dienstag mit einer Raute überrascht, gegen Stuttgart könnte das wieder das Mittel der Wahl sein – allein wegen der gemachten guten Erfahrung. „Das ist ein Faktor in unseren Überlegungen“, bestätigte der Werder-Coach. Dagegen spricht jedoch, dass Werder auswärts zuletzt mit anderen Systemen gut gefahren ist. Sowohl in Frankfurt (2:1) als auch in Augsburg (3:2) ging es mit einem 4-3-3 los. Was bedeutet: Nicht nur beim Personal, auch bei den Systemen hat Kohfeldt die freie Auswahl.

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