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Daniel Didavi sorgt in der Wolfsburger Offensive für viel Wirbel.

Star in Zahlen

Daniel Didavi: Vom Fast-Sportinvaliden zum Hoffnungsträger

Wolfsburg - Er galt als Supertalent, ist ein Spielmacher, aber er war schon fast Sportinvalide: Daniel Didavi ist bei Werders kommenden Gegner VfL Wolfsburg aktuell der einzige Torjäger.

3 Worte, mit denen sich Daniel Didavi in einem Interview mit der „Bild“ mal selbst beschrieben hat: Zurückhaltend, ehrgeizig und kämpferisch.

14 Jahre lang spielte Didavi beim VfB Stuttgart. Dort schaffte er auch den Sprung in das Profi-Geschäft. Am 29. August 2010 feierte der Angreifer sein Bundesliga-Debüt gegen Borussia Dortmund. Das Spiel endete 1:3. Mit dem Kicken angefangen hatte er bei seinem Heimatclub SPV 05 Nürtingen.

100 Paar Schuhe oder mehr besitzt der Wolfsburger nach eigenen Angaben. „Ich habe einen Schuh-Tick, langsam wird‘s eng in meiner Wohnung“, gestand Didavi. Klamotten sind ein großes Hobby von ihm - die müssen aber nicht teuer sein: „Wenn mir eine Jeans gefällt, kann die auch mal nur 20 Euro kosten. Die meisten Sachen finde ich im Internet, vor allem Schuhe. Ich bin zu faul, um mit meiner Freundin Samantha in die Stadt zu gehen. Ich bestelle lieber online und wenn‘s nicht passt, schicke ich‘s zurück.“

1048 Tage fiel der 27-Jährige in seiner bisherigen Karriere schon verletzungsbedingt aus. Fast wäre seine Laufbahn als Profi-Fußballer schon vorbei gewesen, bevor sie überhaupt erst so richtig Fahrt aufgenommen hatte. Den ersten Bänderriss mit 20 Jahren, Knorpelschaden am Knie mit 22, ein Jahr später ein Knochenödem. Doch Didavi gab nicht auf. „Gott hat mir Kraft gegeben und geholfen, den Glauben an meine Rückkehr nicht aufzugeben“, sagte er mal. Aktuell schoss er die beiden einzigen Wolfsburger Treffer der Saison.

4.831 Kilometer Luftlinie entfernt liegt die Heimat seines Vaters Ignace von Wolfsburg entfernt. Seit Daniel Didavis Besuch in Benin hat er die Freude an der Einfachheit entdeckt: „Die Leute dort haben sehr wenig, aber lachen viel mehr als wir. Da wird einem klar, dass Geld nicht alles ist.“

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