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Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung.

Stimmen zum Spiel

Veljkovic: „Auf diesen Moment habe ich lange warten müssen“ 

Bremen - Werder hat das Montagsspiel gegen den 1. FC Köln mit 3:1 (1:0) gewonnen und sich Luft im Abstiegskampf verschafft. Bei Grün-Weiß herrscht Erleichterung, beim Schlusslicht Köln Katerstimmung. Die Stimmen zum Spiel.

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): „In der ersten Hälfte hatten wir eine sehr gute Spielkontrolle. Wir sind aber nicht gut in die Tiefe gekommen. Aber was mir gut gefallen hat, ist, dass wir nicht die Ruhe verloren haben. Zweite Hälfte hat Köln das offensiv besser gemacht. Das war schwieriger zu verteidigen. Trotzdem müssen wir unsere Konter besser ausspielen, dann ist das Ding vorher zu. Wir müssen einfach lernen, dass wir dann weiter in unseren Positionen bleiben, weiter spielen. Wir nehmen manchmal ein wildes Spiel an, obwohl das gar nicht nötig ist. Das hätten wir auch anders runterspielen können. Heute war das ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns. Wir werden das analysieren – aber später.“

...über die Entscheidung, Rashica für Bargfrede zu bringen: „Das war eher das Bauchgefühl von Bargi.“

Milos Veljkovic (Werder Bremen): „Natürlich werde ich der Mannschaft für mein erstes Tor einen ausgeben. Auf diesen Moment habe ich lange warten müssen. Das ist ein super Gefühl. Wir haben das im Training geübt, schön, dass es geklappt hat. Gegen Pizarro war es sehr, sehr schwer. Er ist immer gefährlich. Ein super Stürmer und ein super Typ. Wir dürfen uns jetzt nicht zu sicher fühlen und keinen Schritt weniger machen.“

Milot Rashica Werder Bremen): „Der Trainer hat mir vor dem Spiel gesagt, dass ich heute treffe. So können wir gerne weitermachen.“

„Ich war natürlich überrascht, dass ich plötzlich spielen musste. Ich war auch gar nicht richtig warm und brauchte deshalb ein bisschen. Am Ende bin ich froh über den Sieg und mein erstes Tor. Ich wollte es einfach mit den Fans feiern. Und zu Florian Kohfeldt bin ich gelaufen, weil er es mir vorher gesagt hat, dass ich treffen werde. Dafür wollte ich mich bei ihm bedanken. So kann es weitergehen...“

Claudio Pizarro (1. FC Köln): Die Fans feiern Sie noch. Wie schwer ist das jetzt? „Schwierig ist es nicht, es ist eigentlich sehr gut. Hier fühle ich mich wie zu Hause. Leider ist es für uns nicht so gut gelaufen. Aber für mich ist es immer geil, hier zu spielen. Ich liebe den Verein, die Fans lieben mich. Das ist immer etwas Besonderes.“

… über seine vergebene Kopfball-Chance: „Schwer, dass ich das nicht gemacht habe. Normalerweise muss ich das machen. Ich habe den Ball nicht gestoppt, weil ich dachte, da ist noch ein Mann hinter mir. Ich habe versucht, ihn an den ersten Pfosten zu schießen, aber ich habe ihn nicht richtig getroffen.“

Frank Baumann (Sportchef Werder Bremen) über Pizarros vergebene Chancen:

„Es gab da mal eine ähnliche Situation mit Ailton, als er mit Hamburg gegen uns gespielt hat. Die Jungs wissen eben, was sich gehört (lacht).“

„Es war eine schwere Geburt heute, aber der Sieg ist natürlich enorm wichtig.“

Maximilian Eggestein (Werder Bremen): „Ich habe ja gesagt, dass ich torgefährlicher werden will. Aber wenn Pizarro das Tor macht, hätte es auch anders ausgehen können. Da hatten wir Glück. Köln hat sehr kompakt gestanden, da haben wir nicht die Räume gefunden. Die Pfiffe waren schon ungewohnt, und wenn sie vereinzelt kamen, hat man schon gedacht: Was war denn jetzt? Insgesamt fand ich die Stimmung besser als erwartet. Wir sind noch lange nicht unten raus.“

Florian Kainz (Werder Bremen): „Wir freuen uns natürlich riesig über den Sieg. Wir haben das Spiel als Chance gesehen, weil die Konkurrenz nicht so viel gepunktet hat. Wir haben gewusst, was uns erwartet. Wir haben in der ersten Hälfte nichts zugelassen und sind verdient in Führung gegangen. Wir wissen, dass wir unten noch mit drin sind. Es gibt gar keinen Grund, jetzt nachzulassen. Es war ein wichtiger Schritt für uns, aber mehr auch nicht.“

„Das war Abstiegskampf pur, ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel. Aber der Sieg ist verdient, und wir sind sehr erleichtert. In neun von zehn Fällen macht Claudio Pizarro den rein, da hatten wir Glück. Wir sind noch nicht unten raus, aber es war ein wichtiger Schritt.“

Timo Horn (1. FC Köln): „Heute die erste Halbzeit war viel zu passiv. Du kannst nicht nach Bremen fahren und abwartend spielen. Die Bremer Innenverteidiger konnten bis 30 Meter vor unser Tor laufen, ohne angegriffen zu werden. Das kann nicht sein. Wir kommen zum Ausgleich, der auch nicht unverdient war, und dann ist es das altbekannte Lied bei uns: Es dauert keine fünf Minuten, und dann kriegen wir hinten wieder einen rein. Es sind noch acht Spiele, wir versuchen weiter alles.“

Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln): „Nach dem Ausgleich dachte ich, das Spiel kippt in unsere Richtung, aber dann wurden wir vom Gegner weggekontert.“

...über Pizarros Großchance: „So einen Kopfball hat Claudio bestimmt schon 100 Mal rein gemacht. Heute leider nicht. Das ist sehr bitter.“

Fotostrecke: Werder gewinnt Kellerduell

Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung.
Milos Veljkovic schießt Werder in der 33. Minute mit 1:0 in Führung. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Rashica schießt Werder in der 58. Minute zur 2:1 Führung.
Rashica schießt Werder in der 58. Minute zur 2:1 Führung. © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Werder Bremen gegen 1. FC Köln
Werder Bremen gegen 1. FC Köln © Gumz
Maximilian Eggestein macht in der 89. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf.
Maximilian Eggestein macht in der 89. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf. © nordphoto

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