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Werder-Keeper Jiri Pavlenka macht sich groß - und hält die Null gegen Bayer Leverkusen.

Nullnummer beim letzten Saisonheimspiel

0:0 - Werders Super-Serie hält auch gegen Leverkusen

Bremen - Werder bleibt unter Coach Florian Kohfeldt im Weserstadion unbesiegbar. Im letzten Heimspiel der Bundesliga-Saison gab es gegen Bayer Leverkusen ein allerdings etwas langweiliges 0:0.

Die Serie ist trotzdem beeindruckend. Werder hat keines der zwölf Bundesliga-Heimspiele mit Kohfeldt an der Seitenlinie verloren. Auch das sorgte dafür, dass Werder am vorletzten Spieltag nicht mehr wie viele andere Clubs um den Klassenerhalt zittern musste. Und deshalb wurde die Mannschaft nach einer taktisch sehr disziplinierten Leistung mit viel Kampf auch ausgiebig von den Fans gefeiert.

Bevor es losging, waren zunächst alle Blicke auf Zlatko Junuzovic gerichtet. Der Kapitän, der Werder am Saisonende nach sechseinhalb Jahren verlassen wird, lief mit seinem kleinen Sohn Clemens auf dem Arm ein, machte mit ihm auch die Platzwahl – und wurde dann offiziell von der Geschäftsführung des Clubs (Frank Baumann, Klaus Filbry und Hubertus Hess-Grunewald) verabschiedet. Es gab wie immer Blumen und eine spezielle Grafik in einem großen Bilderrahmen – dazu natürlich jede Menge Applaus von den Rängen. Das ging Junuzovic schon sichtlich nahe.

Werder agierte mutig, aber zu ungefährlich

Danach rollte endlich der Ball. Werder-Coach Kohfeldt hatte in der Abwehr wie erwartet die verletzten Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson durch Sebastian Langkamp und Marco Friedl ersetzt. Nach abgebrummter Gelbsperre kehrten Philipp Bargfrede und Florian Kainz in die Startelf zurück. Bargfrede gab dabei den Sechser, der sich gerne auch mal in die Viererkette fallen ließ. Etwas überraschend die restliche Gestaltung des Mittelfelds: Die Flügel besetzten Kainz (links) und – Achtung - Maximilian Eggestein (rechts). Dessen Position als Achter übernahm Junuzovic. Zweiter Achter war Thomas Delaney, davor stürmte Max Kruse.

Kruse stand auch sofort im Blickpunkt. Nach guter Vorarbeit von Delaney stieß er in den Strafraum, verpasste aber den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss und ging dann nach einem Zweikampf mit Renato zu Boden. Das reichte aber nicht für einen Elfmeter.

Werder agierte mutig, spielte nach vorne, ohne dabei allerdings wirklich gefährlich zu sein. Nach zehn Minuten legte Leverkusen die etwas überraschende Zurückhaltung ab. Für den Werksclub geht es immerhin um den Einzug in die Champions League. Leon Bailey setzte mit einem feinen Fernschuss ein erstes Zeichen, der Ball ging allerdings knapp über das Tor von Jiri Pavlenka.

Fotostrecke: Junuzovic-Abschied und Remis gegen Leverkusen

Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © imago
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia

Das war einer der wenigen Höhepunkte im ausverkauften Weserstadion. Denn die Bremer verteidigten ziemlich gut. Lediglich Julian Brandt wurde noch ein Fallrückzieher gestattet, der aber direkt in den Armen von Pavlenka landete (31.). Gut zehn Minuten vor der Pause befreite sich Werder etwas vom Druck der Gäste, kam selbst wieder nach vorne. Junuzovic zielte aus 25 Metern allerdings viel zu hoch (35.) und Eggestein kam bei einer guten Delaney-Hereingabe den berühmten Schritt zu spät (36.).

Kohfeldt reagierte in der Pause, brachte Jerome Gondorf für den unglücklich agierenden Kainz. Und der neue Mann übernahm eine ungewöhnliche Rolle, er gab die zweite Spitze neben Kruse. Werder stellte auf ein 4-4-2-System um mit Bargfrede und Delaney im Zentrum des Mittelfelds sowie Junuzovic und Eggestein auf den Flügeln. In der Defensive klappte das wirklich sehr, sehr gut, Leverkusen kam nicht durch.

Junuzovic bekommt seinen großen Auftritt

Aber nach vorne war Werder so harmlos wie selten zuvor, seit Kohfeldt das Traineramt Ende Oktober übernommen hat. Die Zuschauer sahen dadurch eine wenig unterhaltsame Partie. Kein Vergleich zu dem Spektakel vor einer Woche gegen Borussia Dortmund (1:1).

Das wurmte offenbar auch Kohfeldt, der Coach setzte mit seinem Wechsel in der 78. Minute ein klares Zeichen: Für den defensiven Mittelfeldspieler Bargfrede schickte er Angreifer Milot Rashica aufs Feld. Kohfeldt wollte den Sieg. Doch daraus wurde nichts mehr. Mehr als ein Punkt hatten sich die Bremer an diesem Nachmittag nicht verdient. 

Dafür bekam Junuzovic in der Nachspielzeit seinen großen Auftritt. Der Kapitän wurde ausgewechselt und erhielt den großen Abschiedsapplaus. Für ihn kam Johannes Eggestein und nicht der von den Fans so sehnlichst erwartete Luca Caldirola, der Werder nach der Saison wohl auch verlassen wird. Zum Abschluss der Saison geht es am nächsten Samstag nach Mainz.

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