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Jerome Gondorf kam in der zweiten Halbzeit für Florian Kainz ins Spiel, konnte aber auch keine Nadelstiche setzen.

Werders Nullnummer gegen Bayer

Schlecht gespielt, bestens gelaunt

Bremen - Es begann als leises Raunen, verbreitete sich rasend schnell und entlud sich letztlich in ohrenbetäubendem Jubel: Gleich zweimal stand das Weserstadion am Samstagnachmittag während Werders letztem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen Kopf – der Grund dafür lag allerdings nicht auf dem Rasen, sondern im rund 450 Kilometer entfernten Frankfurt.

Die ersten beiden Tore beim 3:0-Erfolg der Eintracht gegen den akut vom Abstieg bedrohten Hamburger SV, sie waren auch in Bremen die Höhepunkte des Stadionbesuchs, was ziemlich viel über das Fußballspiel zwischen Werder und Leverkusen aussagt: Dieses 0:0 war nicht gut.

Dabei hatte Werder gegen den Champions-League-Anwärter aus Leverkusen gut begonnen, war durchaus auf dem Weg nach vorne – sollte dort im Laufe des Nachmittags aber nie ankommen. Ein geblockter Schuss von Max Kruse (5.), ein Heber über das Tor von Florian Kainz (29.) und ein zu hoch angesetzter Distanzschuss von Junuzovic (35.), mehr war vor der Pause nicht und mehr kam auch nach dem Wechsel nicht hinzu. „Es war ein zerfahrenes Spiel“, sagte Trainer Florian Kohfeldt, „ich habe zwei Teams gesehen, die alles versucht haben, den Gegner nicht zum Zuge kommen zu lassen.“ Ergo: „Das 0:0 geht in Ordnung.“

Fotostrecke: Junuzovic-Abschied und Remis gegen Leverkusen

Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © imago
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen.
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Dass sich der Bremer Coach nach dem Spiel so entspannt geben konnte – es hatte etwas mit der zweiten großen Randgeschichte des Tages neben dem Abschied von Zlatko Junuzovic zu tun. Zwölf Spiele lang ist Werder zu Hause nun schon ungeschlagen. Das klingt gut – und sogar noch besser, wenn man bedenkt, dass die Mannschaft in der kompletten Rückrunde und unter Kohfeldt im Weserstadion sowieso noch gar nicht verloren hat.

„Über diese Serie bin ich sehr froh“, betonte der Trainer. „Das nehmen wir über den Sommer hinaus mit.“ Seine Spieler will Kohfeldt während der Vorbereitung auf die neue Saison jedenfalls daran erinnern. Bei Maximilian Eggestein wird er das nicht müssen. „Wir können sehr stolz darauf sein, dass wir zu Hause schon so lange ohne Niederlage sind“, sagte der 21-Jährige und klang bei diesem Satz nicht unbedingt so, als wenn dieser Stolz schnell verblassen könnte.

Werders Defensive gegen Leverkusen stark

Stolz sein konnte Werder am Samstag auch auf seine Defensive – gegen Leverkusen haben sich in der laufenden Saison noch nicht viele Mannschaften schadlos gehalten. Leon Bailey schoss einmal mit links drüber (15.), Julian Brandt bugsierte einen ebenso artistischen wie harmlosen Fallrückzieher in die Arme von Werder-Keeper Jiri Pavlenka (31.), und nach der Pause zielte Kai Havertz zu hoch (50.). Heiko Herrlich, der Trainer der Werkself, musste hinterher einräumen, dass seine Offensivmaschine dieses Mal ziemlich gehakt hatte.

Als Schiedsrichter Robert Hartmann die Partie dann pünktlich und ohne große Nachspielzeit abgepfiffen hatte, war das allen Beteiligten irgendwie ganz recht. Werder ist schließlich schon lange gerettet, Leverkusen kann noch in die Champions League – und viele Bremer Fans dürfen weiter darauf hoffen, dass ihre Schadenfreude befriedigt wird und Erzrivale HSV abgsteigt.

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