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Jiri Pavlenka rettete kurz vor der Pause gegen Marco Reus. Nicht die einzige bärenstarke Parade des Werder-Torwarts.

1:1 am Sonntag

Überragender Pavlenka rettet Werder einen Punkt gegen Dortmund

Bremen - Mit einem überragenden Jiri Pavlenka im Tor hat Werder Bremen den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga mit einem 1:1 (1:1) gegen Borussia Dortmund veredelt.

Am Tag, nachdem die Bremer die Rettung ohne eigenes Zutun vom Erzrivalen Hamburger SV serviert bekommen hatten, bewahrte Schlussmann Pavlenka sein Team vor der ersten Heimniederlage unter Trainer Florian Kohfeldt. Mit fünf Weltklasse-Paraden war der Tscheche der Garant des Punktgewinns. Marco Reus hatte den Tabellendritten aus Dortmund in Führung gebracht, Thomas Delaney besorgte den Ausgleich (45.).

Viel hatte im Vorfeld der Partie dafür gesprochen, dass Werder nicht mehr mit dem letzten Biss ins vorletzte Heimspiel der Saison gehen würde. Zum einen war die Mannschaft wegen Sperren und Verletzungen ordentlich durcheinander gewürfelt worden, zum anderen war am Samstag die Luft aus dem grün-weißen Ballon gelassen worden. Weil der HSV beim VfL Wolfsburg mit 3:1 gewonnen hatte, waren die Bremer plötzlich gerettet. Relegation? Für Werder nicht mehr möglich. Und die Mission Klassenerhalt, auf die sich Trainer Kohfeldt sechs Monate zuvor und nach einem Saisonstart mit zehn sieglosen Spielen begeben hatte, war erfüllt.

Nachvollziehbar wäre also gewesen, wenn die auf fünf Positionen veränderten Gastgeber vor 42.100 Zuschauern im Weserstadion weniger heiß aufgetreten wären als die um die Champions-League-Qualifikation kämpfenden Dortmunder. Aber nix da! Werder begann gut, Werder hing dann auch mal durch, Werder drehte aber auch wieder auf – das jedenfalls geht als Kurzfassung für die erste Halbzeit durch.

Fotostrecke: Werder holt einen Punkt gegen BVB

Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © afp
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © dpa
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © dpa
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © gumzmedia
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
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Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © dpa
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.
Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. © afp

Die Bremer, die auf die Defensivsäulen Niklas Moisander (Oberschenkelprobleme) und Philipp Bargfrede (Gelbsperre) sowie auf die Angreifer Florian Kainz (ebenfalls Gelbsperre) und Aron Johannsson (Sprunggelenkblessur) verzichten mussten, begannen schwungvoll. Besonders Kainz-Ersatz Milot Rashica brachte Tempo in die ersten Minuten. Die besseren Chancen besaß aber der BVB. Lukas Piszczek wurde noch von Delaney (spielte auf der Bargfrede-Position) gestoppt (11.), bei einem Schuss von Maximilian Philipp rückte erst-, aber nicht letztmals Werder-Keeper Jiri Pavlenka in den Blickpunkt (15.).

Vier Minuten später fehlte es dann aber völlig an Ordnung in der Bremer Abwehr, in der sich Sebastian Langkamp als Moisander-Vertreter versuchte. Einen Diagonalball von Mario Götze brachte Piszczek per Kopf in den Strafraum. Philipp wurde zunächst noch von Milos Veljkovic gestört, den Abpraller versenkte Marco Reus jedoch ungestört und trocken im Bremer Tor (19.).

Delaneys Kopfball mit viel Gefühl ins Tor

Nun war wieder der Punkt erreicht, an dem man sich fragen durfte, ob die zuvor dreimal sieglosen und trotzdem geretteten Grün-Weißen genug Moral beweisen würde, um sich aufzuraffen. Sie bewiesen. Das zeigten Großchancen für Zlatko Junuzovic (24.) und Max Kruse (25.). Auf der Gegenseite verhinderte Pavlenka gegen Reus mit einer Weltklasse-Parade das 0:2 (43.).

Es wäre auch nicht leistungsgerecht gewesen, wenn die Borussia mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine gegangen wäre, das 1:1 entsprach mehr dem Geschehen auf dem Platz. Der Bremer Ausgleich ähnelte sogar in Zügen dem Dortmunder Treffer. Lange Flanke Augustinsson, Kopfballablage Theo Gebre Selassie – und dann wurde es in der Mitte turbulent. Gondorf kam nicht an den Ball, Maximilian Eggestein köpfte noch BVB-Schlussmann Roman Bürki an, aber Delaney hob den Ball per Kopf und mit viel Gefühl über das Getümmel vor ihm hinweg ins Tor (45.).

Thomas Delaney (r.) und Marco Reus trafen vor der Pause zum 1:1 zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund.

Die Reaktion nach dem Rückstand und der Ausgleich waren ein nachträglicher Beweis, dass die Bremer Rettung kein Zufall war - und Werder auch ohne Stammkräfte wie Moisander und Bargfrede den Großen Paroli bieten kann. Dabei blieb es auch in Halbzeit zwei. Wieder war die Kohfeldt-Elf zunächst die agilere Mannschaft. Vom BVB kam zu wenig – das sah auch Trainer Peter Stöger so und brachte für Christian Pulisic Weltmeister Andre Schürrle (61.).

Neuer schwarz-gelber Schwung war gefragt. Und die Mannschaft lieferte. Reus knallte den Ball an den Pfosten (65.), nachdem die Bremer Defensive ihn zum dritten Mal in diesem Spiel völlig frei hatte stehen lassen. Vier Minuten später küsste der Ball erneut das Aluminium – Manuel Akanji war zum Abschluss gekommen, Pavlenka lenkte das Spielgerät noch an die Latte.

Ohne Pavlenka wäre Werder gegen Dortmund untergegangen

Werder stand nun unter Druck und brauchte selbst einen Impuls von der Bank. Kohfeldt brachte Johannes Eggestein für Rashica (69.), Ishak Belfodil blieb weiter im Wartestand. Die Einwechslung war es aber nicht, die die Platzherren wieder gefährlicher machte. Die Bremer gingen wieder aggressiver drauf und kamen umgehend zu Chancen, beinahe wäre Reus nach Hereingabe von Junuzovic sogar ein Eigentor unterlaufen (77.).

Sofort danach brannte es jedoch wieder vor dem Bremer Tor. Schürrle kam frei zum Abschluss, per Fußabwehr zeigte Pavlenka erneut, dass er ein außergewöhnlich guter Torhüter ist. Rettungstat Nummer vier folgte Rettungstat Nummer fünf (wieder gegen Schürrle/86.) – und es blieb als Fazit, dass Werder ohne seinen Torhüter trotz einer motivierten Leistung ganz sicher untergegangen wäre.

Die Einzelkritik: Eins mit Sternchen für Weltklasse-Pavlenka

Stimmen zum Spiel - Eggestein: „Das Ergebnis ist eigentlich ein Witz“

Fotostrecke: Werder-Fans beim Dortmund-Spiel - Jan Delay auch da

Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. © gumzmedia
Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund.
Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund. © gumzmedia
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
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Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund.
Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund. © gumzmedia
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
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Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund.
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Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
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Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. © gumzmedia
Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund.
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Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. © gumzmedia
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
Werder-Fans beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund. © gumzmedia
Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund.
Jan Delay beim Spiel Werder gegen Dortmund. © gumzmedia

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