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Alexander Nouri hat die Wahl, wen er für Zlatko Junuzovic draußen lässt. Möglicherweise trifft es dessen Landsmann Florian Kainz.

So könnte Werder gegen Gladbach spielen

Wohin mit Kainz? Nouri hat die Wahl

Bremen - Das „muss“ ist gewichen. Bis vor kurzem war es eigentlich immer im Zusammenhang mit dem Verb „umbauen“ aufgetaucht. Dann hieß es, Trainer Alexander Nouri „muss“ seine Elf umbauen, denn immer neuen Ausfälle im Team zwangen ihn dazu.

Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 18.30 Uhr, Weserstadion) heißt es aber, Nouri kann umbauen, Nouri möchte umbauen. Und Nouri wird umbauen. Die Startelf-Premiere von Kapitän Zlatko Junuzovic in dieser Saison sowie die Rückkehr von Innenverteidiger Lamine Sane machen es möglich. Ein bisschen „muss“ könnte aber auch noch bleiben. Denn wegen eines Infekts ist der Einsatz von Theodor Gebre Selassie gefährdet.

Junuzovic hatte vor zwei Wochen gegen den HSV das erste Mal nach langer Pause gespielt. Eine Halbzeit zwar nur aber das hat gereicht, um einmal mehr zu bestätigen, dass der Österreicher im Bremer Mittelfeld gebraucht wird. Mit ihm kam Schwung ins Angriffsspiel – und das tut der Mannschaft gut. „Er ist unser Umschaltspieler auf der Achter-Position. Zlatko hat einen großen Stellenwert“, sagt Nouri.

Offene Fragen wegen Junuzovic-Rückkehr

Der Coach hat nun die Wahl, wen er für Junuzovic draußen lässt. Möglicherweise trifft es dessen Landsmann Florian Kainz, obwohl der nun wirklich nicht enttäuscht hatte bei seinen jüngsten Einsätzen. Möglich, aber eher unwahrscheinlich ist, dass Nouri Thomas Delaney ins defensive Mittelfeld stellt, um Platz für Kainz neben Junuzovic zu schaffen.

Was auf der Sechser-Position passiert, ist nicht nur wegen der Junuzovic-Rückkehr eine offene Frage. Philipp Bargfrede hatte zuletzt zweimal den Vorzug vor Maximilian Eggestein bekommen, aber das muss nicht so bleiben. Denn Eggestein war Part der Formation, die gegen den HSV in Halbzeit zwei deutlich mehr Druck entwickelt hat. Bargfrede ist die defensivere Variante auf der Position. Und mittlerweile wissen ja alle, dass Nouri die Defensive vor die Offensive stellt.

So könnte Werder gegen Gladbach spielen

Dass es in der Dreierkette eine Veränderung geben wird, hat der Coach bereits deutlich gesagt. Lamine Sane hat seine Knieprobleme überwunden, kehrt nach drei verpassten Spielen also in eine Abwehr zurück, die in diesen Spielen nur ein Gegentor kassiert hat. Not, etwas zu ändern, gibt es folglich nicht. Doch Nouri sagt, dass Sane wie Niklas Moisander „eine Säule“ des Teams sei. Beide werden spielen. 

Und da auch an Milos Veljkovic derzeit kaum ein Weg vorbei geht, wird Robert Bauer, nach der Moisander-Verletzung zur Problemlösung in der Abwehrkette gemacht, ziemlich sicher weichen müssen. Er wäre allerdings der Backup für den Fall, dass Gebre Selassie, der am Samstagmittag das Abschlusstraining verpasst hatte, tatsächlich ausfallen sollte.

Eggestein kurzfristig in den Kader berufen

Ganz vorne bleibt es wohl beim Duo Ishak Belfodil/Fin Bartels, weil Herausforderer Johannes Eggestein wegen seiner Abstellung zur U21-Nationalmannschaft nicht im Werder-Training auf sich aufmerksam machen konnte. Eggestein war gestern sogar schon mit der U23 in Paderborn, als er wegen der Gebre-Selassie-Unsicherheit doch noch als 19. Mann in den Bundesliga-Kader berufen wurde.

Eine Überlegung im Sturm könnte es auch sein, den zuletzt nur mäßig gut aufgelegten Bartels durch den im Mittelfeld nicht unbedingt benötigten Kainz zu ersetzen. Was die beiden allerdings eint, ist eine nicht wegzuredende Abschlussschwäche.

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