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Darmstadts Hamit Altintop (l.) ist zurück in der Bundesliga.

Star in Zahlen

Hamit Altintop: In der Schule gehänselt, auf dem Platz gefeiert

Darmstadt – Hamit Altintop spielte bei einigen der größten Vereine der Welt, wurde Meister in drei Ländern, die Medien nannten ihn mal "Tip-Top-Altintop". Das war so nicht abzusehen, denn als Kind hatte es der Star von Darmstadt 98 nicht immer leicht.

2 Jahre war Hamit Altintop alt, als er seinen Vater verlor. Doch der Schicksalsschlag schweißte ihn und seine Mutter noch enger zusammen. „Meine Mutter hat uns alles beigebracht: Kultur, Sitten und Anstand. Wir sind beide offen und tolerant aufgewachsen“, sagte Hamits Bruder Halil Altintop vor dem Bundesliga-Bruder-Duell zwischen Darmstadt und dem FC Augsburg, wo Halil spielt.

5 Meisterschaften in drei Ländern. In jedem Land, in dem Hamit Altintop bisher kickte, reckte er eine Trophäe in die Höhe. Nachdem der Türke schon mit Bayern München (2008, 2010) und Real Madrid (2012) Meisterschaften feierte, holte Altintop auch mit Galatasaray Istanbul den Titel in der Süper Lig (2013, 2015).

9 Mal traf Hamit Altintop in einem Bundesliga-Match bisher auf seinen Bruder Halil. Kein Zwillingsduell gab es in der Bundesliga häufiger. Das jüngste Spiel vor einer Woche entschied Bruder Halil mit dem FC Augsburg für sich (2:1). Insgesamt gewann Hamit fünf Mal, drei Duelle gingen an Halil, und ein Spiel endete torlos.

10 Jahre war Hamit Altintop alt, als sich eine Sprachstörung bei ihm bemerkbar machte. „Es ist oft über mich gelacht worden in der Schule. Es ging so weit, dass ich nichts mehr sagen wollte, ich habe nicht mehr aufgezeigt, weil ich Angst hatte, dass der Lehrer mich dran nimmt“, erklärte der defensive Mittelfeldspieler mal. Zwei Jahre später nahm er Sprachtraining. Heute ist er auf dem Spielfeld ein Leader.

12 Minuten ist Hamit älter als sein Zwillingsbruder Halil. Damit zieht er ihn immer wieder gerne auf. Die eineiigen Zwillinge haben allerdings einen sehr engen Draht zueinander und telefonieren täglich miteinander.

78 A-Länderspiele hat Altintop bisher für die Türkei bestritten. Sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab er am 18. Februar 2004 im Freundschaftsspiel gegen Dänemark. Die Türkei verlor mit 0:1. 2010 schoss Altintop im türkischen Trikot gegen Kasachstan das schönste Tor des Jahres, wurde für seinen Distanz-Volley-Kracher mit dem "Puskas Award" der Fifa ausgezeichnet.

90 Minuten spielte Altintop bereits bei seinem Bundesliga-Debüt am 2. August 2003 durch – und wurde prompt zum Derby-Helden. Beim 2:2 gegen Borussia Dortmund schoss der Neuling von Schalke 04 beide Tore. "Tip-Top-Altintop" titelten die Medien. Lang, lang ist's her.

300.000 Euro beträgt laut „transfermarkt.de“ heute nur noch der Marktwert des Oldies – Tiefstwert in Altintops Karriere. Auf dem Zenit war Altintop mit 25 Jahren im Jahr 2008: Der damalige Bayern-Star war elf Millionen Euro wert.
kso

Werder gegen Darmstadt: So liefen die letzten Duelle

Nach über drei Jahrzehnten traf Werder im September 2015 wieder Darmstadt 98. Aron Johannsson hatte die Grün-Weißen zunächst in Front gebracht...
Nach mehr als drei Jahrzehnten traf Werder im September 2015 wieder auf Darmstadt 98. Aron Johannsson hatte die Grün-Weißen zunächst in Front gebracht. © nordphoto
...und Werder jubelte schon nach 19 Minuten. Der Treffer fiel aus dem Nichts.
Werder jubelte schon nach 19 Minuten. Der Treffer fiel wie aus dem Nichts. © nordphoto
Doch Darmstadt schlug zurück - weil SVW-Keeper Felix Wiedwald unnötig D98-Angreifer Jan Rosenthal im Sechzehner zu Fall brachte.
Doch Darmstadt schlug zurück - weil SVW-Keeper Felix Wiedwald unnötig D98-Angreifer Jan Rosenthal im Sechzehner zu Fall brachte. © nordphoto
Ausgerechnet Ex-Bremer Sandro Wagner verwandelte den anschließenden Elfmeter. Der Stürmer verzeichnete auch den Treffer zum 2:1-Endstand für die "Lilien".
Ausgerechnet der Ex-Bremer Sandro Wagner verwandelte den anschließenden Elfmeter. Der Stürmer verzeichnete auch den Treffer zum 2:1-Endstand für die "Lilien". © nordphoto
Auch im nächsten Duell schien es für Werder zunächst ganz gut zu laufen. Anthony Ujah erzielte die Führung der Bremer.
Auch im Rückspiel der Saison 2015/16 schien es für Werder zunächst ganz gut zu laufen. Anthony Ujah erzielte die Bremer Führung. © nordphoto
Wieder war es Werder-Schreck Wagner, der Wiedwald verlud und vom Elfmeterpunkt zum Ausgleich traf.
Wieder war es Werder-Schreck Wagner, der Wiedwald verlud und vom Elfmeterpunkt zum Ausgleich traf. © nordphoto
Lilien-Kapitän Aytac Sulu (links) drehte das Match knapp zehn Minute vor Spielende und bejubelte zusammen mit den Ex-Bremern Wagner und Peter Niemeyer (rechts) seinen Treffer zum 2:1.
"Lilien"-Kapitän Aytac Sulu (links) schockte die Werderaner zehn Minuten vor Spielende und bejubelte zusammen mit den Ex-Bremern Wagner und Peter Niemeyer (rechts) seinen Treffer zum 2:1. © nordphoto
Doch Claudio Pizarro rettete den Grün-Weißen kurz vor Schluss noch einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf. 
Doch Claudio Pizarro rettete den Grün-Weißen kurz vor Schluss noch einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf.  © nordphoto
Auch im nächsten Anlauf kam Werder nicht über ein 2:2 gegen den Außenseiter hinaus. Hier im Duell: Marcel Heller (links) und Robert Bauer.
Auch im nächsten Anlauf kam Werder nicht über ein 2:2 gegen den Außenseiter hinaus. Hier im Duell: Marcel Heller (links) und Robert Bauer. © nordphoto
Mirko-Antonio Colak brachte Darmstadt zunächst in Führung. Wieder mal durch einen Strafstoß.
Mirko-Antonio Colak brachte Darmstadt zunächst in Führung. Wieder mal durch einen Strafstoß. © nordphoto
Lamine Sane glich durch sein erstes und bisher einziges Tor im Werder-Dress aus und jubelte mit Cheftrainer Alexander Nouri.
Lamine Sane glich durch sein erstes und bisher einziges Tor im Werder-Dress aus und jubelte mit Cheftrainer Alexander Nouri. © nordphoto
Tor-Garant Serge Gnabry brachte die Bremer sogar in Front - 2:1.
Tor-Garant Serge Gnabry brachte die Bremer sogar in Front - 2:1. © nordphoto
Doch nur kurze Zeit später waren es wieder die Darmstädter, die jubelten. Colak erzielte seinen zweiten Treffer der Partie und sorgte für den 2:2-Endstand.
Doch nur kurze Zeit später waren es wieder die Darmstädter, die jubelten. Colak erzielte seinen zweiten Treffer der Partie und sorgte für den 2:2-Endstand. © nordphoto

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