+
Zlatko Junuzovic schoss Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt in Führung.

2:1-Sieg am Ostersonntag

Ein Ei im Eintracht-Nest - Frankfurt beschenkt Werder

Bremen - Ein faules Ei im Tor von Eintracht Frankfurt hat Werder Bremen an Ostersonntag nicht nur den dritten Sieg in Folge beschert, sondern auch den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga so gut wie perfekt gemacht.

Gegen Eintracht Frankfurt gelang vor 42.100 Zuschauern im Weserstadion ein 2:1 (1:0)-Erfolg. Nach Toren von Zlatko Junuzovic (28.) und Luka Jovic (53.) entschied ein in Gemeinschaftsarbeit von David Abraham und Torhüter Lukas Hradecky erzieltes Eigentor (79.) die Partie. Werder hat dank des Tor-Geschenks mit nun 36 Punkten kaum noch Abstiegssorgen und kann als Tabellenzwölfter den Blick sogar nach oben richten.

Gegenüber dem 3:1 beim FC Augsburg zwei Wochen zuvor hatte Trainer Florian Kohfeldt sein Team auf zwei Positionen verändert. Innenverteidiger Milos Veljkovic kehrte ebenso in die Startelf zurück wie auch Junuzovic, der auswärts zu einem Wackelkandidaten geworden ist, in Heimspielen aber nach wie vor eine Stammkraft darstellt.

Eine erste, frühe Korrektur in der Mannschaft musste Kohfeldt aber schon nach 23 Minuten vornehmen. Linksverteidiger Ludwig Augustinsson musste verletzt ausgewechselt werden. Der Schwede hatte schon die Länderspiele seines Landes wegen muskulärer Probleme verpasst. Gegen Frankfurt kam Marco Friedl für ihn ins Spiel.

Fotostrecke: Eigentor entscheidet Oster-Spiel

Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © nordphoto
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © nordphoto
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © nordphoto
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © dpa
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © imago
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © nordphoto
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © nordphoto
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © nordphoto
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt
Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt © gumzmedia

Augustinsson droht nun auch für die Partie bei Hannover 96 am Freitag (20.30 Uhr) auszufallen. Dann fehlt definitiv auch Abwehrchef Niklas Moisander. Der Finne sah in der 35. Minute seine fünfte Gelbe Karte und muss nun ein Spiel aussetzen. Die Abwehrkette muss gegen 96 also an zwei Stellen geflickt werden.

Gegen die Eintracht hielt die Defensive dem zunächst überlegenen Tabellensechsten stand. Nach einem flotten Beginn beider Teams mit ersten Chancen für Frankfurts Marius Wolf (3.) und Ishak Belfodil, dem Doppel-Torschüten von Augsburg, für Werder (17.) verflachte die Partie etwas. Die Hessen übernahmen das Kommando, machten Druck. Doch Werder passte auf. Theo Gebre Selassie klärte in höchster Not vor Ante Rebic (22.). Der Kroate, mit sechs Saisontreffern zweitbester Torschütze der Eintracht, musste wenig später ebenfalls verletzt vom Platz. Muskuläre Probleme in der Wade waren der Grund.

Als Rebic ging, lag Werder schon in Front. Und daran waren drei Spieler maßgeblich verantwortlich. Und zwar in dieser Reihenfolge: Max Kruse, der mit einem direkten Pass die linke Seite öffnete. Thomas Delaney, der den Platz nutzte und den Ball mit Wucht und Risiko vor das Frankfurter Tor beförderte. Dort war Junuzovic in Position gelaufen und schloss direkt ab. Makoto Hasebe fälschte noch ab, der Treffer ging aber auf das Konto des Bremer Kapitäns; dort stehen für die laufende Saison nun zwei Tore.

Werder Bremen und Eintracht Frankfurt lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe.

Nur etwas mehr als eine Minute nach der ein wenig überraschenden Bremer Führung bot sich Kruse die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Seinen frechen Lupfer aufs kurze Eck lenkte der beinahe überrumpelte Eintracht-Keeper Lukas Hradecky aber noch um den Pfosten (30.). Aktionen wie diese und auch der Pass vor dem 1:0 zeigten Kruses Genialität. Und zeigten auch, dass er möglicherweise nicht zu Unrecht noch auf ein WM-Ticket hofft.

Die Eintracht reagierte auf den Rückstand mit weiterem Druck, kam durch Wolf auch zur Ausgleichschance, die der starke Pavlenka jedoch vereitelte (37.). So ging Werder nach einer gutklassigen ersten Halbzeit mit der Führung und dem guten Gefühl in die Pause, dass Team und Trainer bis dahin immer die richtigen Lösungen für auftauchende Probleme gefunden hatten. Dazu gehörten auch mehrere Veränderungen im System. Von einer Formation mit einem in die Viererkette zurückfallenden Bargfrede wechselten die Bremer zum klaren 4-1-4-1 und dann noch zur Raute mit den Stürmern Kruse und Belfodil.

Gleich nach Wiederbeginn fehlte auch nicht viel zum 2:0. Belfodil kam nach einem Freistoß per Knie zum Abschluss. Hradecky wehrte ab, und Marco Russ klärte vor dem einschussbereiten Delaney (46.).

Fanfotos vor dem Spiel Werder gegen Frankfurt

Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz
Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Fanfotos, DeichStube, Union Bar
Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Fanfotos, DeichStube, Union Bar © Gumz
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz.
Warm-up vor dem Spiel Werder vs. Frankfurt in der DeichStube am Brommyplatz. © Gumz

Das Tor fiel dann zum Bremer Leidwesen auf der anderen Seite. Nach einem Ballverlust von Gebre Selassie im Frankfurter Strafraum konterten die Gäste – und wie sie das machten! Kevin-Prince Boateng, in Sachen Genialität auf Kruse-Niveau, legte per Hacke für Jovic vor. Der Serbe traf flach ins Eck. Marco Friedl wirkte in diesem Moment zu passiv, war zu weit weg von Jovic, dem um ein Haar ein Doppelpack geglückt wäre. Frei vor Pavlenka kam er zum Abschluss, der Bremer Keeper brachte aber noch das linke Bein an den Ball – eine super Rettung (56.).

Das Spiel bot nun so ziemlich alles, was für ein gutes Spiel nötig ist. Intensive Zweikämpfe, taktische Varianten, schöne Spielzüge, zwei Teams auf Augenhöhe – Torchancen wurden aber immer dosierter gereicht. Belfodil besaß eine für Werder, brauchte jedoch beim Abschluss zu lange, um den Ball auch scharf zu machen (67.). Kurz darauf war Schluss für den Algerier.

Mit Aron Johannsson kam ein frischer Angreifer (75.), und die Bremen-Fans unter den 42.100 Zuschauer im Weserstadion trieben ihr Team an, mehr aus dieser Partie herauszuholen als den einen Punkt. Mit Erfolg. Doch das 2:1 war keine Bremer Koproduktion, sondern eine Frankfurter. Nach Flanke Junuzovics verlängerte Abwehrmann Abraham den Ball, den Hradecky locker hätte fangen können. Tat er aber nicht. Der bis dahin so starke Finne schaute wohl in die Sonne, die Kugel flutschte ihm durch die Finger und tropfte hinter die Linie (79.). Was für ein Ei zu Ostern! Und was für ein Geschenk für Werder!

Schon gelesen?

U23: Abstieg steht unmittelbar bevor

Vertragsverlängerung: Kruse im Sommer gesprächsbereit

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare