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Jubelnde Frankfurt-Profis nach dem 1:0-Erfolg gegen Köln.

Vor dem elften Bundesliga-Spieltag

Eintracht Frankfurt im Schnellcheck

Bremen – Werder empfängt am Sonntag (17.30 Uhr) Eintracht Frankfurt. Die Adlerträger reisen nach fünf ungeschlagenen Spielen (wettbewerbsübergreifend) in Folge mit breiter Brust an den Osterdeich. 18 Zähler stehen bisher auf dem Konto der SGE. Können die Frankfurter auch in Bremen punkten?

Aktuelle Form (USSUS)

Seit fünf Pflichtspielen ist das Team von Trainer Niko Kovac ungeschlagen. Auf das 2:2-Remis gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München folgte ein klarer 3:0-Sieg beim Hamburger SV. Wenige Tage später gelang den Frankfurtern der Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale. Die Eintracht gewann mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen FC Ingolstadt. Am vorvergangenen Spieltag entführten die Frankfurter immerhin einen Zähler aus Mönchengladbach. Zuletzt feierte die SGE einen 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln.

Star der Mannschaft

Besonders achtgeben muss Werder am Sonntag auf Eintracht-Urgestein Alexander Meier. Der robuste Stürmer, der sich in der Saison 2014/15 die Torjägerkanone sicherten, erzielte in der aktuellen Spielzeit zwar erst drei Treffer, dennoch zählt er zu den wichtigsten Bausteinen der Frankfurter. Mit seiner Präsenz auf dem Platz zieht er seine Teamkollegen mit und ist wegen seiner Größe vor dem Tor besonders bei hohen Bällen gefährlich.

Der Trainer

Niko Kovac gilt in Frankfurt längst nicht mehr nur als der Retter. In der vergangenen Saison hat der SGE-Coach noch gerade so den Abstieg verhindert, jetzt steht er mit der Eintracht im oberen Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle. Die bisher positive Entwicklung ist vor allem auf den Trainer zurückzuführen. Kovacs Handschrift ist immer deutlicher zu erkennen. Sein Team agiert aus einer kompakten Defensive heraus und passt sich dem Spielsystem des Gegners an. So lässt der 45-Jährige gegen Mannschaften mit zwei Spitzen in einem 3-4-3 auflaufen.

Kovacs Schützlinge

Beim Spiel gegen den Ball wird aus der Dreier-Abwehrkette eine Fünferkette. Nicht zuletzt deswegen kassierte die Eintracht in der aktuellen Saison auswärts erst zwei Gegentore und ist die vergangenen vier Spiele sogar ohne Gegentreffer. Die Frankfurter verschieben viel, schließen die freien Räume und machen es dem Gegner somit schwer. In der Offensive baut der Coach hingegen meist nur auf eine Spitze: Mannschaftskapitän Alex Meier.

Verletzte und gesperrte Spieler

Eintracht Frankfurt muss auf viele Spieler verzichten. Guillermo Varela und Ante Rebic haben beide einen Bänderriss, Shani Tarashaj fehlt nach einer Mandel-OP und Marco Russ befindet sich nach einer Tumorerkrankung im Trainingsrückstand. Außerdem nicht dabei: Marc Stendera und Bamba Anderson (beide im Aufbautraining), Joel Gerezgiher und Yanni Regäsel (Muskelverletzungen) sowie Taleb Tawatha (Innenbandriss).

So lief das letzte Aufeinandertreffen

Daran erinnert sich jeder Werderfan: Am letzten Spieltag der vergangenen Saison kam es im Weserstadion zum absoluten Abstiegskrimi. Werder hatte vor dem Match gegen Eintracht Frankfurt auf dem Relegationsplatz gestanden – einen Punkt hinter den Hessen. Bremen gewann, machte den Klassenerhalt perfekt und schickte Frankfurt auf den Relegationsplatz. Jedoch mussten die Werderfans bis zur letzten Minute zittern. Lange sah es nach einem torlosen Remis aus. Erst in der 88. Minute erzielte Papy Djilobodji den erlösenden 1:0-Siegtreffer. Das Weserstadion stand Kopf.
kso

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