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Werder-Coach Alexander Nouri betonte bei der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel: „Wir müssen mutig sein und über uns hinauswachsen.“

Vor dem ersten Saison-Heimspiel

Mutig gegen den Meister

Bremen - Die Zahlen sind alles andere als ermutigend, beim Blick in die jüngere Vergangenheit dürfte vielen Werder-Fans ein kalter Schauer über den Rücken laufen.

Am 20. September 2008 gelang den Bremern der letzte Sieg gegen Bayern München. Mit 5:2 setzte sich das Team damals auf fremden Platz durch. Seitdem folgten 17 weitere Bundesliga-Duelle - allesamt ohne Sieg, oftmals endeten sie mit deftigen Niederlagen.

Nun also der nächste Anlauf: Der Deutsche Meister gastiert am Samstag ab 15.30 Uhr im Weserstadion. „Wir wollen zeigen, dass wir eine geile Mannschaft sind“, sagte Werders Verteidiger Robert Bauer während der Pressekonferenz vor dem Spiel. Eine Kampfansage war das zwar nicht in letzter Konsequenz. Aber dennoch machten die Bremer deutlich, dass sie mit breiter Brust gegen den Rekordmeister auflaufen werden.

Trainer Alexander Nouri versicherte, dass seine Mannschaft wisse, worauf es gegen einen derart starken Gegner ankommt. „Wir müssen mutig sein und über uns hinauswachsen“, betonte er. Über Zweikämpfe und Abschlüsse könne sich Werder ein gutes Gefühl erarbeiten. „Es geht nicht darum, den Gegenspieler im ersten Zweikampf unfair umzutreten“, sagte Bauer - betonte dann aber auch: „Respekt müssen wir uns schon erarbeiten.“ Dass eine gewisse Härte dabei dazugehört, blieb zwar unausgesprochen. Die Botschaft war trotzdem klar. „Wir haben ja einige Spieler, die sehr unangenehm sein können“, sagte Sportchef Frank Baumann.

Keine Belohnung für einen Sieg

Eine Extra-Belohnung hat Nouri für einen möglichen Bayern-Sieg übrigens nicht ausgelobt („Es gibt dann drei Punkte. Mehr nicht.“) Auch die Woche vor dem Spiel unterscheide sich laut Bauer nicht von anderen Vorbereitungswochen. „Für mich ist es ein Spiel wie jedes andere“, sagte der 22-Jährige, der wieder als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette auflaufen dürfte. Bis auf die verletzten Zlatko Junuzovic und Niklas Moisander stehen Coach Nouri übrigens alle Spieler zur Verfügung. Philipp Bargfrede hatte zwar am Donnerstag mit dem Training ausgesetzt, ist beim Abschlusstraining am Freitag aber wieder dabei und damit auch ein Kandidat fürs Spiel.

Wenn Werder im 18. Anlauf endlich mal wieder ein Sieg gegen Bayern München gelingen sollte, wäre das für Robert Bauer übrigens kein Wunder. „Wunder ist ein viel zu großes Wort für ein gewonnenes Fußballspiel“, sagte der Abwehrspieler. Eine faustdicke Überraschung, die wäre es aber allemal.

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