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Werders Torschützen beim 2:1-Sieg gegen Ingolstadt: Max Kruse (l.) und Fin Bartels.

2:1 gegen FC Ingolstadt

Werder kann doch noch gewinnen: Bremen verlässt Relegationsplatz

Bremen - Von Maik Hanke. Der SV Werder kann doch noch gewinnen! Nach fünf sieglosen Spielen feierten die Bremer gegen den FC Ingolstadt am Samstag einen 2:1 (1:0)-Sieg.

Mit dem Dreier distanzierten die Grün-Weißen nicht nur den direkten Konkurrenten Ingolstadt, sondern verließen erstmals seit dem neunten Spieltag den Relegationsrang. Max Kruse hatte die Bremer nach einem flotten Angriff mit 1:0 in Führung gebracht (24.). Nach der Pause glich zunächst Markus Suttner per Freistoß aus (58.), ehe Fin Bartels mit einem Billardtor den 2:1-Sieg für Werder klarmachte.

Nach dem 2:2 beim Hamburger SV baute Werder-Trainer Alexander Nouri seine Mannschaft auf drei Positionen um: Lamine Sane ersetzte nach auskurierter Knieverletzung Milos Veljkovic in der Innenverteidigung. Für Thanos Petsos und den erkälteten Clemens Fritz (beide nicht im Kader) rückten Philipp Bargfrede und Claudio Pizarro in die Startelf. Bargfrede bildete mit Zlatko Junuzovic die Doppelsechs, Pizarro war einzige Spitze vor Max Kruse, dessen Einsatz wegen einer Blessur unter der Woche als fraglich galt.

Werder startete wach und mit Tempo in die Partie, hätte aber beinahe schon nach fünf Minuten einen Elfmeter für Ingolstadt verursacht: Erst spielte Torwart Jaroslav Drobny einen Fehlpass. Dann, als der Ball postwendend hoch zurückkam, sprang Drobny Ingolstadts Stürmer Mathew Leckie mit angezogenem Knie in den Rücken. Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) übersah den rüden Einsatz.

Kruse mit seinem ersten Saisontor zur Pausenführung

Beide Mannschaften bemühten sich in der Folge, nach vorne zu spielen, waren dabei aber in den entscheidenden Momenten zunächst zu ungenau. Nach 24 Minuten schlug Werder dann aber zu: Nach einem weiten Ball von Drobny ging es über mehrere Stationen ganz schnell. Der Ex-Ingolstädter Robert Bauer mit einem tollen langen Ball, der sehr quirlige Fin Bartels mit der Flanke von der rechten Seite in die Mitte, dort entwischte Max Kruse den Ingolstädter Verteidigern und schoss per Direktabnahme mit dem linken Fuß ein - das erste Saisontor für den Werder-Rückkehrer.

Die Bremer wollten daraufhin nachlegen, kamen zu weiteren guten Chancen: vor der Pause mit einem strammen Kruse-Freistoß aus 17 Metern (31.), nach der Pause mit einem Schuss von Serge Gnabry ans Außennetz (48.). Stattdessen glich Ingolstadt aus: Ein Freistoß von Markus Suttner aus rund 25 Metern segelte über die Mauer ins Tor. Unhaltbar platziert schien der aber nicht (58.).

Bartels Billardtor lässt Werder jubeln

Danach war es ein offenes Spiel - mit den besseren Chancen für die Bremer. Bartels schoss scharf mit dem Außenrist vorbei (59.), Gnabry scheiterte an Hansen (69.), Marvin Matip klärte in höchster Not vor Pizarro (73.). Und dann fiel doch noch das erlösende 2:1: Die Bremer ließen den Ball über mehrere Stationen nach vorne laufen, der eingewechselte Izet Hajrovic hielt drauf, Martin Hansen parierte einmal. Dann parierte er noch ein zweites Mal gegen Pizarro, ehe Bartels den Ball über die Linie zwang.

Die Ingolstädter steckten nicht auf, hatten noch mehrere hochkarätige Chancen. Leckie schoss in der 90. Minute knapp rechts vorbei, Drobny hielt einen Kopfball von Moritz Hartmann in der Nachspielzeit. Die Bremer brachten den Sieg über die Zeit. Einen Schockmoment gab es aber noch kurz vor Ende für den SV Werder: Izet Hajrovic knickte ohne gegnerische Einwirkung mit dem linken Knie weg und wurde mit einer Trage vom Platz gebracht.

Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) tritt Werder im Berliner Olympiastadion beim Tabellendritten Hertha BSC an.

Bartels hält Werder am Leben

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