+
Anthony Modeste (v.l.) ist die Lebensversicherung im Sturm des 1. FC Köln. Marco Höger und Matthias Lehmann gehör(t)en zur langen Verletztenliste. Konstantin Rausch kam zuletzt von der Bank.

Vor dem 15. Bundesliga-Spieltag

1. FC Köln im Schnellcheck

Bremen - Zum letzten Werder-Heimspiel des Jahres ist der 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) Gast im Weserstadion. Der Tabellensiebte hat viele verletzte Stammspieler und kriselte sich durch die letzten paar Spiele. Allerdings ist die Spielweise von Trainer Peter Stöger nur schwer auszurechnen.

Aktuelle Form (SUNU):

Nach einem richtig starken Saisonstart stand der 1. FC Köln über mehrere Wochen in der Spitzengruppe der Bundesliga-Tabelle. Mittlerweile sind die Kölner ein wenig abgerutscht, stehen noch auf Rang sieben. Den bisher letzten Sieg feierte das Team von Trainer Peter Stöger am elften Spieltag im Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach (2:1). Danach gab es ein torloses Remis gegen Augsburg, eine deftige Niederlage gegen Hoffenheim (0:4) und ein Unentschieden gegen Borussia Dortmund (1:1).

Star der Mannschaft:

Viele Worte muss man über Anthony Modeste in dieser Saison nicht verlieren – Zahlen sind viel aussagekräftiger: In 14 Bundesliga-Spielen erzielte der Franzose bereits zwölf Treffer, darunter zwei Doppelpacks und einen lupenreinen Hattrick. Allerdings hat die Formkurve des 28-Jährigen zuletzt einen Knick bekommen: Der Stürmer ist seit drei Spielen ohne Tor.

Der Trainer:

Seit 2013 trainiert Peter Stöger den 1. FC Köln und hat – gemeinsam mit Präsident Werner Spinner und Geschäftsführer Jörg Schmadtke – endlich Ruhe in den Verein gebracht. Unter Stöger hat sich der Club sportlich kontinuierlich gesteigert. Der Österreicher führte die Kölner wieder in die Bundesliga, wurde dort im ersten Jahr Tabellenzwölfter, im zweiten Jahr Neunter. Aktuell steht Köln auf Platz sieben der Tabelle. Noch scheint die Entwicklung nicht am Ende zu sein.

Stöger hat Köln aber nicht nur fußballerisch weitergebracht, er hat dem Verein auch eine neue Identität gegeben: weg vom Größenwahn, hin zur Bodenständigkeit. Gleichzeitig hat Köln dank Stögers Humor nichts von seinem Karnevalistischen verloren. Im Oktober wurde sogar ein Stöger-Zitat von ihm zum Fußball-Spruch des Jahres gewählt („Ich habe dem Linienrichter meine Brille angeboten. Aber auch das hat er nicht gesehen“).

In dieser Saison lässt Stöger in sehr variabler Grundordnung spielen, kann seine Mannschaft dem Gegner anpassen. Er bot in den vergangenen vier Spielen drei unterschiedliche Spielsysteme auf – 3-1-4-2, 4-4-2 und 3-4-2-1. Ob Dreier- oder Viererkette, beide Modelle lassen sich bei gegnerischem Ballbesitz zu Fünferketten modifizieren. Damit stehen die Kölner hinten sicher. Im Spiel nach vorne suchen sie immer wieder den direkten Weg zu Anthony Modeste.

Verletzte und gesperrte Spieler:

Timo Horn (Meniskusschaden)

Dominic Maroh (Schlüsselbeinbruch)

Matthias Lehmann (Innenbandriss)

Marcel Risse (Kreuzbandriss)

Leonardo Bittencourt (Sprunggelenksverletzung)

Salih Özcan (Gelb-Rot-Sperre)

Die angeschlagenen Marco Höger und Simon Zoller (beide Schulterblessur) sind wohl dabei.

So lief das Spiel in der Rückrunde 2015/2016:

Es hatte etwas von einem Schicksalsspiel, das Duell von Werder Bremen beim 1. FC Köln am vorletzten Spieltag der vergangenen Bundesliga-Saison. Werder brauchte unbedingt einen Sieg, um den Klassenerhalt zu sichern – aber das misslang. Am Ende stand es 0:0 und Werder rutschte auf den Relegationsplatz ab.

Turbulent war die Partie noch dazu: Der Schiedsrichter verweigerte Werder einen regulären Treffer, verzichtete bei einem strittigen Zweikampf im Werder-Strafraum aber auch auf einen Elfmeter-Pfiff für Köln. Am Ende stand ein etwas glückliches 0:0 – Werders erstes Zu-null-Spiel der ganzen Saison.
han

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare