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Werders Clemens Fritz im Zweikampf mit Kölns Yuya Osako.

Werder spielt 1:1 gegen Köln

Gnabrys Glücksschuss rettet Werders kleine Serie

Bremen - Von Maik Hanke. Werder Bremen setzt seine kleine Serie fort und ist nun seit vier Spielen ohne Niederlage. Im letzten Heimspiel des Jahres gab es 1:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln.

Mit dem Punkt vergrößern die Bremer leicht den Abstand zur Abstiegszone, bleiben aber weiter auf Tabellenplatz 14. Die Kölner sind unverändert Siebter. Artjoms Rudnevs hatte die in der ersten Hälfte gute Kölner gegen schwache Bremer in Führung gebracht (28.). Mit einem Distanz-Kracher glich Serge Gnabry für Werder etwas glücklich noch vor der Pause aus (40.). In der zweiten Hälfte hatten beide Mannschaften gute Chancen zum Siegtor - gelingen sollte der Lucky Punch aber niemandem mehr.

Nach dem 1:0-Sieg bei Hertha BSC sah Werder-Trainer Alexander Nouri keinen Grund, etwas an seiner Startelf zu ändern. Philipp Bargfrede und Kapitän Clemens Fritz liefen im defensiven Mittelfeld auf, Zlatko Junuzovic nahm zunächst auf der Bank Platz. Vorne stürmten Claudio Pizarro und Max Kruse.

Im erstmals in dieser Saison mit 42.100 Zuschauern ausverkauften Weserstadion begann das Spiel mit Tempo und einem immer stärker werdenden 1. FC Köln. Die eigentlich ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Peter Stöger kam besser in die Zweikämpfe, stand kompakt in Defensive und Mittelfeld und spielte mit Schwung nach vorne. Echte Torchancen gab es zunächst keine - bis zur 28. Minute.

Gnabrys Kracher kontert Rudnevs - 1:1 zur Pause

Mit einem Traumpass vertikal durch die ganze Bremer Hintermannschaft (und die Beine von Lamine Sane) fand Kölns Kapitän Jonas Hector Stürmer Anthony Modeste. Dessen Versuch lenkte Werder-Keeper Jaroslav Drobny noch zur Seite ab, dort stand aber der eingerückte Artjoms Rudnevs mutterseelenallein und schob den Ball zum 1:0 für die Gäste ins Netz (28.).

Danach blieb Köln am Drücker - doch die Bremer glichen wie aus dem Nichts aus. Linksaußen Serge Gnabry nahm sich aus mehr als 25 Metern ein Herz und zog einfach mal ab. Der Ball titschte kurz vor Thomas Kessler auf - und rutschte dem FC-Torwart durch (40.). Ein schmeichelhafter Ausgleich.

Power-Phase mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten

In der letzten Spielminute vor der Pause hätte Werder fast sogar noch die Führung erzielt. Nach einem Pass von Max Kruse war Gnabry auf und davon, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Kessler, der danach auch noch Claudio Pizarros brandgefährlichen Nachschuss an den Pfosten lenkte. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte fand Werder deutlich besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein offenes Match mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. So parierte Kessler einen schönen Volley von Fin Bartels mit einer Klasse-Parade - doch der Treffer hätte wegen einer Abseitsposition von Max Kruse eh nicht gezählt (60.). Frederik Sörensen klärte einen Santiago-Garcia-Schuss noch vor der Linie (61.). Und auf der anderen Seite zielte Yuya Osako nur äußerst knapp am Werder-Tor vorbei (65.).

In der Schlussphase wirkten die Kölner frischer als Werder und drückten auf den Siegtreffer. In der 89. Minute hätten die Rheinländer einen Elfmeter bekommen müssen, als Werders Rechtsverteidiger Robert Bauer Marco Höger auf den Fuß stieg. Schiedsrichter Wolfgang Stark übersah das Foul. Etwas glücklich rettete Werder das 1:1 über die Zeit.

Werder holt wichtigen Zähler

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