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So wie gegen Hertha BSC will der SV Werder am Samstag auch im Weserstadion gegen Köln jubeln.

Bremer glauben an Fortsetzung der Serie

Werder traut dem Trend

Bremen - Von Carsten Sander. Nächster Sieg oder neue Enttäuschung? Wenn der SV Werder am Samstag (15.30 Uhr) den 1. FC Köln empfängt, dann geht es für die Bremer um die Fortsetzung des Aufschwungs, um den Erhalt der guten Laune und um drei enorm wichtige Zähler.

Die fordert Sportchef Frank Baumann ganz offensiv von der Mannschaft ein: „Wir haben uns in den letzten beiden Spielen in eine etwas bessere Situation gebracht. Aber wir sind bei weitem nicht in der Situation, dass wir uns auch nur eine Sekunde zurücklehnen könnten. Wir müssen um jeden Punkt kämpfen.“

Zuletzt hat das gut geklappt. Ein Remis, zwei Siege – der Trend stimmt wieder bei Werder. Die Frage ist aber, ob dem Trend schon zu trauen ist – sprich: ob die Mannschaft stabil genug ist, die kleine Serie jetzt auch fortzuführen. Baumann sagt ja: „Ich glaube, dass wir mittlerweile stabiler sind. Die Leistungen sind Stück für Stück besser geworden. Mit dem Selbstvertrauen, das wir aus den letzten Spielen geschöpft haben, traue ich uns die nächsten drei Punkte zu.“

Werder muss punkten - die Spiele danach werden noch härter

Wie bedeutungsvoll die Partie gegen den Tabellensiebten aus Köln ist, zeigt ein Blick auf die dann folgenden Bremer Partien. Nach dem letzten Heimspiel des Jahres wartet am Mittwoch das 2016-Finale beim Tabellenvierten 1899 Hoffenheim. Und ins neue Jahr startet Werder mit zwei Heimspielen gegen die ganz großen Kaliber Borussia Dortmund und Bayern München.

Weil es in allen diesen Begegnungen extrem schwer werden dürfte, etwas zu holen, darf gegen Köln auf keinen Fall gepatzt werden. Die Punkte braucht Werder als Polster für den Re-Start in 2017. „In dieses Spiel müssen wir alles reinwerfen, was wir auch in den vergangenen Spielen investiert haben. Bis zur Winterpause wollen wir noch den einen oder anderen Punkt mitnehmen“, sagt Flügelflitzer Fin Bartels und schwört die Kollegen für die Verlängerung der Mini-Siegesserie ein: „Wir haben gemeinsam den Turnaround geschafft. Jetzt müssen wir da auch weitermachen.“

Weserstadion ist erstmals in dieser Saison ausverkauft

An Fan-Unterstützung wird es dabei nicht mangeln. Die Köln-Partie ist ausverkauft, das Weserstadion zum ersten Mal in der laufenden Saison rappelvoll. Und Trainer Alexander Nouri möchte jeden der 42.100 Besucher (sofern es sich denn um Werder-Fans handelt) beschenken. „Wir wollen für unsere Fans und für die Stadt mit einem Heimsieg eine gute Weihnachtszeit einläuten.“ Auch er ist nach dem 2:1 gegen Ingolstadt und dem 1:0 bei Hertha BSC voller Zuversicht, dass die Mannschaft „diesen Weg weitergeht. Die Überzeugung wird immer größer, die Abstimmung immer besser. Wir entwickeln zudem einen Geist, dass wir uns in jedem Spiel verbessern wollen.“

Vielleicht reicht es am Samstag aber auch, wenn die Bremer es gegen Köln nur genauso machen wie in Berlin. Die Gegner seien sich in ihrer Struktur und ihrer Ausrichtung nämlich ziemlich ähnlich, meint Fin Bartels: „Beide stehen defensiv kompakt, versuchen aber trotzdem, Fußball zu spielen, und lassen wenig bis gar nichts zu.“ Da sei die eigene Geduld gefragt, die eigene Effektivität, der eigene Mut (wie immer) und die eigene Überzeugung. Letzteres ist derzeit reichlich vorhanden – siehe Aussage Bartels: „Wir sind in einer Phase, in der wir den Schwung mitnehmen müssen. Dabei ist es uns egal, wer der Gegner ist. Wir wollen die nächsten drei Punkte holen.“

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