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Ex-Bremer Aaron Hunt (links) hat mit seinen vier Treffern in der Rückrunde Anteil am Aufschwung des HSV.

Vor dem 29. Bundesliga-Spieltag

Hamburger SV im Aufschwung

Bremen – Derbytime! Der Hamburger SV hat nach einer schwachen Hinrunde die Kurve bekommen und zählt in der Rückrunde zu den besten Teams der Liga. Bei einem Sieg gegen den SVW könnte der HSV (33 Punkte) mit dem Nordrivalen aus Bremen (36) gleichziehen. Der Gegner im Schnellcheck.

Zahlen und Fakten zum Spiel

In den vier der vergangenen fünf Auftritte an der Weser blieben die Hamburger ohne Torerfolg.

Der HSV verlor nur eines seiner letzten sechs Bundesliga-Spiele. Vier Siege holte das Team von Markus Gisdol, ein Match endete mit einem Remis.

„Die Rothosen“ kassierten in Halbzeit eins mit 24 die meisten Gegentore aller Clubs.

Hamburg blieb in den vergangenen drei Auswärtsspielen ohne Torerfolg.

Von den letzten sieben Gastauftritten verlor der HSV fünf und gewann nur beim Tabellenzweiten RB Leipzig (3:0 am 11. Februar).

Gisdol holt bei einem Unentschieden seinen 50. Auswärtspunkt in der Eliteliga. Zuvor war er Trainer bei der TSG Hoffenheim.

Verletzte und gesperrte Spieler

  • Kyriakos Papadopoulos (Rotsperre)
  • René Adler (Rippenbruch)
  • Nicolai Müller (Innenbandriss)
  • Albin Ekdal (Muskelbündelriss)
  • Johan Djourou (Trainingsrückstand)
  • Bobby Wood (Knieprobleme, Einsatz fraglich)

Der Trainer

Markus Gisdol soll den Hamburger Sportverein zurück auf Kurs bringen - weg vom ewigen Abstiegskampf. Davon ist der Club aber noch ein weites Stück entfernt. Aktuell geht es für die Hanseaten – mal wieder - um nichts anderes als den Verbleib im deutschen Fußball-Oberhaus. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Gisdol hat es mit dem HSV selbst in der Hand, denn die Hamburger spielen noch gegen die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller: FC Augsburg (16.), Mainz 05 (15.) und VfL Wolfsburg (14.).

Das ist der HSV

Außerdem zählen die Hamburger zu den besten Mannschaften der Rückrunde. 20 Punkte hat das Gisdol-Team in der zweiten Saisonhälfte geholt – genauso viele wie Werder. Trotz des Aufschwungs hat der HSV aber „nur“ vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Mit einem Sieg im Nordderby kann Hamburg einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen und punktemäßig mit Bremen gleichziehen.

Star der Mannschaft

Ausgerechnet Aaron Hunt, der zwischen 2004 und 2014 insgesamt 215 Mal für Werder in der Bundesliga auflief, ist vor der Rückkehr ins Weserstadion der Mann der Stunde beim Nordrivalen HSV. Dabei stand der Offensivmann bei den Hamburgern im Winter schon kurz vor dem Absprung. In der Hinrunde noch Bankdrücker, in der Rückrunde der Schlüsselspieler. So zeigte sich der langjährige Werder-Profi zuletzt in Topform. Mit seinem Doppelpack am vergangenen Samstag beim 2:1-Sieg gegen Hoffenheim bescherte Hunt dem Club an der Elbe drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. In seinen vergangenen acht Einsätzen hat Hunt viermal getroffen und ist damit bester HSV-Schütze der laufenden Rückrunde.

So lief das Spiel der Hinrunde

Was für eine packende erste Halbzeit! Michael Gregoritsch schockte die Bremer schon nach 139 Sekunden. Fin Bartels konnte kurze Zeit später ausgleichen (14.). Dann war es erneut Gregoritsch, der die HSV-Fans im Volksparkstadion zum Toben brachte (28.). Die große Freude über die erneute Führung hielt jedoch nur bis kurz vor dem Halbzeitpfiff. Werders bester Torschütze Serge Gnabry sorgte für das 2:2 (45.). Nach dem Seitenwechsel waren Chancen Mangelware, spannend blieb es trotzdem. Die Punkteteilung ging am Ende in Ordnung und hatte für Werder keine Auswirkung. Die Bremer verharten weiter auf dem Relegationsplatz, der HSV blieb das Tabellenschlusslicht.

(mit sid)

Derby-Social-Wall

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