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Florian Kohfeldt glaubt fest an einen Sieg am Sonntag gegen Hannover 96.

Vor dem Spiel gegen Hannover 96

Kohfeldt siegessicher: „Ich habe großes Vertrauen in die Jungs“

Bremen - Zwei Wochen hatte Florian Kohfeldt Zeit, um die Mannschaft auf das wichtige Heimspiel gegen Hannover 96 (Sonntag, 18 Uhr) vorzubereiten.

Dass es einen Bremer Sieg geben wird, hat der neue Werder-Trainer den Fans bereits versprochen: „Wir werden das Spiel gewinnen“. Während der Pressekonferenz vor der Partie hat er nun am Donnerstag erklärt, was ihn derart optimistisch macht.

„Ich habe großes Vertrauen in die Jungs. Wir wissen genau, was wir wollen und haben eine konkrete Idee davon, wie wir das Spiel gewinnen werden“, sagte der 35-Jährige, der Ende Oktober die Nachfolge von Alexander Nouri angetreten hatte. In Kohfeldts erstem Spiel als Werder-Chefcoach (damals noch als Interimslösung) hatte die Mannschaft in Frankfurt vor allem in der ersten Hälfte gute Ansätze gezeigt - und genau in diese Richtung soll es am Sonntag weitergehen. „Wir haben viel darüber gesprochen, welche Räume wir mit Ball besetzten und wie wir verteidigen wollen“, erklärte Kohfeldt.

Kruse lobt seinen Trainer Kohfeldt

Die beiden Testspiele gegen Heerenveen (2:2) und Rehden (4:1) seien zudem „sehr hilfreich“ gewesen. Werders Sportchef Frank Baumann hob hervor: „In Frankfurt war ein Impuls zu sehen. Das war ein Schritt nach vorne.“ Jetzt gehe es darum, die nächsten Schritte folgen zu lassen. Der neue Trainer ist also fest davon überzeugt, dass seine Ideen in der Mannschaft angekommen sind - und die Spieler sehen es genauso.

Stürmer Max Kruse lobte: „Flo hat einen klaren Plan und erreicht das Team sehr gut.“ Natürlich könne sich innerhalb von zwei Wochen nicht alles ändern. Dafür, dass es trotzdem besser läuft, seien vor allem die Spieler verantwortlich.

„Es ist einfach zu sagen, dass ein Trainerwechsel neuen Schwung bringt. Das ist für mich ein Alibi. Wir können ja nicht alle drei Wochen den Trainer wechseln.“ Kruse, der in dieser Saison noch auf sein erstes Bundesliga-Tor wartet, geht davon aus, dass die Fans am Sonntag geschlossen hinter Werder stehen. „Wir müssen alle dafür kämpfen, dass wir weiter in der Bundesliga spielen dürfen“, sagte er.

Dass Kohfeldt dabei nun als Hauptverantwortlicher gilt, ist dem neuen Trainer natürlich bewusst. Er steht plötzlich im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nervös ist er vor seinem ersten Auftritt als Chef aber nicht. „Nervosität ist der falsche Begriff. Ich würde es eher Freude nennen. Es ist ein Spiel im Weserstadion, dazu noch unter Flutlicht - was gibt es Schöneres?“, fragte Kohfeldt - und erinnerte dann noch einmal an sein Versprechen: „Ich bin überzeugt davon, dass wir den Platz als Sieger verlassen werden.“

Florian Kohfeldt: Seine Karriere in Bildern

Viktor Skripnik und Florian Kohfeldt
Florian Kohfeldt spielte von 2001 bis 2009 in Werders dritter Mannschaft, wechselte dann ins Trainerfach. Als Co-Trainer von Viktor Skripnik war er vier Jahre lang bei der U17 tätig, in der Saison 2013/14 dann auch bei Werders U23. © nordphoto
Viktor Skripnik, Florian Kohfeldt und Torsten Frings
Im Oktober 2014 wurde Skripnik nach der Entlassung Robin Dutts Cheftrainer bei den Profis. Seine Co-Trainer bei der U23, Kohfeldt und Torsten Frings, folgten ihm in die Bundesliga. © Gumz
Florian Kohfeldt und Viktor Skripnik
In 70 Pflichtspielen der Profis saß Kohfeldt auf der Werder-Bank. © nordphoto
Florian Kohfeldt
Nachdem Skripnik im September 2016 gehen musste und U23-Trainer Alexander Nouri seinen Posten übernahm, kehrte Kohfeldt zu Werders U23 zurück.  © nordphoto
Florian Kohfeldt
Seit Oktober 2016 ist er dort als Trainer tätig und schaffte in der Saison 2016/17 den Klassenerhalt. © Gumz
Alexander Nouri und Florian Kohfeldt
Nach der Entlassung von Alexander Nouri (l.) am 30. Oktober 2017 übernimmt Fußballlehrer Kohfeldt die Bundesliga-Mannschaft erneut - diese Mal interimsweise als Cheftrainer. Sein Assistent wurde Tim Borowski. © nordphoto
Florian Kohfeldt
Kohfeldt genießt bei Werder eine sehr hohe Wertschätzung. „Er kann Spieler weiterentwickeln. Er hat eine klare Ansprache. Er ist ein intelligenter, junger, innovativer Trainer“, lobte Sportchef Frank Baumann nach Kohfeldts Beförderung. © Gumz
Florian Kohfeldt
Zwar setzte Kohfeldt in seinem ersten Erstliga-Spiel als Cheftrainer mit Werder neue Impulse, das Spiel gegen Eintracht Frankfurt ging durch ein spätes Gegentor trotzdem mit 1:2 verloren. © Gumz
Florian Kohfeldt
Am 10. November meldete Werder Vollzug: Kohfeldt bleibt Cheftrainer - zumindest bis zur Winterpause. © nordphoto

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