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Milos Veljkovic (li.) und Lamine Sane.

So könnte Werder gegen 96 spielen

Veljkovic oder Sane - das ist hier die Frage

Bremen - Am Ende einer Länderspielphase stehen oft die Fragezeichen. Wem hat die Zusatzbelastung wie sehr zugesetzt? Wer braucht vielleicht eine Pause? Bei wem ist es vielleicht sogar anders herum, und er hat Wind unter die Flügel bekommen?

Bei Werder Bremen lässt sich die letzte Frage eindeutig beantworten: Extra-Schwung gab es für Thomas Delaney und Ludwig Augustinsson, die mit Dänemark beziehungsweise Schweden in den Playoffs das WM-Ticket gelöst haben. Die Jungs sind gut drauf, wären bei Chefcoach Florian Kohfeldt aber sicherlich auch im umgekehrten Fall keine Wackelkandidaten hinsichtlich eines Platzes in der Startelf für die Partie gegen Hannover 96. Anders könnte es bei Milos Veljkovic aussehen. Der Serbe hat eine Mega-Tour mit der Nationalmannschaft hinter sich. Möglich, dass er müde ist und heute durch Lamine Sane ersetzt wird.

Sane, unter Kohfeldts Vorgänger Alexander Nouri absolute Stammkraft, hatte zuletzt gegen Eintracht Frankfurt auf der Bank gesessen. Gegen Hannover will der 30-Jährige aber unbedingt spielen. Kein Wunder, denn sein drei Jahre jüngerer Bruder Salif läuft im 96-Trikot auf. Das Bruder-Duell hat es in Frankreich zwar schon zweimal gegeben, in der Bundesliga bislang aber noch nie. Florian Kohfeldt machte Lamine Sane auf der Pressekonferenz vor dem Spiel Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an: "Lamine hat schon bewiesen, dass er über eine hohe Bundesliga-Qualität verfügt und eine Mannschaft führen kann. Er hat eine gute Möglichkeit, in der Startelf zu stehen."

Bargfrede statt Eggestein denkbar

Der zuletzt bevorzugte Milos Veljkovic hatte während der Länderspielperiode das ferne Asien bereist. Erst ein Testspiel in China, dann ein Match in Südkorea, schließlich wieder über Serbien zurück nach Bremen – das kann schon mal schlauchen.

In der Viererkette, mit der Kohfeldt ziemlich sicher wieder spielen lassen wird, bleibt die Besetzung ansonsten wie schon vor zwei Wochen in Frankfurt. Theo Gebre Selassie rechts, Augustinsson links, Niklas Moisander als zweiter Innenverteidiger. Im von Kohfeldt als Ausgangs-Grundordnung gewählten 4-3-3 werden wohl Thomas Delaney, Zlatko Junuzovic sowie Maxi Eggestein das Mittelfeld bilden. Wobei Abwandlungen möglich sind. Bargfrede statt Eggestein ist denkbar, Bargfrede gemeinsam mit Eggestein auch – dafür müsste dann Junuzovic auf den linken Flügel ausweichen.

Johannsson fällt aus

Dort ist sein österreichischer Landsmann Florian Kainz die andere Variante. Mit Fin Bartels könnte er die Flügelzange bilden. Im Zentrum ist Max Kruse gesetzt. Denkbar ist jedoch auch, dass Kohfeldt Ishak Belfodil in die Spitze stellt und Kruse etwas zurückzieht. In dem Fall könnte der linke Flügelspieler der Leidtragende sein.

Klar ist, dass Aron Johannsson aktuell keine Alternative für den Angriff ist. Der Isländer, von dem sich viele Fans unter Coach Kohfeldt nach langem, langem Anlauf doch noch den Durchbruch erhoffen, fällt mit Knieproblemen aus. "Das ist tragisch für ihn. Er hatte zuletzt im Training und den Testspielen etwas angeboten", sagte Kohfeldt. Nicht im Kader stehen auch Izet Hajrovic, Ulisses Garcia und Yuning Zhang. Kohfeldt entschied sich gegen das Trio.

Für das Spiel gegen Hannover hat Werder-Cheftrainer Kohfeldt folgende 18 Spieler nominiert:

Jiri Pavlenka, Jaroslav Drobny - Luca Caldirola, Robert Bauer, Ludwig Augustinsson, Thomas Delaney, Florian Kainz, Jerome Gondorf, Max Kruse, Milos Veljkovic, Zlatko Junuzovic, Niklas Moisander, Fin Bartels, Theodor Gebre Selassie, Lamine Sane, Ishak Belfodil, Maximilian Eggestein, Philipp Bargfrede.

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