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Die Berliner sind in Bremen seit fast zwölf Jahren sieglos.

Vor dem 20. Spieltag

Effizienter Lieblingsgegner – die Fakten zum Hertha-Spiel

Bremen – Am Samstag (18.30 Uhr, Weserstadion) trifft Werder Bremen auf einen Lieblingsgegner. Das sind die wichtigsten Fakten vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC.

1. Lieblingsgegner: Seit acht Spielen ist Werder gegen Hertha BSC ungeschlagen, die Heimbilanz listet sogar neun Spiele am Stück ohne Niederlage auf (acht Siege, ein Remis). Die letzte Pleite im Weserstadion liegt schon mehr als zehn Jahre zurück – bis zum 11. März 2006. Insgesamt kann sich die Bilanz sehen lassen: Von 77 Pflichtspielen gegen die Hauptstädter gewann Werder 40 und verlor 20. In 17 Duellen gab es keinen Sieger.

2. Beste Heimbilanz: Mit 2,35 Punkten im Schnitt haben die Grün-Weißen unter allen aktuellen Bundesligisten die beste Heimbilanz gegen Hertha. Außerdem hat Trainer Florian Kohfeldt seit Amtsübernahme noch kein Heimspiel verloren. Gleichzeitig hat Hertha in dieser Saison erst zwei Auswärtsspiele gewonnen – gegen den 1. FC Köln (2:0) und RB Leipzig (3:2).

3. Pal Dardai: Bei einem Sieg gegen Werder würde der Berliner Trainer seinen 50. Auswärtspunkt in der Bundesliga holen – in einer Amtszeit von fast drei Jahren. Mit zwei Jahren, elf Monaten und 22 Tagen ist er der zweitdienstälteste aktuelle Bundesliga-Trainer hinter Freiburgs Christian Streich. Als Coach der Berliner hat er allerdings noch nie gegen Werder gewonnen (drei Unentschieden, zwei Niederlagen).

4. Abstiegskampf wird härter: Werder wartet seit vier Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. Den haben die Bremer jetzt bitter nötig, der Abstand zum rettenden Ufer ist bereits auf vier Punkte angewachsen. Werder belegt mit 16 Punkten den Relegationsplatz, nur einen Zähler besser als der Hamburger SV (15 Punkte) und vier Punkte besser als der 1. FC Köln.

5. Werder trifft häufiger: In den letzten drei Partien erzielte Werder fünf Treffer, das ist fast ein Drittel ihrer Bundesliga-Tore in dieser Saison (16). Die Bremer werden allmählich wieder treffsicherer. Da kommt Hertha jetzt genau recht: In den letzten 19 Duellen gegen die Berliner schoss Werder nur einmal kein Tor.

10.09.2017: Werder hat am dritten Spieltag in Berlin den ersten Punkt in der laufenden Bundesliga-Saison eingefahren, Thomas Delaney erziehlte dabei den ersten Treffer.

6. Mäßiger Start 2018: Wie Werder ist auch Hertha BSC mit nur einem Punkt aus zwei Spielen ins neue Bundesliga-Jahr gestartet. Nach einer 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart holten die Berliner danach zu Hause ein 1:1 gegen Borussia Dortmund. Krise wäre aber wohl noch das falsche Wort für Hertha: Der Tabellen-Elfte verlor nur eines der letzten sechs Spiele.

7. Effizienz: Keine Mannschaft schießt so selten auf das gegnerische Tor wie Hertha BSC, dafür ist die Chancenverwertung der Berliner Liga-Spitze: Fast jeder fünfte Schuss (19 Prozent) landet im gegnerischen Tor, berichtet „werder.de“. Bisher kommt die „alte Dame“ auf 27 Saisontore.

8. Die Ehemaligen: Während auf Seiten der Bremer in Keeper Jaroslav Drobny ein Ex-Berliner unter Vertrag steht, gehört in Davie Selke ein ehemaliger Werder-Profi der Hertha an. Dabei stand Selke im Sommer kurz vor einer Rückkehr zum SV Werder. Die Ablöse für den damaligen Stürmer von RB Leipzig war aber schlicht zu hoch. „Das Thema ist abgehakt“, sagt Sportchef Frank Baumann.

9. Die Fehlenden: Neben den Langzeitverletzten Fin Bartels und Michael Zetterer muss Werder auch auf Ole Käuper und den nach Krankheit noch nicht wieder fitten Lamine Sane verzichten. Bei der Hertha fehlen Stammtorwart Rune Jarstein (Muskelfaserriss), Verteidiger Karim Rekik (Muskelverletzung) und Mitchell Weiser (muskuläre Probleme). Der Rechtsverteidiger ist nicht rechtzeitig fit geworden - anders als Fabian Lustenberger. Der frühere Kapitän dürfte in der Startelf stehen.

10. Immer wertvoller: Jerome Gondorf war an vier der letzten sechs Bremer Pflichtspieltore beteiligt. Beim 2:4 gegen Bayern München erzielte er sein erstes Tor für Werder. Gegen Hertha darf er womöglich wieder von Anfang an ran.

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