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Vedad Ibisevic (2.v.r.) ist mit vierzehn Treffern und vier Assists Herthas Erfolgsgarant.

Vor dem 31. Bundesliga-Spieltag

Hertha auf Europa-Kurs

Bremen – Zwei Teams, ein Ziel – und das heißt Europa. Hertha BSC würde mit einem Sieg gegen den SV Werder der Europa League sehr nahe kommen. Wie läuft es aktuell für die „alte Dame“? Der Gegner im Schnellcheck.

Zahlen und Fakten

Hertha konnte noch nie ein Auswärtsspiel in Bremen gewinnen, wenn die Werderaner ein Tor geschossen haben.

Der letzte Dreier der Berliner an der Weser liegt elf Jahre zurück. Am 11. März 2006 gewann Hertha mit 3:0. Seitdem verloren die Hauptstädter sieben der acht Auswärtsspiele im Weserstadion.

Vier Punkte trennen Hertha und Werder vor der Begegnung am Samstag (15.30 Uhr). Mit einem Sieg wäre Berlin dem internationalen Geschäft ganz nah.

Das Team von Trainer Pal Dardai stand in der laufenden Saison zu keinem Zeitpunkt schlechter als auf Tabellenplatz sechs.

Die vergangenen acht Auswärtsspiele konnten die Hauptstädter nicht mehr gewinnen.

In der Auswärtstabelle liegt Hertha mit zehn Niederlagen, eine mehr als in der gesamten Vor-Saison, auf Rang 16.

Verletzte und gesperrte Spieler

  • John Anthony Brooks (Muskelfaserriss)
  • Marvin Plattenhardt (Muskelfaserriss)
  • Valentin Stocker (Muskelfaserriss)
  • Mitchell Weiser (Muskelfaserriss)
  • Fabian Lustenberger (Schambeinentzündung)
  • Niklas Stark (Fußverletzung)
  • Julian Schieber (Knorpelschaden im Knie)

Der Trainer

Pal Dardai und Hertha BSC, das passt. Im Februar 2015 übernahm der Ungar das abstiegsbedrohte Team von Jos Luhukay. Dardai, der als Profi über 15 Jahre in Berlin kickte, schaffte das, womit wohl keiner mehr gerechnet hatte. Er hielte mit dem Club die Klasse. Seitdem ging es nur noch aufwärts. Die vergangene Spielzeit beendete Hertha auf dem siebten Rang. Auch diese Saison heißt es Europa-Kurs statt Abstiegskampf. Mit 46 Punkten belegen die Berliner vor dem 31. Spieltag den fünften Tabellenrang. Und der würde für die direkte Qualifikation der Europa League reichen.

Star der Mannschaft

Als Kapitän geht er voran: Vedad Ibisevic ist mit zwölf Treffern der Top-Torschütze der Hertha. Zusätzlich bereitete er noch vier Treffer vor. Damit ist er zudem der beste Scorer der Hauptstädter. In der Tabelle der gesamten Bundesliga-Scorer zählt Ibisevic immerhin zu den Top-Ten. Den zehnten Platz teilt sich Ibisevic im Ranking mit Bayerns Arjen Robben.

So lief das Spiel der Hinrunde

Was war das für ein Mega-Bock von Herthas Niklas Stark? Der Innenverteidiger wollte als letzter Mann am Sechzehner vor dem eigenen Tor den Ball mit dem Außenrist nach rechts auf Fabian Lustenberger spielen. Werders Max Kruse, der prima spekuliert hatte, funkte dazwischen und schob mit rechts zur 1:0-Führung ein (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Bremer Glück. Vedad Ibisevic traf nach einem feinen Schlenzer nur den Außenpfosten. In Hälfte zwei verwaltete Werder die knappe Führung dank einer stark verbesserten Defensivarbeit und gewann mit 1:0, was bis zu diesem Zeitpunkt der Saison noch keinem Club bei der Hertha gelungen war. Dabei hatten die Berliner alle sechs Heimspiele gewonnen.

(mit sid)

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