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Schlägt nach dem Gegentreffer in der Nachspielzeit die Hände vors Gesicht: Werder-Trainer Florian Kohfeldt.

Später Ausgleich kostet nicht nur Punkte

Kommentar: Das gute Gefühl hat gelitten

Der Last-Minute-Gegentreffer zum 2:2 hat Werder Bremen nicht nur einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gekostet. Ein Kommentar von Carsten Sander. 

Vor dem Spiel wären wohl die meisten, deren Herz an Werder Bremen hängt, mit einem Punkt gegen Mainz 05 zufrieden gewesen. Was will man auch mehr erwarten, wenn in Max Kruse, Zlatko Junuzovic und Fin Bartels die gesamte Offensive ausfällt? Aber so, wie es zum 2:2 gekommen ist, bietet das Spiel maximalen Grund, frustriert, verärgert und sauer zu sein.

Die Kernfrage: Wie kann es passieren, dass der Mainzer Fabian Frei in den Schlusssekunden ungedeckt bleibt? Sieg absichern? Das hat mal gründlich gar nicht funktioniert. Da tröstet es auch nicht, dass ähnliche Phänomene zeitgleich auch in Augsburg und Frankfurt zu beobachten waren.

Werder ist und bleibt ein Abstiegskandidat

Die Bremer Mannschaft, die für eine starke erste Halbzeit zu loben ist, hatte nach der Pause mit jeder Minute, die verging, jenen Mut verloren, der sie zuvor zum 2:0 geführt hatte. Zögerlich, statt zielstrebig – so gab Werder einen Sieg aus der Hand, der enorm gut getan hätte. So geht das Team als Tabellen-16. und nicht als 14. in die kurze Winterpause.

Punktemäßig ist das zwar nicht der Riesenunterschied, psychologisch aber schon. Denn das gute Gefühl des Aufschwungs hat durch den Last-Minute-Ausgleich deutlich gelitten. Wer in einem solch wichtigen Spiel einen solch großen und entscheidenden Fehler in der Nachspielzeit macht, beweist vor allem eins: Er ist und bleibt ein Abstiegskandidat.

Fotostrecke: Vorsprung verspielt

Werder gegen Mainz
Kurz vor der Partie kam der Schock für die Fans: Florian Kohfeldt musste auf Zlatko Junuzovic und Max Kruse verzichten, die nach dem Abschlusstraining verletzt ausfielen.  © nordphoto
Werder gegen Mainz
Kein Problem, dachte sich Philipp Bargfrede, schnappte sich in der zweiten Minute den Ball, lief zum Tor und netzte ein. 1:0 für Werder.  © nordphoto
Werder gegen Mainz
In der 17. Minute jubelte Werder erneut! Ein abgewehrter Kopfball von Thomas Delaney landete bei Ishak Belfodil - dessen Versuch per Kopf ging in hohem Bogen zum 2:0 ins Tor. © nordphoto
Werder gegen Mainz
Der Torschütze rannte direkt zur Bremer Bank und feierte mit Teamkollege Lamine Sane.  © nordphoto
Werder gegen Mainz
Der Mainzer Keeper Robin Zentner kam auch weiterhin kaum zur Ruhe. Maximilian Eggestein wurde von Ludwig Augustinsson bedient, Zentner lenkte den Ball über das Tor (26.).  © nordphoto
Werder gegen Mainz
Werder erarbeitete sich in der ersten Hälfte einige gute Chancen, Mainz kam zweimal hochgefährlich vors Bremer Tor. Am Ende gingen die Mannschaften mit 2:0 in die Pause.  © Gumz
Werder gegen Mainz
In der zweiten Halbzeit verwaltete Werder die Führung über weite Strecken, kam nur noch selten zu Chancen. Mainz tauchte dagegen immer wieder im Strafraum der Bremer auf.  © nordphoto
Werder gegen Mainz
Und das rächte sich. Emil Berggreen bejubelte in der 70. Minute den Treffer seines Kollegen Robin Quaison (li.).  © dpa
Werder gegen Mainz
Auf der Gegenseite konnte Alexandru Maxim einen Kopfball von Belfodil in höchster Not auf der Linie klären (83.). © nordphoto
Werder gegen Mainz
Kurz vor Schluss traf dann noch Fabian Frei (93.) zum 2:2 für die Mainzer - nur ein Punkt blieb in Bremen. © nordphoto

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