+
Das letzte Duell zwischen Werder Bremen und Mainz 05 endete 2:0 für die Bremer. Hier in Aktion: Max Kruse (li.) und Danny Latza.

Vor dem 17. Spieltag

Ohne Tannenbaum ins Kellerduell: Die Fakten zum Mainz-Spiel

Bremen - Es ist ganz einfach: Wer gewinnt, überwintert auf einem Nichtabstiegsplatz. Es geht also um eine ganze Menge im letzten Bundesliga-Spiel 2017. Die Fakten zum Kellerduell zwischen Werder Bremen und Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr).

1. Werder klar vorn: In den vergangenen sechs Spielen gegen Mainz hat Werder nur einmal verloren. Dreimal gingen die Bremer als Sieger vom Platz, zwei Partien endeten unentschieden. Bisher gab es in der Bundesliga erst 22 Duelle zwischen den beiden Mannschaften, Werder gewann davon die Hälfte (sechs Siege Mainz, fünf Unentschieden). Die Heimbilanz von Werder ist allerdings ausgeglichen (vier Siege für beide Teams, drei Remis).

2. Lang ist's her: Für den letzten Bremer Heimsieg gegen Mainz musste noch ein gewisser Aaron Hunt treffen – und zwar doppelt. Das war am 4. November 2012, am Ende hieß es 2:1. Das war Werders einziger Dreier in den vergangenen sieben Heimspielen gegen die Rheinhessen.

3. Schlechte Erinnerungen: Die Niederlage, die Werder im September 2016 gegen Mainz kassierte, war eine der ganz bitteren Sorte. Nach dem Aus von Viktor Skripnik führten die Bremer beim Debüt von Trainer Alexander Nouri lange mit 1:0 – und kassierten in den Schlussminuten noch zwei Gegentore. Den Knockout setzte Pablo De Blasis nach Vorlage des gebürtigen Bremers Gerrit Holtmann in der Nachspielzeit.

4. Gute Erinnerungen: Ein halbes Jahr nach der herben Niederlage gelang Nouri gegen die Mainzer nicht nur die Revanche, sondern ein ganz, ganz wichtiger Dreier, der ihm womöglich den Job rettete. Nach Fehlstart in die Rückrunde gewann Werder mit 2:0 in Mainz. Es sollte der Startschuss sein für eine Erfolgsserie von elf Spielen ohne Niederlage, die Werder aus dem Abstiegskampf beinahe noch bis in die Europa League getragen hätte.

5. Direktes Duell im Keller: Wer überwintert auf einem Abstiegsplatz? Das Spiel zwischen Werder und Mainz ist auch das Spiel zwischen dem Tabellen-17. und dem -15. Sollten die Bremer gewinnen, würden sie sich an den derzeit zwei Punkte besseren Mainzern vorbeischieben und zumindest auf keinem direkten Abstiegsplatz überwintern. Theoretisch ist sogar Rang 14 in Reichweite.

Die Tradition macht Pause: 2017 wird es kein Tannenbaum-Trikot des SV Werder geben.

6. Mainz in schwacher Form: Nur einen Punkt holten die Mainzer aus den vergangenen vier Spielen. Noch brisanter: In acht Spielen sprang nur ein Sieg raus. Die 05er brauchen also genau wie Werder dringend einen Sieg. Allerdings wartet der Club seit mittlerweile 13 Spielen auf einen Auswärtssieg.

7. Werder vor 600. Niederlage: Verliert Werder, überwintert der Club nicht nur auf einem Abstiegsplatz, sondern kassiert auch die 600. Niederlage in der Bundesliga. 600 oder mehr Niederlagen in der Ewigen Tabelle haben bisher nur der VfB Stuttgart (600), der Hamburger SV (615) und Eintracht Frankfurt (627).

8. Vier Ex-Bremer bei Mainz: Gerrit Holtmann (22) ist bei Werder kein Unbekannter. Der gebürtige Bremer spielte von 2010 bis 2013 in der Jugend der Grün-Weißen, landete über den JFV Bremerhaven und Eintracht Braunschweig bei Mainz 05. Auch mit Levin Öztunali gibt es ein Wiedersehen. Der heute 21-jährige Mittelfeldspieler spielt seit Sommer 2016 bei den 05ern. Der Dritte ist Leon Balogun. Bei Werder (2010 bis 2012) kam er nicht dauerhaft über die U23 hinaus, seit 2015 spielt er in Mainz. Und dann zwar nicht auf dem Feld, aber zumindest auf der Bank sitzt Rouven Schröder. Der Sportvorstand der Gäste war von 2014 bis 2016 Direktor Profifußball bei Werder.

9. Die Fehlenden: Die Mainzer sind arg von Verletzungen gebeutelt, müssen auf etliche Stammspieler verzichten: Rene Adler (Oberschenkel), Jean-Philippe Gbamin (Oberschenkelzerrung) und Karim Onisiwo (Schulter) fallen sicher aus, die Einsätze von Stefan Bell und Suat Serdar (beide krank) sowie Yoshinori Muto (Rücken) und Levin Öztunali (Zerrung) sind fraglich. Bei Werder fehlt von den Stammkräften nur Fin Bartels (Achilessehnenriss).

10. Kein Tannenbaum-Trikot: Es hatte längst Tradition, das Tannenbaum-Trikot in der Vorweihnachtszeit. Seit 2002 pflegt Werder diesen Brauch, doch dieses Jahr ist Pause. „Aus technischen Gründen“, teilte der Verein auf Nachfrage mit, gibt es dieses Jahr kein Weihnachts-Shirt. Das ist schade, der Tannenbaum-Effekt war durchaus positiv. Von den 15 Spielen im Spezial-Trikot gewannen die Bremer acht, verloren nur zwei, fünf endeten unentschieden.

(mit sid)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare