+
Timo Werner (r.) ist der aktuell erfolgreichste deutsche Torschütze der Bundesliga-Saison.

Vor Spiel gegen Werder - Star in Zahlen

Timo Werner: Der Schwabe und die Schwalbe

Leipzig – Seit seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu RB Leipzig ist der junge Stürmer Timo Werner in aller Munde – wegen seiner Tore, einer Unsportlichkeit und seiner Nominierung in die A-Nationalmannschaft. Am Samstag trifft er auf Werder Bremen. Der Star in Zahlen.

11,1 Sekunden lief Timo Werner schon als 17-Jähriger auf 100 Meter. Mit einer Top-Geschwindigkeit von 34,5 Stundenkilometern gehörte der Stürmer des VfB Stuttgart bereits in der Saison 2013/14 zu den schnellsten Spielern der Bundesliga. Das Geheimnis seines Tempos liegt in seiner Kindheit. „Mein Vater hat viel Wert darauf gelegt, dass ich Kraft in den Beinen habe, um mich richtig abzustoßen“, sagte Werner 2014. „Krafträume mag ich nicht so. Ich renne lieber Weinberge hoch oder mache bei uns am Max-Eyth-See Treppenläufe.“

14 Jahre hatte der U21-Nationalspieler für den VfB Stuttgart gespielt. „Seit 2002 bin ich beim VfB und hoffe, dass noch ganz viele Jahre hinzukommen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, mal woanders zu spielen. Der VfB ist meine Heimat“, sagte Werner als 17-Jähriger. „Ich wünsche mir, dass wir bald wieder Champions League spielen.“ Werner wird zwar bald wohl wirklich Champions League spielen – allerdings nicht mit dem VfB. Mit 20 wechselte Werner zu Emporkömmling RB Leipzig.

17 Jahre und 249 Tage war der Stuttgarter alt, als er am zwölften Spieltag der Saison 2013/14 im baden-württembergischen Derby gegen den SC Freiburg zweimal einnetzte. Damit avancierte er zum jüngsten Doppeltorschützen der Bundesliga-Historie. Nicht sein einziger Rekord: Werner ist außerdem der jüngste Spieler mit 100 Bundesliga-Einsätzen sowie der jüngste Pflichtspiel-Debütant, Bundesliga-Spieler, DFB-Pokal-Spieler und Bundesliga-Torschütze des VfB Stuttgart.

19 Sekunden waren am 3. Dezember 2016 im Spiel gegen Schalke 04 gespielt, da ereignete sich eine Szene, die viele Fans dem jungen Stürmer noch eine Weile übel nehmen werden: Nach einem Steilpass legt Werner den Ball an Torwart Ralf Fährmann vorbei und lässt sich ohne Berührung fallen. Die klare Schwalbe erkennt der Schiedsrichter nicht. Werner schießt selber und verwandelt, Leipzig gewinnt das Spiel. Als Werner seine Unsportlichkeit auch noch in Interviews rechtfertigt, wird er zum Feindbild Fußball-Deutschlands. Werner entschuldigt sich am nächsten Tag, der Image-Schaden aber ist angerichtet.

27 Tore hat Werner in 118 Bundesliga-Spielen erzielt, davon alleine 14 in 23 Spielen für Leipzig. Damit hat er die Karriere-Quote seines Stuttgarter Idols Mario Gomez zwar noch nicht erreicht, der Trend des Vollblutstürmers zeigt aber eindeutig in die richtige Richtung. Momentan ist der Wahl-Leipziger sogar Europas bester Torschütze der Spieler bis 21 Jahre.

86 Spieler haben unter Bundestrainer Joachim Löw bereits ihr Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gefeiert. Timo Werner dürfte nun Nummer 87 werden. Löw hat den Stürmer für die Länderspiele gegen England (Mittwoch, 22. März) und Aserbaidschan (Sonntag, 26. März) erstmals nominiert.
fmi

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare