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Seit seinem Wechsel zum SC Freiburg hat sich Janik Haberer zum Stammspieler entwickelt.

Star in Zahlen

Janik Haberer: Vielseitiger Frühstarter

Mit seiner starken Tor-Bilanz aus den vergangenen Spielen steht Nils Petersen beim SC Freiburg derzeit im Fokus. Doch nicht nur der Ex-Werderaner erlebt beim SC Freiburg eine gute Saison: In der Offensivabteilung der Breisgauer versteckt sich mit Janik Haberer ein junges Allround-Talent.

2 Millionen Euro überwies der Sportclub aus Freiburg an die TSG Hoffenheim für den jungen Spieler. Damit ist Haberer nur knapp an der Top 10 der Rekordzugänge ins Breisgau vorbeigeschrammt. Und das, obwohl er bei Hoffenheim keine Rolle im Bundesliga-Kader spielte: Stattdessen wurde das Talent in der Saison 2015/16 an den VfL Bochum verliehen, wo er in der Zweiten Liga in 33 Partien dreimal selbst traf und fünf Tore vorbereitete. Dem SC Freiburg hat das offenbar gefallen.

4 Minuten Einsatzzeit waren die magere Ausbeute von Janik Haberer in der Vorrunde der U21-Europameisterschaft 2017. Dann kam das Halbfinale. Trainer Stefan Kuntz rotierte, und Haberers persönlicher EM-Traum kam ins Rollen: Der Freiburger stand in der Startelf gegen England, spielte 102 Minuten. Das Elfmeterschießen gewann am Ende, wie könnte es anderes sein, Deutschland. Auch im Finale durfte Haberer von Beginn an ran und wurde durch den 1:0-Sieg gegen Spanien Europameister. Es war Haberers erster Titel.

8 Elfmeter verwandelte Janik Haberer bisher in seiner Karriere, nur ein Versuch ging nicht ins Tor. Ein neunter oder zehnter Treffer hätten kürzlich dazu kommen können, doch der 23-Jährige überließ am 15. Spieltag gegen den 1. FC Köln den Ball seinem Teamkollegen Nils Petersen. „Er hat sofort gesagt: Schieß du“, berichtete der Ex-Bremer in der „Bild.“ Petersen verwandelte die beiden Elfmeter in der 90. und 95. Minute und stellte den Endstand auf 4:3 für Freiburg.

11. Spieltag: In der vierten Minute der Partie gegen Schalke 04 wurde Haberer von seinem Gegenspieler Benjamin Stambouli von den Beinen geholt. Eigentlich keine große Geschichte, doch der Freiburger rutschte weiter und grätschte an der Seitenlinie den eigenen Trainer Christian Streich um. Eine kuriose Szene, die für den Coach mit einer schmerzenden Schulter endete. Die „Rote Karte“ für Haberer (und jede Menge Heiterkeit) gab es prompt aus den sozialen Netzwerken.

16 Jahre alt war der Mittelfeldspieler, als er von Memmingen nach Unterhaching wechselte. Zunächst wohnte er dort etwa ein halbes Jahr im Hotel, bezahlt wurde das Zimmer vom Clubpräsidenten. Haberer war 2011 ein Pilotprojekt, trainierte während seiner Zeit bei den A-Junioren schon mit den Profis und debütierte schließlich als 17-Jähriger in der Dritten Liga. Ein Sprung ins kalte Wasser, der sich ausgezahlt hat: „Unterhaching war ein Glücksfall für mich. Hier konnte ich mich in Ruhe entwickeln, ohne die ständige Angst, am Saisonende aussortiert zu werden“, sagte Haberer auf der Vereinshomepage des bayrischen Clubs.

180 Minuten: Nur zwei Spiele verpasste der Mittelfeldakteur seit seinem Wechsel zu Freiburg vor der letzten Saison, ansonsten stand er in allen Partien auf dem Feld. Das erste Spiel für den Sportclub im August 2016 war gleichzeitig auch sein Bundesliga-Debüt. Seitdem konnte Haberer vor allem seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen: In dieser Saison hat er schon fast alle Positionen in Sturm und Mittelfeld besetzt, in den vergangenen Partien war er aber eher im defensiven Mittelfeld zu finden.

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(gra)

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