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In der Liga trennten sich Werder und Freiburg (hier Robert Bauer im Zweikampf mit Marco Terrazzino) 0:0 - im Pokal wird es einen Sieger geben. 

Vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale

Super-Serie und Pokal-Power: Die Fakten zum Freiburg-Spiel

Bremen – Das letzte Spiel des Jahre steigt für Werder Bremen am Mittwochabend (18.30 Uhr) im Weserstadion. Gegner im DFB-Pokal-Achtelfinale ist der SC Freiburg. Das sind die wichtigsten Fakten vor dem Spiel.

1. 1:0 für Freiburg: Bisher erst ein einziges Mal gab es ein Duell zwischen Werder und Freiburg im DFB-Pokal. In der zweiten Runde verloren die Bremer das Auswärtsspiel am 31. Oktober 2000 im Breisgau mit 0:1. Damals für den SCF auf dem Platz: Florian Bruns, der frühere Werder-Co-Trainer und jetzige Assistent von Freiburgs Coach Christian Streich.

2. Die Gesamtbilanz: Von insgesamt 36 Pflichtspielen gegen den SC Freiburg hat Werder 21 gewonnen – die Bilanz spricht klar für Werder. Freiburg gewann nur neun Spiele gegen Werder und nur vier im Weserstadion. Allerdings ist Freiburgs Trainer Christian Streich ein Werder-Schreck: Noch nie hat er in Bremen verloren. In seiner Amtszeit holte er zwei Siege und drei Unentschieden, was bedeutet: Werder wartet seit mehr als sechs Jahren auf einen Heimsieg gegen Freiburg.

3. Super-Serie: Pokal, Weserstadion und Flutlicht – das ist für Werder eine vielversprechende Mischung. Die letzte Heimspiel-Niederlage im DFB-Pokal ist fast 30 Jahre her. Am 13. April 1988 verloren die Bremer gegen Eintracht Frankfurt. Es folgten sage und schreibe 36 Heimsiege im Pokal. Zuletzt gab es ein 1:0 gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

4. Pokal-Power: Sechs Mal hat Werder den DFB-Pokal bereits gewonnen, die Bremer können sich mit Fug und Recht als Pokal-Club bezeichnen. Der SC ist gewissermaßen das genaue Gegenteil. Das Erreichen des Halbfinals 2012/2013 (mit dem heutigen Bremer Max Kruse!) war das beste Pokal-Abschneiden der Vereinsgeschichte. Dass die Freiburger es nie weiter schafften, hat auch mit dieser Serie zu tun: Von den letzten acht Pokalspielen gegen einen Erstligisten, verlor der Club sieben.

5. Freiburg gut in Form: Trotz des ärgerlichen 3:3-Unentschieden in der Nachspielzeit am Samstag gegen den FC Augsburg läuft es bei den Freiburgern aktuell ziemlich rund. Von den vergangenen fünf Spielen in der Liga hat der Club keins verloren. Es gab drei Siege (Mainz, Köln, Gladbach) und zwei Unentschieden (Hamburg, Augsburg). In der Bundesliga überwintert der SC auf Platz 13.

Florian Bruns ist seit Sommer Co-Trainer von Christian Streich beim SC Freiburg.

6. Alle Achtung! Nils Petersen ist gerade so richtig „on fire“. Sechs Tore erzielte der ehemalige Bremer und heutige Freiburger Torjäger in den vergangenen drei Ligaspielen – in nur sieben Tagen. Insgesamt hat Petersen nach 17 Spielen (15 in der Liga, zwei im Pokal) zehn Tore und ein Assist auf seinem Konto.

7. Gegen die Ex: Neben Petersen und Bruns gibt es noch einen weiteren Ex-Werderaner bei Freiburg: Aleksandar Ignjovski. Für den 26-jährigen Abwehrspieler läuft es sportlich gesehen aber schlecht. In dieser Bundesliga-Saison kam er noch gar nicht zum Einsatz (schaffte es nur zweimal in den Kader) und spielte nur einmal in der Europa-League-Qualifikation. Auch Werder hat einen ehemaligen Spieler des Gegners in seinen Reihen: Max Kruse spielte von 2012 bis 2013 im Breisgau, dort nahm seine Bundesliga-Karriere richtig Fahrt auf.

8. Bargfredes Lieblingsgegner: Gegen kein anderes Bundesliga-Team hat Werders Philipp Bargfrede häufiger gewonnen als gegen den SC Freiburg. Von neun Spielen gewann der Mittelfeldmann mit Werder sieben, eins endete unentschieden, einmal verloren die Grün-Weißen. Ein Treffer gegen die Badener lässt aber noch auf sich warten. Nach seinem ersten Saisontreffer am Samstag gegen Mainz 05 bietet sich das Spiel am Mittwoch aber für die Premiere an.

9. Die Fehlenden: Bargfrede stand nach der Auswechslung gegen Mainz 05 zunächst auf der Kippe für das Freiburg-Spiel, ist aber dabei. Auch Max Kruse soll nach Adduktorenproblemen in den Kader zurückkehren. Ob es für die Startelf reicht, ist fraglich. Definitiv nicht dabei sein wird neben dem schwer verletzten Fin Bartels (Achillessehnenriss) auch Kapitan Zlatko Junuzovic (muskuläre Probleme). Auch Freiburg muss mit Marc-Oliver Kempf (Muskelfaserriss), Florian Niederlechner (Kniescheibenbruch), Mike Frantz (Innenbandriss) und Philipp Lienhart (Außenbandteilriss) auf mehrere Leistungsträger verzichten. Fragezeichen stehen hinter Nicolas Höfler (Rücken), Tim Kleindienst, Pascal Stenzel, Jannik Haberer (alle erkältet) sowie Caglar Söyüncü (Pferdekuss).

10. Trifft Belfodil wieder? Erstes Tor im Pokal – check. Erstes Tor in der Bundesliga – check. Ishak Belfodil könnte vor der Winterpause nochmal richtig wichtig sein bei Werder - gerade, weil Max Kruse angeschlagen ist. Beim 2:2 am Samstag gegen Mainz 05 machte Angreifer Belfodil jedenfalls sein bisher bestes Spiel im Bremer Trikot. Außerdem war er es, der Werder mit seinem Treffer gegen Hoffenheim überhaupt erst ins Achtelfinale schoss.

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