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Die Blicke bei Ludwig Augustinsson (l.) und Alexander Nouri sind ernster als die Stimmung. Beide erwarten während der englischen Woche den punktemäßigen Aufschwung. Der Startschuss dafür fällt am Samstag gegen Schalke 04.

Englische Woche beginnt mit Schalke-Spiel

Wohin des Weges, Werder?

Bremen - Englische Woche in der Bundesliga – das bedeutet , dass binnen weniger Tage jede Menge passiert auf der großen Bühne des Fußballs. Spiel folgt auf Spiel, Chance auf Chance.

Wer da gut drauf ist, auf der richtigen Welle reitet und eine Siegesserie erwischt, kann sich in der Tabelle schnell nach oben katapultieren. Oder umgekehrt: Wer schlecht drauf ist, fällt tief. Im Fall von Werder Bremen kann es eigentlich nur eine Richtung geben: nach oben. Bei nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen und aktuell Platz 16 geht es kaum noch weiter runter, und sind Siege jetzt ein Muss. Die Bremer sagen von sich, dass sie bereit und fähig sind, diese Siege zu holen.

Englische Woche stellt die Weichen

„Wir werden besser und besser jede Woche. Niemand bei uns ist besorgt, wir glauben an uns. Wenn wir unsere Leistung abrufen, werden wir auch punkten“, verspricht Linksverteidiger Ludwig Augustinsson vor einem Dreierpack, der Ausflüge der Fantasie in alle Richtungen erlaubt. Erst Schalke 04 daheim, dann auswärts beim VfL Wolfsburg, schließlich wieder zu Hause gegen den SC Freiburg – das ist das Programm, das Werder von Samstag bis Samstag erwartet.

Die Gegner sind aus der Kategorie „Machbar“, aber eben auch nicht aus der Kategorie „Pflichtsieg“. Soll heißen: Werder sind neun Punkte zuzutrauen oder auch nur einer – wie aus den ersten drei Spielen. „Wir hätten mehr verdient gehabt“, sagt Augustinsson im Rückblick auf den Saisonstart, der von akzeptablen Leistungen, aber nicht von zufriedenstellenden Resultaten geprägt war. Letzteres nun nachzuholen, ist die Aufgabe der Mannschaft in der so bedeutungsschweren englischen Woche. Wohin die Reise für Werder geht? Jetzt werden die Weichen gestellt.

Selbst Sportchef Frank Baumann räumt ein, dass man nach dem Dreierpack „vielleicht etwas mehr sagen kann“ darüber, in welchen Regionen des Tableaus Werder in dieser Saison zu verorten ist. Er sagt aber auch, dass er keine Sorge hat, nach Abschluss der englischen Woche weiter im Keller festzuhängen: „Für den Aufwand, den die Mannschaft betreibt, wird sie irgendwann belohnt werden.“

Am liebsten schon gegen Schalke 04. Um 15.30 Uhr stellen sich die Knappen am Samstag im Weserstadion vor. Und sie machen es in dem Bewusstsein, mit zwei Siegen gut aus den Startlöchern gekommen zu sein. Das Mehr an Selbstvertrauen dürften deshalb die Gäste besitzen. Siehe die Aussage von S04-Profi Benjamin Stambouli: „Wir wollen den guten Start bestätigen und in Bremen auf Sieg spielen.“ Nichts anderes hat auch Werder vor. Coach Alexander Nouri: „Wir haben den Anspruch, jedes Spiel zu gewinnen – auch gegen Mannschaften, die über andere Möglichkeiten verfügen als wir.“

Vergleiche mit der vergangenen Saison? „Macht keinen Sinn“

Damit ist neben Schalke 04 natürlich auch der VfL Wolfsburg gemeint. Beide Teams hat Werder in der vergangenen Rückrunde allerdings besiegt. Gegen Schalke gab es ein 3:0 zu feiern, in Wolfsburg ein 2:1 – und auch in Freiburg gewann Werder, 5:2 sogar. Wenn das keine guten Omen sind für die englische Woche!

Damals ritt Werder Bremen auf einer dieser Erfolgswellen, die die Mannschaft weit getragen hat und die sie auch jetzt erwischen muss. Nouri hat genau das im Sinn. Dass ihm dabei jedoch die Resultate aus der Vergangenheit helfen könnten, ist reiner Humbug: „Für die Ergebnisse der letzten Saison gibt es jetzt keine Punkte mehr. Die Vergleiche anzustrengen, macht also keinen Sinn.“

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