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Können die Hoffenheimer auch nach dem Spiel gegen den SV Werder jubeln?

Vor dem 33. Bundesliga-Spieltag

Hoffenheim kämpft um die Champions League

Bremen - Es ist ein spezielles Duell zwischen Werder Bremen und der TSG Hoffenheim. Die Bremer kämpfen um die Europa League, die Sinsheimer wollen sich direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren. Der Gegner-Check.

Zahlen und Fakten

Seit neun Jahren ist die TSG erstklassig, aber noch nie konnten die Hoffenheimer im Bremer Weserstadion gewinnen.

Viermal entführte Hoffenheim immerhin einen Punkt beim SV Werder, vier Spiele gingen an die Grün-Weißen.

Das Hinspiel zwischen den Hanseaten und Kraichgauern endete 1:1 – ebenso wie die vergangenen zwei Begegnungen im Weserstadion.

In allen Spielen auf fremden Rasen haben die Sinsheimer mindestens einmal getroffen, außer beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt am 9. Dezember.

In den vergangenen 18 Partien trafen die Hoffenheimer immer ins Netz, in fünf der letzten sechs Spiele aber nur einmal.

Die TSG gewann auswärts in der gesamten Rückrunde nur einen Match (3:1 gegen Hertha BSC). Aus den vergangenen drei Gastspielen holte Hoffenheim insgesamt nur einen Punkt und geriet in jedem der letzten sechs 0:1 in Rückstand.

1899 schoss in der Schluss-Viertelstunde 19 Tore und stellt damit den Liga-Bestwert auf.

Verletzte und gesperrte Spieler

Keine.

Der Trainer

Julian Nagelsmann ist ein Phänomen: Der jüngste Bundesliga-Trainer (29 Jahre) hat die TSG 1899 Hoffenheim nicht nur vor dem Abstieg gerettet, sondern jetzt sogar auf einen Champions-League-Platz geführt. Als Huub Stevens im Februar 2016 wegen schwerer Herzprobleme seinen Rücktritt verkündete, wurde Nagelsmann sein Nachfolger.

Zu dem Zeitpunkt stand die TSG nach dem 20. Spieltag mit 14 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sein Debüt als Bundesliga-Coach feierte Nagelsmann gegen Werder (1:1) und unter dem Neu-Coach blieb Hoffenheim am Ende erstklassig. In der kompletten Hinrunde der laufenden Saison blieb der Verein sogar ungeschlagen. Das Team hat einen neuen Offensiv-Geist - dank Nagelsmann, der vom DFB nicht ohne Grund als „Trainer des Jahres 2016“ ausgezeichnet wurde.

Star der Mannschaft

In der Hinrunde war es Sandro Wagner, nun ist es Sturm-Kollege Andrej Kramaric. Der Kroate ist bei Hoffenheim der Mann der Stunde. Allein in der Rückrunde erzielte er neun Tore – fünf Mal traf er allerdings vom Elfmeterpunkt. Mit insgesamt 13 Toren und acht Assists steht der Angreifer auf Platz sechs der Bundesliga-Scorerliste – sogar vor Werder-Shootingstar Max Kruse, der mit 19 Scorerpunkten (14 Treffer, fünf Vorlagen) einen Platz hinter Kramaric steht. Den Hoffenheim-Stürmer sollten die Bremer besonders im Auge behalten. Ist Kramaric erstmal am Ball, ist er mit seinen Slalom-Dribblings meist nur durch Fouls zu stoppen.

So lief das Spiel der Hinrunde

Serge Gnabry rettete Werder dank spätem Schuss ins Glück drei Minuten vor Schluss ein 1:1-Remis im Hinspiel gegen Hoffenheim. Ausgerechnet Ex-Bremer Sandro Wagner konnte die TSG zunächst in Front bringen. Der Stürmer spitzelte den Ball nach halbhoher Flanke von Kerem Demirbay zum 1:0 ins Tor (26.). Durch den Ausgleichstreffer von Gnabry (87.) holte Werder den 16. Punkt, rutschte dennoch einen Rang ab und überwinterte auf Platz 15 – knapp über der Abstiegsregion.

(mit sid)

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